IT-Security-Anbieter setzt auf MSP, Upselling und Kooperationen Eset ruft auf Partnerkonferenz „Jahr der Services“ aus

Von Sylvia Lösel 3 min Lesedauer

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IT-Security-Anbieter Eset schwört auf der DACH-Partnerkonferenz den Channel auf die Strategie für 2025 ein. Es geht um Geschäftsmöglichkeiten für Partner, um Unterstützung durch Eset und Anknüpfungspunkte bei Kunden.

Die Eset-Partnerkonferenz für die DACH-Region fand in München statt.(Bild:  CLAUS UHLENDORF)
Die Eset-Partnerkonferenz für die DACH-Region fand in München statt.
(Bild: CLAUS UHLENDORF)

„Das Jahr der Services“ ruft Eset auf der DACH-Konferenz in München für 2025 aus. Kein Wunder, hat der Security-Anbieter doch seit dem vergangenen Jahr auch ein MSP-Angebot im Portfolio. Und das sollen die Partner in diesem Jahr verstärkt bei ihren Kunden an den Start bringen.

ESET-DACH-Partnerkonferenz
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Dass dieses Thema hohe Relevanz hat, liegt aber nicht allein an der Verfügbarkeit bei Eset. Auch die Marktzahlen sprechen eine deutliche Sprache. So sieht IDC im IT-Security-Umfeld bei der Software ein Wachstumspotenzial von 17,3 Prozent, gefolgt von den Services mit 11,4 Prozent und der Hardware mit nur noch 5,2 Prozent. Das iSCM-Institut sieht für das erste Quartal 2025 ein deutliches Wachstum bei Cloud und Services, weniger bei Hardware und On-Premise-Lösungen. Bei Eset spiegelt sich das gerade im Neukundengeschäft wieder. Denn dort liegt der Cloud-Anteil inzwischen bei über 73 Prozent.

Upsell, Services und Marketing-Unterstützung

Peter Neumeier, Director Channel DACH bei Eset sieht 2025 als das Jahr der Services.(Bild:  CLAUS UHLENDORF)
Peter Neumeier, Director Channel DACH bei Eset sieht 2025 als das Jahr der Services.
(Bild: CLAUS UHLENDORF)

Dazu kommt beim europäischen Security-Anbieter mit Hauptsitz in Bratislava, dass in diesem Jahr die Essentials-Lösung ausläuft und Partner ihren Kunden dafür Ersatz anbieten sollten. Ein Umstieg auf rekurrierende Erlösmodelle bietet sich an. Und auch den Upsell-Gedanken positionieren Peter Neumeier, Director of Channels DACH und Thorsten Urbanski, Director of Marketing, auf der Bühne.

Ab März soll deshalb auch der MDR-Service im MSP-Programm verfügbar sein. Dieser arbeitet KI-gestützt und soll auf SMB-Kunden zugeschnitten sein. Gerade dabei sieht Eset großes Upsell-Potenzial bei Bestandskunden, die mehr als 25 Seats benötigen.

2025 ist für uns das Jahr der Services.

Peter Neumeier, Director of Channels DACH, Eset

Damit Partner sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können, bietet Eset Unterstützung an. Zum Beispiel durch Marketing-Materialien, die auf das jeweilige Partner-Level abgestimmt sind und eine „Out-of-the-box“-Lead-Generierung und Sales-Unterstützung liefern sollen. Auch das Telemarketing, ein Angebot, das Eset im vergangenen Jahr gestartet hat, soll in diesem Jahr weiter forciert werden.

Channel-Unterstützung mit Events

Ein weiteres wichtiges Vehikel, um beispielsweise Neukunden zu gewinnen, sind Events. In diesem Jahr soll es neben zahlreichen Webinaren und Sprechstunden explizit für die Techniker der Partner ein Live-Event geben. Erfolgreich war im vergangenen Jahr die Kooperation mit den IHKs. Deshalb sind für 2025 bereits zehn Veranstaltungen auch in Kooperation mit dem BSI geplant.

Das Stichwort Kooperation ist aber noch unter einem anderen Aspekt zu sehen. Gerade hat Eset seine Zusammenarbeit mit Reiner SCT intensiviert. Hintergrund der B2B-Kooperation ist, dass Cyberkriminelle zunehmend kompromittierte Anmeldedaten nutzen, um Netzwerke zu infiltrieren und sensible Informationen zu stehlen. Das Bundle besteht aus der Eset-MFA-Software Secure Authentication und den sicheren physischen Authentifizierungsgeräten von Reiner SCT. Weitere Kooperationen mit Blick auf die SIEM-Lösung von Enginsight sowie möglicherweise mit Cyberversicherungen sind in Planung.

Jäger des ungenutzten Potenzials

Michael Schröder, Manager of Security Business Strategy, Eset

Vertikalisierung ist ein weiterer Schwerpunkt auf der Eset-Roadmap 2025. Das Augenmerk liegt dabei insbesondere auf dem Gesundheitssektor, in dem für Partner „viel zu holen sei“. Und auch NIS2 begleitet die Branche weiterhin. Die Empfehlung sei sehr klar: Nicht warten, bis der Gesetzgeber handelt, sondern bereits jetzt vorsorgen und die nötigen Schritte einleiten.

Die Security-Herausforderungen und Angriffsziele

Die Herausforderungen für die Endkunden sieht der Security-Anbieter bei den Themen:

  • Advanced Threats
  • Managing Complexity
  • Business Continuity
  • Compliance Gaps

Bei den Angriffsvektoren liegt weiterhin Ransomware an erster Stelle, gefolgt von Exploits & Schwachstellen, Phishing & Social Engineering, Supply-Chain-Angriffen sowie der Cloud und Sicherheitslücken & Fehlkonfigurationen.

Die Top-5-Angriffsziele sind:

  • Finanzsektor
  • Gesundheitswesen
  • Öffentlicher Sektor
  • Bildungswesen
  • Industrie und Fertigung

Produktunterstützung für Channel-Business

Produktseitig gibt Michael Schröder, Manager of Security Business Strategy, Tipps, wie Partner sich als „Jäger des ungenutzen Potenzials“ beweisen können. Denn mit ECOS für Neukunden, Threat Intelligence für Enterprise-Kunden und MDR für alle Segmente sieht er Eset gut positioniert, um den Partnern alles für ein solides Geschäft 2025 zu bieten.

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