AMD schließt die Übernahme von ZT Systems ab Erweiterte Reichweite bei den Hyperscalern

Von Klaus Länger 2 min Lesedauer

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AMD hat die im August 2024 angekündigte Übernahme von ZT Systems erfolgreich abgeschlossen. Damit hat der Chiphersteller nun komplette Datacenter-Lösungen für Systeme auf Basis seiner Prozessoren im Portfolio. Ein Fokus liegt dabei auf KI-Lösungen.

ZT Systems gehört zu den führenden Herstellern von KI- und Cloud-Computing-Infrastruktur für die weltweit größten Hyperscaler. Die eigene Fertigung von ZT Systems will AMD allerdings verkaufen und nur das Design-Team und die Fachleute für die Unterstützung der Kunden im Unternehmen halten.(Bild:  Dave Moser)
ZT Systems gehört zu den führenden Herstellern von KI- und Cloud-Computing-Infrastruktur für die weltweit größten Hyperscaler. Die eigene Fertigung von ZT Systems will AMD allerdings verkaufen und nur das Design-Team und die Fachleute für die Unterstützung der Kunden im Unternehmen halten.
(Bild: Dave Moser)

Das Geschäft mit Prozessoren für Server, die bei Hyperscalern und Enterprise-Kunden eingesetzt werden, läuft derzeit für AMD sehr gut. Mit der nun abgeschlossenen Übernahme von ZT Systems für insgesamt 4,9 Milliarden US-Dollar vergrößert AMD die Reichweite bei diesem Kundenkreis noch weiter. Das in Secaucus in New Jersey beheimatete Unternehmen ist ein wichtiger Hersteller von Servern, darunter auch GPU-Servern für KI-Anwendungen, Storage-Systemen und kompletten Rack-Plattformen für Cloud-Provider. Zudem liefert die Firma Open-RAN-Systeme an Telekommunikationsunternehmen. ZT Systems, bereits 1994 als Hersteller von PCs und SMB-Servern gegründet, hat sich ab 2004 komplett auf das Datacenter-Geschäft konzentriert und ist seit 2013 ein wichtiger Lieferant für Hyperscaler. Das Unternehmen ist Silver Member beim Open Compute Project. Die Übernahme soll die Entwicklung einer neuen Klasse von AMD-basierten und hochskalierbaren KI-Systemen für Cloud-Provider beschleunigen. Dabei sollen CPUs, GPUs, Produkte aus AMDs Netzwerksparte Pensando sowie die quelloffene ROCm-Software von AMD zum Einsatz kommen. Vor der Verkündung der Übernahme im August 2024 hat ZT Systems überwiegend mit Nvidia kooperiert.

Die Hardware-Fertigung soll verkauft werden

Das Design-Team von ZT Systems wird unter Leitung des bisherigen ZT-Systems-President Doug Huang ein Teil der Data Center Solutions Business Unit von AMD. Bei AMD wird Huang als Senior Vice President für Data Center Platform Engineering an Forrest Norrod berichten, der als Executive Vice President and General Manager die Datacenter-Sparte bei AMD leitet.

Forrest Norrod, Executive Vice President und General Manager der Data Center Solutions Business Unit bei AMD(Bild:  AMD)
Forrest Norrod, Executive Vice President und General Manager der Data Center Solutions Business Unit bei AMD
(Bild: AMD)

„Mit der rasanten Entwicklung der Künstlichen Intelligenz, ist die Reduzierung der Zeit für das End-to-End-Design und des Ausrollens von KI-Systemen im Cluster-Maßstab ein signifikanter Wettbewerbsvorteil für unsere Kunden“, sagt Norrod zu der Übernahme. „Die Akquisition von ZT Systems ist ein bedeutender Meilenstein in unserer KI-Strategie.“ Doug Huang, der Gründer und bisherige CEO von ZT Systems, übernimmt bei AMD eine neue Rolle als Senior Vice President of ZT Manufacturing. Er soll hier Norrod dabei unterstützen, einen Käufer für die Fertigung von ZT Systems zu finden, die AMD noch in diesem Jahr verkaufen will. Das soll auch dazu beitragen, dass sich die Übernahme von ZT Systems schon Ende des Jahres als wertsteigernd in der Bilanz des Chipherstellers niederschlagen soll.

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