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Up- und Downstreams auf Kupferkabeln mit bis zu 1.000 MBit/s

Erster Giga-DSL-Prototyp kommt von Huawei

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Das Forschungs- und Entwicklungszentrum von Huawei in Shenzhen (China).
Das Forschungs- und Entwicklungszentrum von Huawei in Shenzhen (China).

Huawei will durch Time Division Duplex (TDD) mit dem ersten Giga-DSL-Prototypen im Up- und im Downstream Übertragungsraten von 1.000 MBit/s über ein einziges Doppelkabel erreicht haben.

Um begrenzte Bandbreiten bei FTTB- (Fiber to the Building) und FTTC- (Fiber to the Curb) sowie Probleme bei der Installation von FTTH-Verbindungskabeln (Fiber to the Home) zu überwinden, müssen optische Glasfaser-Access-Points möglichst nah am Nutzer installiert sein, damit diese ungehindert Dienste mit hohem Datenvolumen, wie IPTV oder HDTV, genießen können.

Während Ultrabreitbandzugänge mit 100 MBit/s und mehr über bestehende Kupferleitungen relativ schnell verfügbar gemacht werden können, ist die Bereitstellung von Bandbreiten bis 1.000 MBit/s mittels DSL-Technologie auf Kupferdoppelader innerhalb von 100 Metern sehr viel komplexer.

Huawei nutzt bei seinem Giga-DSL-Prototypen In-Signal-Übertragung mit niedriger spektraler Leistungsdichte, um Störstrahlungen und Energieverbrauch zu reduzieren. Huawei zufolge erreicht die Lösung auf diese Weise Upstream- und Downstreamraten von 1 GBit/s innerhalb von 100 Metern und mindestens 500 MBit/s innerhalb von 200 Metern.

Zugangstechnologie der nächsten Generation

2011 stellte die ITU-T eine G.fast-Arbeitsgruppe zusammen, deren Aufgabe es ist, neue Standards für Hochgeschwindigkeitszugänge über kurze Entfernungen zu erarbeiten. Ziel dabei ist es, eine Übertragungsgeschwindigkeit von 500 MBit/s pro Doppelkabel innerhalb von 100 Metern zu erreichen. Huawei ist als einer der technischen Hauptakteure an der Arbeit des Teams beteiligt und arbeitete zuletzt daran, TDD-OFDM (Orthogonal Frequency Division Multiplexing) als G.fast-Modulationsverfahren aufzunehmen.

Dr. Long Guozhu, Experte für DSL-Technologie bei Huawei, sagt: „Huawei hat aufgrund seiner umfangreichen Fähigkeiten und technischen Stärken im Bereich Zugangsnetze die Führung in der Entwicklung des Giga-DSL-Prototypen übernommen. Sicherlich hilft uns eine Erweiterung der Bandbreiten dabei, die Geschwindigkeit der Übertragung über Doppelkabel über kurze Distanzen zu verbessern. Allerdings gilt es, nach der Erweiterung der Bandbreite ein technisches Problem zu lösen: die Gestaltung des physischen High-Speed-Layers und des analogen Hochfrequenz-Front-Ends (AFE). Zur Lösung dieses Problems nutzt Huaweis FBB Innovation Lab die Core-Lösung TDD-OFDM, die sowohl die physische Layer-Architektur als auch die AFE-Gestaltung vereinfacht und dabei gleichzeitig mit herkömmlichen ADSL/VDSL2-Technologien abwärts kompatibel bleibt.“

Huawei gab zudem kürzlich die erfolgreiche Entwicklung des weltweit ersten Node-Level-Vecotring (NLV)-Prototypen bekannt. Huaweis Vecotring-Produkt soll einen 100-MBit/s-Zugang über ein einzelnes Doppelkabel in FTTC/FTTB liefern.

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