AMD Epyc-4004-Serie Epyc-CPUs auf Ryzen-Basis für kleine Server

Von Klaus Länger 2 min Lesedauer

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Mit den Epyc-Prozessoren der Serie 4004 schließt AMD eine Lücke im bisherigen Epyc-Portfolio. Die CPUs auf Ryzen-Basis für den Sockel AM5 sind für günstige Server bestimmt. Als Kunden hat AMD das SMB-Segment und Hoster im Blick.

Die Epyc-Prozessoren der Serie 4004 sind von den Ryzen-Desktop-CPUs der Serie 7000 mit Zen-4-Archietektur abgeleitet. Sie verfügen über 4 bis 16 Cores und bei zwei Modellen über einen 128 MB großen 3D V-Cache.(Bild:  AMD)
Die Epyc-Prozessoren der Serie 4004 sind von den Ryzen-Desktop-CPUs der Serie 7000 mit Zen-4-Archietektur abgeleitet. Sie verfügen über 4 bis 16 Cores und bei zwei Modellen über einen 128 MB großen 3D V-Cache.
(Bild: AMD)

AMD hat es in den letzten Jahren mit den Epyc-Prozessoren geschafft, Intel einen immer größeren Teil des Server-Marktes abzunehmen. Nur bei den günstigen Servern mit Prozessoren auf PC-Basis nicht. Denn da hatte AMD keine Konkurrenz zu Intels Xeon-E-CPUs im Programm. Das ändert sich nun mit der Vorstellung der Epyc-Prozessoren der Serie 4004. Die basieren ebenso wie bei Intel auf Desktop-PC-Prozessoren, konkret auf den Ryzen-7000-Prozessoren.

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CPUs mit bis zu 16 Cores

AMD schickt insgesamt acht Epyc-4004-Modelle an den Start. Den Einstieg bildet der 4124P mit vier Cores und acht Threads, die Spitzenmodelle 4564P und 4584PX verfügen jeweils über 16 Cores mit SMP. Intel hat bei der Xeon-E-2400-Serie maximal acht Kerne mit Hyperthreading in Petto. Denn bei den Server-Prozessoren aus der Raptor-Lake-Familie sind ausschließlich P-Cores aktiv.

Die Epyc-4004-Modelle sind ebenso wie die Ryzen-7000-Prozessoren für Mainboards mit Sockel AM5 ausgelegt. Im Gegensatz zu den Desktop-CPUs unterstützen die Epyc-4004-Prozessoren mit ihren beiden Speicherkanälen für DDR5-SDRAM allerdings offiziell ECC-Speicher. Als maximale Speichergröße gibt AMD 192 GB an, während die Intel-CPUs bis zu 128 GB DDR5-Speicher unterstützen. Bei den Epyc-Modellen 4484PX mit 12 und 4584PX mit 12 Cores ist ein zusätzlicher 3D V-Cache an Bord, der die Größe des L3-Cache auf 128 MB verdoppelt. Zudem verfügen die Server-CPUs über zusätzliche Sicherheitsfunktionen.

Bei der Leistung sollen die neuen AMD-Prozessoren ihre Intel-Konkurrenz deutlich übertreffen. AMD spricht vom Faktor 1,8 bei teils günstigeren, teils vergleichbaren Preisen für die CPUs. Bei der Performace pro Watt will AMD trotz höherer maximaler Leistungsaufnahme von bis zu 170 Watt die Nase vorn habe.

Als Anwendungen für die Epyc-4004-Prozessoren nennt der Hersteller Multi-Purpose-Server für SMB-Kunden oder Zweigstellen, E-Commerce, Cloud-Gaming im Kombination mit zusätzlichen Grafikkarten und dedizierte Server bei Hostern.

Passende Plattformen sind vorhanden

Als Hersteller für passende Server-Mainboards, Barebone-Systeme und komplette Server-Systeme nennt AMD die Firmen Asrock, Gigabyte, MSI, Supermicro und Tyan sowie das Acer-Tochterunternehmen Altos. Zudem bieten laut dem Hersteller Ionos und OVHCloud bereits Hosting-Lösungen mit Epyc-4004-Prozessoren an.

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