Angetestet: Dell 14 Premium Edler XPS-Nachfolger mit Geforce-Grafik

Von Klaus Länger 3 min Lesedauer

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Das Dell 14 Premium tritt die Nachfolge des XPS 14 an und übernimmt auch die Design-Besonderheiten des Vorgängers. Im Hands-on-Test muss das Alu-Notebook mit Intel Arrow Lake H, Nvidia Geforce 4050 und 3,2K-OLED-Display zeigen, ob es die Bezeichnung „Premium“ zu Recht trägt.

Das 14,5-Zoll-OLED-Panel in der Top-Version des Dell 14 Premium liefert die 3,2K-Auflösung mit 3.200 x 2.000 Pixel. Es ist bis zu 500 cd/m² hell und bietet eine Touch-Erkennung.(Bilder/Video:  Vogel IT-Medien)
Das 14,5-Zoll-OLED-Panel in der Top-Version des Dell 14 Premium liefert die 3,2K-Auflösung mit 3.200 x 2.000 Pixel. Es ist bis zu 500 cd/m² hell und bietet eine Touch-Erkennung.
(Bilder/Video: Vogel IT-Medien)

Mehr als 30 Jahre lang stand die Bezeichnung XPS bei Dell für die Premium-Sparte der Consumer-Rechner, die allerdings auch von vielen Freiberuflern genutzt wurden. Seit Beginn des Jahres ist der XPS-Brand allerdings Geschichte. Unser Testgerät trägt als Nachfolger des XPS 14 schlicht den Namen Dell 14 Premium. Außer dem Namen hat sich dabei nicht viel geändert: Das 14 Premium ist im Prinzip ein XPS 14 mit einem neuen Mainboard, das mit einem aktuellen Intel Core Ultra 7 255H aus der Arrow-Lake-Familie bestückt ist. Die CPU verfügt über insgesamt 16 Cores: Sechs schnelle P-Cores ohne Hyper­threading, acht effiziente E-Cores und zusätzlich noch zwei Low-Power-E-Cores. Dazu kommen noch eine integrierte Arc-140T-GPU und eine NPU, die allerdings mit 13 TOPS für Microsofts Copilot+ nicht ausreicht. Dell hat uns für den Hands-on-Test das Top-Modell der Baureihe zur Verfügung gestellt, bei dem zusätzlich noch eine Nvidia Geforce RTX 4050 nebst 6 GB GDDR6 als Grafikspeicher auf der Hauptplatine sitzt. Der LPDDR5X-Hauptspeicher ist 32 GB groß, und als Massenspeicher eine Kioxia-GB6-SSD mit PCIe-Gen4-­Interface und einem TB Speicherplatz installiert. Sie ist die einzige aufrüstbare Komponente. Dabei lassen sich nicht nur kurze M.2-2230-SSDs wie die Kioxia GB6 montieren, sondern auch SSDs im M.2-2280-Format. Die WLAN-Karte ist nicht gesteckt, sondern aufgelötet. Dell setzt mit der Intel Killer BE1750i eine Wi-Fi-7-Karte mit Bluetooth 5.4 ein, die per Software eine optimierte Performance beim Gaming bieten soll.

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Hohe Leistung dank der Geforce-Grafik

Im Anwendungsbenchmark PCMark 10 Extended erzielt das 14 Pro einen sehr guten Wert von 7.515 Punkten, zu dem allerdings auch die Geforce-Grafik beiträgt. Bei reinen Office-Anwendungen ist es sogar etwas langsamer als das Business-Notebook Dell Pro 14 Premium mit Lunar-Lake-CPU. Bei Content-Creation-Aufgaben macht das Dell 14 Premium eine sehr gute Figur. Beim Gaming reicht die Leistung ebenfalls aus, wenn man sich mit der Full-HD-Auflösung begnügt oder Frame Generation nutzt. Im 3DMark Night Raid messen wir 37.172 Punkte. Bei der Akkulaufzeit von 9 Stunden und 13 Minuten machen sich die RTX 4050 und das 14,5-Zoll-OLED-Panel mit 3,2K-Auflösung bemerkbar. Aber in der Praxis reicht die Kapazität des 69,5-Wh-Akkus für einen kompletten Arbeitstag aus.

OLED-Panel mit hoher Auflösung und Touch

Das von Samsung hergestellte OLED-Panel mit 3.200 x 2.000 Pixel, bis zu 120 Hz Bildwiederholfrequenz und Touch-­Erkennung liefert eine hervorragende Bildqualität mit leuchtenden Farben und tiefem Schwarz. Es ist durch eine Schicht aus Gorilla-Glas 3 geschützt. Über dem Display sitzt eine scharfe Full-HD-Webcam mit Windows-Hello- und Anwesenheitserkennung. Sie nutzt die NPU für die Windows-Studio-Effekte. Zusätzlich ist in der Power-Taste noch ein Fingerprint-Reader eingebaut.

Das bündig mit dem Gehäuse abschließende Keyboard mit sehr großen Tasten bietet ein angenehmes Gefühl beim Tippen mit deutlicher Rückmeldung. Statt herkömmlicher Funktionstasten ist eine Reihe von beleuchteten Sensorfeldern eingebaut, an die man sich erst gewöhnen muss. Das Touchpad mit haptischem Feedback ist unsichtbar in die Handballenablage eingebaut. Es ist aber sehr groß und damit intuitiv bedienbar. Für einen guten Sound sorgen insgesamt vier Lautsprecher: zwei Hauptlautsprecher und zwei zusätzliche Hochtöner.

Mit 1.786 Gramm ist das schlanke Notebook verhältnismäßig schwer, dafür aber solide. Es ist aus gefrästem Aluminium hergestellt. Wie bei vielen modernen Consumer-Notebooks üblich, gibt es nur noch wenige Schnittstellen. Allerdings unterstützen die drei USB-C-Ports Thunderbolt 4 mit DisplayPort und eine Datenübertragung mit 40 Gbps. Zudem sind ein MicroSD-Card-Slot und eine Audiobuchse an Bord. Die Schnittstellen sind hier Teil des Mainboards und nicht auf separaten Platinen untergebracht, wie beim Business-Notebook Pro 14 Premium. Daher muss bei einer defekten Buchse die komplette Hauptplatine getauscht werden. Dafür hat Dell bei der Produktion auf Nachhaltigkeit geachtet: Für das Chassis wird eine Kombination aus recyceltem und emissionsarmem Aluminium verwendet, die Kunststoffteile stammen ebenfalls teilweise aus dem Recycling.

Premium-Notebook mit Premium-Preis

Das Dell 14 Premium ist schick, mit seiner Geforce RTX 4050 auch flott, und es bietet ein sehr gutes OLED-Display. Allerdings ist die Akkulaufzeit nicht großartig. Insgesamt wird das Gerät seinem Premium-Anspruch durchaus gerecht, kostet mit knapp 2.600 Euro aber auch einen Premium-Preis.

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