Hausmesse für ITK-Händler Die Perspectives 2012: Ein voller Erfolg für Herweck

Redakteur: Heidi Schuster

Die Perspectives 2012 des Distributors Herweck startete mit einer Hausmesse und endete mit einer imposanten Abendveranstaltung. Herweck ist weiter auf Wachstumskurs, das bestätigten auch die beiden Vorstände Dieter Philippi und Jörg Herweck.

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Die beiden Vorstände Dieter Philippi (li.) und Jörg Herweck haben die Herweck AG vor 27 Jahren gemeinsam gegründet.
Die beiden Vorstände Dieter Philippi (li.) und Jörg Herweck haben die Herweck AG vor 27 Jahren gemeinsam gegründet.

Am 15. Juni 2012 lud der Distributor Herweck zur zehnten Hausmesse Perspectives nach Kirkel ein. Die erste ITK-Fachhandelsmesse von Herweck fand im Juli 2003 statt. 250 Gäste kamen damals, um die Stände und Workshops von 20 Ausstellern zu besuchen und abends in der Party-Lounge zu feiern.

„Von Anfang an war unser erklärtes Ziel, perfekte Gastgeber zu sein. Gastgeber, die ihre Gäste zu sich nach Hause einladen, das heißt für uns dorthin, wo wir täglich arbeiten. Gastgeber, die sich wirklich für ihre Gäste interessieren, die das persönliche Gespräch mit ihnen suchen und erfahren, was sie beschäftigt“, sagt Herweck-Vorstand Jörg Herweck.

Im Jahr 2012 stellten insgesamt 70 Hersteller aus den Bereichen Telekommunikation und Informationstechnologie ihr Leistungsspektrum auf 1.100 Quadratmetern Ausstellungsfläche vor. 980 Fachbesucher aus der ITK-Branche fanden sich in Kirkel zur Hausmesse ein.

Neben der Messe veranstaltete der Distributor zudem Workshops und Vorträge. Unter anderem wagte Dieter Philippi, Vorstand von Herweck, mit den Teilnehmern einen Blick in die Glaskugel. Gemeinsam wurde diskutiert, wohin die Reise im ITK-Business gehen wird. Philippi lotete gleich zu Beginn des Meinungsaustausches aus, welche Themen aus dem Mobilfunk-Bereich die Anwesenden interessieren, wo sie Chancen sehen und welche Probleme sie haben. Es kam heraus, dass die schlechte Margen-Situation den Händlern Sorgen bereitet. Alleine durch das Abschließen von Mobilfunkverträgen ist kein Geld mehr zu machen. Philippi kennt die schlechten Bedingungen: „Das, wovon der Händler leben kann, wird immer weniger.“ Philippi glaubt zudem an fallende Provisionen für den Abschluss von Mobilfunkverträgen. Somit müssen Fachhändler neue Wege gehen. Er nennt ein Beispiel eines ihm bekannten Händlers, der damit zu kämpfen hatte, dass immer weniger Kunden in das Ladengeschäft gekommen sind. Dieser investiert nun stark in die Kundenbindung erklärt Philippi: „Er setzt sich täglich ans Telefon und telefoniert mit seinem Kundenstamm. Er geht an die Kunden ran und bietet ihnen neue Geräte an. Er versucht so, die Kunden in den Laden zu locken. Der Händler und sein Mitarbeiter führen täglich 30 bis 50 Telefonate. Zudem verteilt er Gutscheine, macht Postkarten-Aktionen, bindet Produkte ein.“

Apple als Paradebeispiel

Auch bei der Pressekonferenz war die Marge für Fachhändler ein großes Thema. Jörg Herweck gibt den Herstellern die Schuld für die sinkenden Margen, da es mehr Ware auf dem Markt gibt als Nachfrage besteht. „Der Hersteller kann über die Mengen, die er in den Markt gibt steuern, wie die Margen ausfallen“, so Herweck. Als Positiv-Beispiel nennt Herweck die Firma Apple: „Apple kennt einfach den Markt sehr genau und weiß, was verkauft und verkraftet wird. Dieses Unternehmen kann die Mengen an benötigten Produkten gut abschätzen. Apple muss beispielsweise auch keinen großen Lagerwertausgleich bezahlen wenn neue Modelle kommen. Apple lässt vorher einfach den Markt leer laufen.“

Wachstum bei Herweck

Bei Herweck scheint alles rund zu laufen. Im vergangen Jahr konnte der Distributor den Umsatz gegenüber 2010 um 30 Prozent (210 Millionen) steigern und kündigte an, weiter zu wachsen. Zwar mussten laut Jörg Herweck die Umsatz-Prognosen für dieses Jahr nach unten korrigiert werden, da der Februar und März schwächer waren als gedacht, dennoch sei die Herweck AG nun wieder auf Wachstumsmkurs. Es sieht fast so aus, als hätte Herweck nicht mit Problemen zu kämpfen. „Natürlich haben wir auch Probleme und je größer wir werden, desto mehr bekommen wir. Aber wir sind sicher und breit aufgestellt, so dass wir die Probleme auch lösen können. Wir sind nicht von einzelnen Produkten oder Herstellern abhängig“, so Herweck. Außerdem habe die Herweck AG zwei Vorteile: Zum einen habe das Unternehmen gefestigte Strukturen nach 27 Jahren am Markt und zum anderen sei das Unternehmen nicht fremdfinanziert. Dies sei ein großer Luxus. Zum Beispiel plant Herweck ein neues Logistikzentrum und Verwaltungsgebäude. Das dafür gedachte 35.000 Quadratmeter große Grundstück in Sankt Ingbert sei bereits bezahlt.

Der Startschuss für den Bau fällt im dritten Quartals 2012. Insgesamt will Herweck elf Millionen in die neuen Gebäude investieren. Die Fertigstellung ist für das vierte Quartal 2013 geplant. Ein Grund für die Vergrößerung sei, dass der Distributor ständigen Neukundenzuwachs haben, erklärt Philippi.

Die beiden Vorstände sind sich zudem über die Nachteile des ständigen Wachstumkurses bewusst. Wenn das Unternehmen immer größer wird, bestehe die Gefahr, dass es unflexibler und unpersönlicher wird. Dem müsse man dann entgegenwirken.

Die Distribution der Zukunft

Die Zukunft der Distributionslandschaft sieht Jörg Herweck so: „Ich kann mir vorstellen, dass es in Richting Spezialdistribution geht. Es wird immer schwerer sein, ein Vollsortimenter zu sein. So wie wir das vor 27 Jahren gemacht haben, aus dem Stand ein solches Unternehmen zu gründen, wäre heute kaum machbar. Das ist bei der wachsenden Bürokratie, den sinkenden Margen und der zunehmenden Komplexität immer schwieriger.“ Pläne in diese Richtung für das eigene Unternehmen haben die beiden Vorstände aber nicht.

Fire & Ice

Nach der Herweck-Hausmesse fand im E WERK in Saarbrücken die Abend-Veranstaltung des ITK-Distributors Herweck statt. Sie stand unter dem Motto „Fire & Ice“. Jedes Jahr lassen sich die beiden Vorstände Philippi und Herweck ein neues Spektakel für die Party einfallen. In diesem Jahr empfingen sie rund 850 Gäste.

Die Show begann mit der Band „Völkerball – A Tribiute to Rammstein“ und einer gigantischen Pyroshow, die so laut war, dass vor Beginn der Show Ohrenstöpsel verteilt wurden. Später rockte das DJ-Team „Die Disco Boys“ den Saal, die eine Mischung aus Disco-Klassikern und modernen House-Tracks spielen.

Ein weiterer Star-Gast war Guildo Horn, der mit Schlagermusik für gute Stimmung sorgte. Und damit noch nicht genug: Den Abend ausklingen lies DJ SENAD, der den Gästen noch einmal richtig einheizte.

Imressionen der Hausmesse und der Abendveranstaltung finden Sie in der Online-Bilder-Galerie.

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