Cisco stellt auf den Partnertagen die neue Strategie vor, BYOD als zentrales Element Die Cisco-Rechnung: Weniger Partner, mehr Fokussierung, höherer Umsatz

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Sylvia Lösel / Sylvia Lösel

Das Interesse war enorm. Auf dem Partner-Event in München drängten sich die Cisco-Fachhändler. Eine noch stärkere Partner-Ausrichtung hat sich das Unternehmen auf die Fahne geschrieben. IT-BUSINESS sprach auch mit dem Channel-Chef Carsten Heidbrink.

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Carsten Heidbrink, Channel-Chef von Cisco, auf dem Partnertag in München.
Carsten Heidbrink, Channel-Chef von Cisco, auf dem Partnertag in München.
(Bild: Vogel Business Media)

Business Year of Decisions, diese schicksalsschwangere Schlagzeile prangt auf vielen der Folien,die auf der Partnerveranstaltung von Cisco in München gezeigt werden. Damit diese „Entscheidungen“ auch im Sinne des Netzwerk-Riesen fallen, gibt der Channel-Chef von Cisco, Carsten Heidbrink, da schon ein etwas handfesteres Motto aus: „Wir greifen volles Rohr an“. Dabei freut man sich auch über das rege Interesse der Fachhändler. Alle sechs Partnertage die in Deutschland stattfinden, sind völlig ausgebucht.

Auf geht`s

In den vergangenen Monaten hatte es Cisco nicht immer leicht. Das Motto „Up“ unter dem die Partnertage stehen, könnte so auch für das gesamte Unternehmen gelten. Denn nach Massenentlassungen, einer Fokussierung auf Kernmärkte und dem Weggang des Deutschland-Chefs Carlo Wolf, wird es Zeit wieder nach vorne zu blicken.

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Strukturell unterstehen die Partner Carsten Heidbrink, der wiederum direkt an Michael Ganser berichtet. Ganser hat nach dem Weggang von Wolf dessen Funktionen wieder mit übernommen.

Weniger ist mehr

Für Partner ist vor allem ein Statement wichtig: Cisco will noch partner-orientierter arbeiten. Aus dem kundenzentrischen Ansatz der vergangenen Jahre will Cisco einen partnerzentrischen machen. Im Klartext heißt das: Bei Gesprächen mit Kunden ist immer auch ein Partner mit dabei. Das Unternehmen setzt auf Projekte, Kampagnen und die Cloud. Aber auch eine Stärkung der Regionen und ein Fokus auf lokale Experten steht im Mittelpunkt der Strategie. „Mit welchem Partner machen wir was? Diese Fokussierung ist ein ganz zentrales Element für uns“, sagt Heidbrink im Interview mit IT-BUSINESS. Aber: „Wir werden außerdem auf Entwicklungspartner setzen.“ Dabei hilft auch das Partner Plus Programm, das der Hersteller im Frühjahr dieses Jahres gestartet hat. Dafür nimmt der Netzwerk-Hersteller die Konzentration auf weniger Partner in Kauf, die sich wiederum auf wenige, aber wichtige Themen fokussieren sollen. Diese drei sind laut Heidbrink:

  • Unified Access
  • Virtualisierung
  • Workplace

Rundum-Sorglos-Paket

All diese Themen sind auch darauf ausgelegt den Trend BYOD (Bring your own device) beim Kunden anzusprechen. Damit es für Partner einfacher wird, bietet Cisco seinen Partnern mit Smart Solution eine Lösungsarchitektur aus der Box. Diese Smart Solution kann, abhängig vom jeweiligen Endkunden, vom Mittelstand bis zum Großkunden skaliert werden. Die Smart Solutions umfasssen bereits die folgenden fünf Aspekte:

  • Getestete, validierte und dokumentierte Designs mit einem Add-on-Discount
  • Cisco- und Third-Party-Roadmaps
  • Cisco- und Partner-Services
  • Technisches Training und Support
  • Demos, ROI-Tools und Finanzierung

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