Aktueller Channel Fokus:

IT-Fachkräfte-Recruitment

Bußgeld von bis zu 30.000 Euro droht

Die Arbeitszeiterfassung wird zur Pflicht

| Autor: Heidemarie Schuster

Unter anderem müssen Mini-Jobber und Arbeitnehmer in der Gleitzone ihre Arbeitszeiten erfassen.
Unter anderem müssen Mini-Jobber und Arbeitnehmer in der Gleitzone ihre Arbeitszeiten erfassen. (Bild: © fotomek - Fotolia)

Mit dem gesetzlichen Mindestlohn wird auch die Erfassung der Arbeitszeit bei einigen Angestellten zur Pflicht.

Seit Anfang des Jahres gibt es in Deutschland den Mindestlohn.Er legt eine gesetzliche Grenze für Löhne fest, die nicht unterschritten werden darf. So soll verhindert werden, dass immer mehr Menschen im Niedriglohnsektor trotz Vollbeschäftigung auf Sozialleistungen angewiesen sind.

Für Unternehmen mit so genannten Mini-Jobbern, also geringfügig Beschäftigten, wird der Mindestlohn etwas komplizierter. Denn für diese Angestelltengruppe hat die Einführung des Mindestlohns Auswirkungen auf die maximal zulässige Arbeitszeit.

Um nicht ungewollt in die Sozialversicherungspflicht zu gleiten, dürfen Mini-Jobber laut IT-Dienstleister Datev ab Januar 2015 im Monat regelmäßig maximal noch 52,9 Stunden arbeiten. Schon 53 Stunden Arbeitszeit pro Monat wären rechnerisch bereits zu viel, da sich daraus ein Monatslohn von 450,50 Euro ergeben würde. Die genannte maximale Stundenzahl gilt allerdings nur solange, wie dem Arbeitnehmer keine Sonderzuwendungen gezahlt werden. Erhält er auch Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld, Prämien oder sonstige Gehalts-Extras, müssen diese dem Arbeitsentgelt hinzugerechnet werden.

Ebenso betroffen sind Arbeitnehmer in der sogenannten Gleitzone, die maximal 850 Euro monatlich beziehungsweise 10.200 Euro jährlich verdienen dürfen. Für sie liegt die rechnerisch regelmäßige Höchstarbeitszeit ab 2015 bei 100 Stunden pro Monat.

Arbeitszeitnachweis

Parallel dazu tritt zudem eine stärkere Nachweispflicht der Arbeitszeiten bei Minijobbern, kurzfristig Beschäftigten und Arbeitnehmern in bestimmten Wirtschaftsbereichen (nach § 2a des Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetzes: z.B. Bau, Gebäudereinigung und Spedition) in Kraft. Beginn, Ende und Dauer der Arbeitszeit sind für diese Mitarbeiter dann täglich zu dokumentieren. Diese Dokumentation muss mindestens zwei Jahre aufbewahrt werden.

Beschäftigen Unternehmen Mitarbeiter, die in eine dieser Kategorien fallen, müssen sie also prüfen, ob bereits eine entsprechende Zeiterfassung erfolgt und die Dokumentation gegebenenfalls einführen oder anpassen. Gehören Unternehmen einem der genannten Wirtschaftsbereiche an, gilt die Aufzeichnungspflicht für alle Arbeitnehmer, also auch für diejenigen mit festem monatlichem Entgelt und fester vereinbarter Arbeitszeit.

Kommentare werden geladen....

Sie wollen diesen Beitrag kommentieren? Schreiben Sie uns hier

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 43164825 / Personalführung)