As-a-Service-Modelle sind voll im Trend Device as a Service – Neues vom Arbeitsplatz-Mietmodel

Ein Gastbeitrag von Sebastian Eberle 3 min Lesedauer

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As-a-Service-Modelle sind im Trend. Insbesondere das Device-as-a-Service-Modell (DaaS) vereinfacht die Arbeitsplatzbereitstellung und gewinnt bei IT-Entscheidern an Beliebtheit. Was gibt es Neues beim Arbeitsplatz-Mietmodell? Welche Trends und Innovationen stehen an? Sebastian Eberle von Adlon gibt Antworten.

Gastautor Sebastian Eberle, Geschäftsführer der IT-Beratung Adlon Intelligent Solutions, beleuchtet die aktuellen Entwicklungen und künftigen Möglichkeiten von DaaS. (Bild:  Adlon)
Gastautor Sebastian Eberle, Geschäftsführer der IT-Beratung Adlon Intelligent Solutions, beleuchtet die aktuellen Entwicklungen und künftigen Möglichkeiten von DaaS.
(Bild: Adlon)

Bei Device as a Service (DaaS) bezahlt ein Unternehmen ein Abo pro Mitarbeiter/Gerät. Das Abo enthält das Gerät samt Peripheriegeräten, die Gerätebereitstellung, Installation, fortlaufende Sicherheitsverwaltung und den Gerätetausch. So lagern Unternehmen den komplexen Prozess rund um die Arbeitsplatzbereitstellung aus. Wo in der Vergangenheit vor allem Firmen ohne eigene IT-Abteilung profitieren konnten, nimmt DaaS nun auch großen, international agierenden Konzernen den Druck in Sachen Fachkräftemangel, Prozesstransparenz und steigender Kosten.

Was gibt es Neues beim Arbeitsplatzmietmodell?

Device as a Service (DaaS) hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt. Unternehmen können nun nicht nur Hardware, sondern auch Software und Support-Dienstleistungen im Abonnement beziehen. Dies ermöglicht eine flexible und skalierbare IT-Infrastruktur, die sich den Bedürfnissen des Unternehmens anpasst. Gleichzeitig hat der Preisanstieg keinen Einzug in die Preismodelle der Anbieter gefunden, was die Akzeptanz und Beliebtheit gefördert hat. Die Stabilität der Fixkosten und die Transparenz bezüglich des Zustands der Geräte erleichtern die strategisch nachhaltige Steuerung der IT.

Mittlerweile drängen Hersteller, Leasinganbieter und Start-ups in den Markt der DaaS-Anbieter, oft nur mit Teilbereichen der Device-as-a-Service-Leistung. Irreführende Werbung und oberflächliche Versprechungen machen das Angebot oft undurchsichtig. Ein Faktencheck zu DaaS bringt Klarheit.

Welche Trends haben sich durchgesetzt?

Erweiterte Sicherheitsfunktionen: DaaS-Lösungen bieten von Haus aus eine Grundsicherung durch die kontinuierliche Verwaltung und Sicherung der Geräte (Modern Device Management – kurz: MDM). Einige Anbieter haben darüber hinaus Sicherheitsfunktionen wie z. B. Endpoint-Security und Datenverschlüsselung integriert. Andere sind mit integrierten XDR-Lösungen noch einen Schritt weitergegangen und bieten Security as a Service in DaaS integriert als Gesamtpaket an. Dies schützt mobile Geräte sowie sensible Unternehmensdaten und reduziert somit das Risiko von Cyberangriffen.

Hybride Modelle: Hybride DaaS-Modelle sind auf dem Vormarsch, denn kaum ein Unternehmen mietet vollumfänglich seine Arbeitsplatzausstattung. Zumeist kombinieren Unternehmen gekaufte Geräte mit geleasten und einem BYOD-Konzept, das private Geräte wie Smartphones der Mitarbeiter einschließt. Allen Geräten gemein ist ein definiertes Modern Management mit hohen Sicherheitsstandards.

Resiliente Lieferketten: Die COVID-Pandemie und der Vorfall im Suezkanal haben die Notwendigkeit robuster und flexibler Lieferketten deutlich gemacht. DaaS-Anbieter haben erkannt, dass sie einem Lieferengpass bei IT-Geräten vorbeugen müssen. Ansätze wie der Aufbau von Lagerbeständen und die Nutzung von refurbished Geräten setzen sich durch.

Self-Service durch Mitarbeiter: Weniger Verwaltungsaufwand für die einen ist für die anderen ein Mitarbeiter-Benefit: ein Bestellportal für die Arbeitsplatzkonfiguration. Mitarbeiter können mit diesen DaaS-Portalen ihre Geräte und Peripheriegeräte selbst zusammenstellen. Hinterlegte Freigabeprozesse und Flows für Kostenstellen sparen den bisherigen Verwaltungsaufwand.

Integration von Künstlicher Intelligenz (KI): KI wird zunehmend in DaaS-Modelle integriert, um die Verwaltung und Wartung der Geräte zu optimieren. KI kann beispielsweise vorausschauende Wartungen ermöglichen, indem sie potenzielle Probleme erkennt, bevor sie auftreten.

Nachhaltigkeit und Recycling: Immer mehr DaaS-Anbieter legen Wert auf Nachhaltigkeit. Dies umfasst eigene Programme zur Wiederverwendung und zum Recycling von Altgeräten, um die Umweltbelastung zu reduzieren.

Personalisierte Services: DaaS-Modelle gehen zunehmend auf die individuellen Arbeitsanforderungen der Mitarbeiter ein. Dies kann spezielle Softwarepakete oder maßgeschneiderte Hardwarelösungen umfassen. Bei der Geräte-Lieferung können Labeling und Security-Assets angebracht werden. Einige Anbieter bieten die Lieferung des digitalen Arbeitsplatzes samt Mitarbeiter-Onboarding-Paket an.

Fazit:

Die Vorteile von Device as a Service sind vielfältig und überzeugend. Unternehmen profitieren von einer flexiblen, kosteneffizienten und stets aktuellen IT-Infrastruktur. Die Trends zeigen, dass DaaS nicht nur ein vorübergehender Hype ist, sondern eine nachhaltige Lösung für die Zukunft darstellt. Unternehmen dürfen sich noch auf einige Innovationen einstellen, ohne selbst Ressourcen für Forschung und Entwicklung aufwenden zu müssen. Eine Auseinandersetzung mit DaaS lohnt sich daher für jedes Unternehmen, das wettbewerbsfähig bleiben und seine IT-Ressourcen optimal nutzen möchte.

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Über den Autor

Sebastian Eberle, General Manager beim IT-Beratungsunternehmen Adlon Intelligent Solutions GmbH.

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