In Deutschland nutzt jedes fünfte Unternehmen mehr als 20 SaaS-Anbieter. Das ergab der Global Networking Trends Report 2023 von Cisco. Dabei sind Transparenz und Vorhersagbarkeit bei Cloud und Netzwerk für deutsche IT-Entscheider besonders wichtig.
Die Multicloud bietet Flexibilität, Redundanz und die beste Nutzung von Fachkenntnissen und Ressourcen durch die Auswahl und Kombination verschiedener Cloud-Anbieter.
(Bild: MuhammadHafiz - stock.adobe.com)
Stellen Sie sich vor, Sie möchten verschiedene Aufgaben in der Cloud erledigen, aber jede Aufgabe erfordert unterschiedliche Werkzeuge. Anstatt nur einen Werkzeugkasten zu haben, entscheiden sich deshalb immer mehr Unternehmen für einen Multicloud-Ansatz. Das bedeutet, dass Sie mehrere Werkzeugkästen mit verschiedenen Werkzeugen haben, um jede Aufgabe effizient zu erledigen. Kein Wunder, denn die Workload-Bereitstellung verlagert sich immer weiter aus den Geschäftsräumen der Unternehmen hinaus. Dies zeigt auch der Global Networking Trends Report 2023 von Cisco.
Über die Studie
Der Global Networking Trends Report 2023 basiert auf einer Umfrage unter 2.577 IT-Entscheidungsträger aus 13 Ländern (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, USA, Kanada, Brasilien, Mexiko, Australien, China, Indonesien, Südkorea, Japan und Singapur). In Deutschland wurden knapp 200 IT-Experten aus Entwicklung, Cloud- und Netzwerkverwaltung befragt, insbesondere „Early Adopters“ von Cloud-Technologien.
Die Multicloud avanciert dabei immer mehr zur Norm. 92 Prozent aller Befragten gab an, dass sie mehr als einen Public-Cloud-Dienst nutzen um ihre Workloads und Prozesse zu stemmen. Die Verwendung von SaaS-Anwendungen (Software as a Service), wozu beispielsweise Office 365, Salesforce, Workday oder Zoom zählen, ist ebenso stark wachsend. 69 Prozent der Befragten gab an, dass sie mehr als fünf Dienste innerhalb des Unternehmens im Einsatz haben. Die drei größten Herausforderungen einer Multi-Cloud stellen für die IT-Entscheider dabei Sicherheit, Kosten und Komplexität dar.
Wo steht Deutschland?
Während im weltweiten Durchschnitt ein Viertel aller Unternehmen mehr als 20 unterschiedliche Software-as-a-Service-Anbieter (SaaS) nutzt, ist dies in Deutschland erst ein Fünftel. Demnach beschleunigt sich zwar der Übergang zu Cloud und Multi-Cloud, doch On-Premises bleibt weiterhin wichtig. 38 Prozent der Befragten weltweit erwarten, dass selbst in zwei Jahren die meisten Workloads vor Ort bereitgestellt werden.
Die zunehmende Bedeutung der Cloud in Deutschland zeigt sich daran, dass 78 Prozent der befragten IT-Entscheider planen, bis 2025 mehr als 40 Prozent ihrer Arbeitslasten dort zu hosten. Aktuell sind dies erst 63 Prozent der Unternehmen. Damit liegt die Cloud-Nutzung in Deutschland noch deutlich hinter ihren Potenzialen. Das zeigt sich auch in den Bereichen IT-Security und Agilität. Multiple Clouds spielen beispielsweise eine untergeordnete Rolle, wenn es um die Unternehmenssicherheit geht. Dieser Punkt wird erst an vorletzter Stelle der Gründe für den Multi-Cloud-Einsatz genannt (in Deutschland 31 %, weltweit jedoch 45 %). Zudem sind die Themen Flexibilität und Innovation für deutsche Unternehmen beim Einsatz von multiplen Clouds weniger maßgeblich als für den weltweiten Durchschnitt (in Deutschland 35 %, weltweit 40 %).
Technologische Prioritäten
Gemäß der Studie ist eine hohe Transparenz des Internet- und Cloud-Verkehrs besonders wichtig, wenn der Großteil der Benutzer- und Gerätetransaktionen außerhalb der Unternehmensgrenzen stattfindet. So ist die Gewährleistung einer End-to-End-Transparenz über die gesamte digitale Service-Bereitstellungskette ein zentrales Anliegen. Jedes zweite IT-Team in Deutschland sieht dies als eine Priorität für die nächsten zwei Jahre.
Etwas mehr als die Hälfte der Befragten (weltweit 53 %, in Deutschland 48 %) räumt im gleichen Zeitraum der Integration des Enterprise Network mit Cloud-Service-Anbietern ebenfalls Priorität ein. So soll sich die Konnektivität zu Cloud-basierten Anwendungen von allen Standorten aus verbessern. Darüber hinaus möchten Netzwerk-Teams vom reaktiven zum vorausschauenden Betrieb wechseln, um die Betriebszeit und das Leistungsniveau zu verbessern. 43 Prozent der Befragten in Deutschland planen, in den nächsten zwei Jahren vorrangig prädiktive Netzwerkanalysen einzuführen.
Security als Herausforderung und Lösung
Als größte Herausforderung gilt laut der Cisco-Studie nach wie vor die Bereitstellung eines sicheren Zugriffs auf Anwendungen, die über mehrere Clouds verteilt sind. Dies wird von 41 Prozent der NetzwerkexpertInnen (weltweit und in Deutschland) genannt. Eine besondere Bedeutung hat für die Befragten dabei der Silo-Betrieb. Für weltweit 40 Prozent von ihnen (in Deutschland 30 %) stellt er eine zentrale Hürde dar, die einem sicheren Zugriff auf mehrere Cloud-basierte Anwendungen an verteilten Standorten entgegensteht. Ein Grund: Silo-Organisationen und traditionelle Modelle für die Bereitstellung von Konnektivität können die dynamischen Sicherheitsanforderungen verteilter Anwendungen, Menschen und Dinge kaum noch erfüllen.
Sicherheit kann aber nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine Lösung sein. 49 Prozent der weltweit befragten CloudOps-Experten und 42 Prozent der NetOps-Profis geben an, dass die Sicherheit ihr wichtigstes Motiv für die Nutzung mehrerer Clouds ist. Immer mehr Unternehmen führen auch Software-Defined WAN (SD-WAN) und Cloud-Sicherheit zusammen, um eine integrierte SASE-Architektur bereitzustellen. Innerhalb der nächsten zwei Jahre erwarten 54 Prozent der Befragten in Deutschland, dass sie ihre SD-WAN-Umgebungen zu einer vollständigen SASE-Architektur ausbauen. So wollen sie ihre Zweigstellen und Remote-Clients verbinden.
Stand: 08.12.2025
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