Ausgangspunkt für digitalisierte Prozesse Der MFP als Einstieg in die digitale Welt

Von Dr. Stefan Riedl 3 min Lesedauer

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Auf der einen Seite sind es Buzzwords: Daten, Dokumente, Texterfassung, Archivierung, Automatisierung, Künstliche Intelligenz. Auf der anderen Seite sind es Themen, die selbst an jenen Büroausstattern nicht vorbeigehen, die ihren Kunden neben Multifunktionsgeräten auch Büromöbel liefern.

Die Digitalisierung verändert Arbeitsprozesse fundamental.(Bild:  tiero - stock.adobe.com)
Die Digitalisierung verändert Arbeitsprozesse fundamental.
(Bild: tiero - stock.adobe.com)

Viele Partner von Konica Minolta stammen klassisch aus dem Büroausstatter-Umfeld und bieten unter anderem auch Büromöbel an. Was technische Themen angeht, können sie nicht immer alles abdecken. Da helfen dann unter Umständen Partner aus, die tiefer in diesen Themen stecken, erklärt Jörg Hartmann, Geschäftsführer bei Konica Minolta Deutschland und Österreich. Der Manager will dabei eine bessere Vernetzung im Channel etablieren.

Automatisiertes Dokumentenmanagement

Ein MFP (Multifunction Printer) steht im Mittelpunkt der Dokumenten-Digitalisierung.(Bild:  Konica Minolta)
Ein MFP (Multifunction Printer) steht im Mittelpunkt der Dokumenten-Digitalisierung.
(Bild: Konica Minolta)

Auf der anderen Seite wachsen Partner in neue Themen hinein. So sei zu beobachten, dass viele MFPs (Multifunktions-Printer) als Türöffner für weitere Bereiche nutzen und sich gegebenenfalls einarbeiten. „Ein MFP ist immer auch ein Anfangspunkt für digitale Prozesse wie die Themen KI-Nutzung“, so der Manager. „Beispielsweise wenn es darum geht, via OCR Texte und Dokumente zu erkennen und dann automatisiert abzulegen.“ Vor diesem Hintergrund sei die Strategie „Mehrwert durch Daten“ im KI-Zeitalter aktueller denn je. Es geht aber nicht nur um Daten, sondern auch um die Qualität derselben, so Hartmann.

Software gewinnt an Bedeutung

So gewinnen Anwendungen seit geraumer Zeit im Konica-Minolta-Konzern an Bedeutung. In seinem Verantwortungsbereich betrifft dies drei Segmente: „Office, Industrial und Professional Printing (IP/PP) sowie unsere IT-Service-Sparte.“

Ein MFP ist immer auch ein Anfangspunkt für digitale Prozesse und das Thema KI-Nutzung.

Jörg Hartmann, Geschäftsführer, Konica Minolta Business Solutions Deutschland und Österreich

Office Sparte

Was den Office-Bereich angeht, entwickelt Konica Minolta die hauseigene Workplace-Pure-Lösung kontinuierlich weiter. Dabei geht es vor allem um Secure Print und Scanning sowie zusätzliche Apps wie Fax in der Cloud, Übersetzungsfunktionen und Archivierungsl​ösungen für die mannigfaltig anfallenden Dokumente im Geschäftsverkehr.

Industrial und Professional Printing

Im Umfeld von IP/PP spielen Software-Innovationen laut Hartmann insbesondere bei Workflow-Lösungen hinein. So werden Produktivsysteme zunehmend vernetzt und mit übergeordneten Dashboards für Übersichtlichkeit gesorgt. „Die Workflows in der Druckbranche professionalisieren sich enorm. Wenn Sie heutzutage einen Flyer oder eine Visitenkarte über ein Online-Portal gestalten und in Auftrag geben, wird dies besonders deutlich – vom Dokumenten-Upload über den Druckprozess bis hin zum Versand an den Kunden.“

IT-Services

(Bild:  Konica Minolta)
(Bild: Konica Minolta)

„Was unsere IT-Services-Sparte angeht, verfügen wir nun über Zertifizierungen in allen sechs möglichen Microsoft-Designations – zuletzt haben wir uns auch für Security qualifiziert“, sagt der Manager. Ferner spielen im Konica-Minolta-Business Branchenlösungen im Segment Business Central – also wenn man so will, der Cloud-Implementierung von Navision – eine zunehmend wichtige Rolle.

Lieferengpässe sind überwunden

Die Lieferkrise sei aus Sicht von Konica Minolta vorbei, resümiert der Manager. Insbesondere die Knappheit bei Tonern führte in jüngerer Vergangenheit zu Engpässen. Doch es rumpelt merklich in der Wirtschaft, speziell was den Industriestandort in Deutschland angeht, der als einziges großes europäisches Land Negativwachstum zu verzeichnen hat.

Wirtschaftliche Bremswirkung in Deutschland

Im Konica-Minolta-Channel merkt man die eingetrübte Stimmung dahingehend, dass Projekte vielleicht nicht gleich gestrichen werden, es sei denn, der Kunde ist insolvent, aber zumindest die Entscheidungen darüber werden vermehrt verschoben.

Das Thema Bürokratie, insbesondere Reportingpflichten zum Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz und das CSRD-­Reporting, „treffen auch uns“, so Hartmann. Zwar agiere man als globaler Konzern mit entsprechenden Ressourcen, aber auf der anderen Seite auch als lokal angesiedelte GmbH, die das erst mal alles wie gefordert umsetzen muss.

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