Ex-Cobion-Chef Jörg Lamprecht mit neuem Start-up Der Kasseler Hersteller Aibotix bringt die IT zum Fliegen

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Michael Hase / Michael Hase

Der einstige Gründer des Security-Anbieters Cobion, Jörg Lamprecht, stellt mit seinem neuen Unternehmen Aibotix so genannte Kopter her. Dabei handelt es sich weniger um klassische Fluggeräte als um fliegende IT-Systeme. Im Vertrieb setzt das Kasseler Start-up konsequent auf Partner.

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Jörg Lamprecht (M.) leitet Aibotix gemeinsam mit Uwe Chalas (li.) und Carsten Werner.
Jörg Lamprecht (M.) leitet Aibotix gemeinsam mit Uwe Chalas (li.) und Carsten Werner.

Angestellter Manager zu sein ist für Jörg Lamprecht allenfalls eine Zwischenlösung. Eine Zeitlang arbeitete der Gründer und langjährige Chef des Kasseler Security-Spezialisten Cobion tatsächlich in einer solchen Position. Doch als sich 2006 die Übernahme des Anbieters Internet Security Systems, der zuvor Cobion gekauft hatte, durch IBM abzeichnete, war für den überzeugten Unternehmer erneut die Zeit für etwas Eigenes gekommen.

Inzwischen ist Lamprecht bei Firma Nummer vier angelangt: Gemeinsam mit zwei ehemaligen Cobion-Mitstreitern, Uwe Chalas und Carsten Werner, gründete er im Dezember 2010 in Kassel das Start-up Aibotix. Es stellt so genannte Kopter her.

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Kein Wechsel der Branche

Wenn man die Fluggeräte sieht, drängt sich die Frage auf, ob der Hobby-Pilot die Branche gewechselt habe. „Durch die Propeller dürfen Sie sich nicht täuschen lassen“, stellt der Geschäftsführer aber sofort klar. „Was wir machen, ist zu 100 Prozent IT.“

Tatsächlich handelt es sich bei den Hexakoptern aus Nordhessen um fliegende High-Tech-Systeme. Nicht nur, dass sie mit einem Tablet-PC gesteuert werden – die Fluggeräte bewegen sich in die Richtung, in die man das Tablet dreht. Sie verfügen auch über intelligente Funktionen zur Erkennung von Hindernissen oder zur autonomen Objektverfolgung. Mit Hilfe des Autopiloten legen die Kopter eine Flugroute, die zuvor über Google Maps festgelegt wurde, eigenständig zurück. Für Spezialaufgaben können sie individuell programmiert werden. Der Name Aibotix leitet sich von Artificial Intelligence (AI) und Robotics her.

Eingesetzt werden die Systeme zur Inspektion, zur Vermessung sowie zur Produktion von Foto- und Filmaufnahmen. Beispielsweise lassen sich damit Windkraftanlagen, Solarparks, Brücken oder Überlandleitungen auf Schäden überprüfen. Außerdem können Luftaufnahmen zur Erstellung von Karten oder 3D-Modellen verwendet werden. Abhängig vom jeweiligen Einsatzzweck gehen die 2,2 Kilogramm leichten Drohnen mit Foto-, Video- oder Wärmebildkameras in die Höhe. Sie können aber auch mit Sensoren, etwa zur Luftdruck- oder Emissionsmessung, ausgestattet werden.

Erfahren Sie mehr darüber, warum Aibotix im Vertrieb auf Partner setzt.

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