Auf dem Rising-EMEA-Event des ERP-Spezialisten Workday hat Group Vice President DACH Christopher Knörr eine Ausweitung der Channel-Aktivitäten für das kommende Jahr angekündigt. Was genau das bedeutet, erklärte er vor Ort gegenüber IT-Business.
Christopher Knörr, Group Vice President DACH bei Workday
(Bild: Workday)
Die Künstliche Intelligenz war das beherrschende Thema der Rising-EMEA-Konferenz von Workday in Barcelona mit seinen rund 4.000 Teilnehmern. Im Convention Center gab der Group Vice President DACH Christopher Knörr gegenüber IT-Business aber auch Einblick in seine Prognosen und Vorhaben für das Channel-Business im kommenden Jahr.
Klar sei, dass man den Kunden weiterhin „erstklassige Services und Fachexpertise an die Hand geben“ wolle, wofür man mit einer Reihe von Partnern aus verschiedenen Fachbereichen und Branchen wie Services, Sales, Software/Payroll und Innovation zusammenarbeite. Das Partnerprogramm dafür ist vergleichsweise sehr differenziert strukturiert, was Knörr nicht als Nachteil sieht, im Gegenteil: „Differenziert strukturiert muss nicht gleich kompliziert bedeuten. Workday legt viel Wert auf eine hohe Kundenzufriedenheit. Wer bereits mit uns arbeitet, der weiß, dass es keinen ‚One fits all‘-Ansatz gibt. Die Herausforderungen der Kundenprojekte – die sich je nach Reifegrad, nach Branchenzugehörigkeit, aber auch Unternehmensgröße und Wachstumsziele unterscheiden – sind nie gleich gelagert und dem werden wir durch ein breit aufgestelltes Partnernetzwerk gerecht.“
Dieses besteht in der DACH-Region nicht zuletzt aus „selektiv ausgewählten“ Implementierungspartnern wie Accenture, Alight, Capgemini, Cognizant, Deloitte, IBM, Kainos, Mercer, MHP und PwC. Sie erhalten die gleichen Trainings und Zertifizierungen wie die Workday-eigenen Experten. „So gewährleisten wir, dass unsere ‚Markenidentität‘ auch über unsere Partner zum Kunden transportiert wird“, erläuterte der Geschäftsführer.
Investitionen in das Partnernetzwerk
Des Weiteren fokussiere sich Workday auf einzelne Industrien – dafür gibt es extra Industry Accelerators, namentlich sind das aktuell Accenture, Deloitte, KPMG und PwC. Diese unterstützen Unternehmen aus dem Banken-, Gesundheits-, Versicherungs- und Technologiesektor. „Der Vorteil für unsere Workday-Kunden: Sie profitieren von der Branchenexpertise unserer Partner, was ihnen dabei hilft, noch mehr Innovationen und maßgeschneiderte Lösungen für die Transformation von Finanz-, HR- und Planungsabläufen zu entwickeln. Darüber hinaus spielen Vertriebspartnerschaften eine immer größere Rolle, hier wird es weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit geben“, kündigte Knörr an.
Das Programm wird im kommenden Jahr also weiter ausgebaut, konkret soll in das Partnernetzwerk, in die Beraterteams sowie Erweiterung der Leistungen investiert werden. Knörr: „Workday konzentriert sich dabei auf die Ausweitung strategischer Bewegungen mit Partnern über Segmente, Branchen und Regionen hinweg.“ Beispielsweise tätige Workday dafür weitere Investitionen in die Fachexpertise und Kapazitäten durch Schulungen – bis 2026 soll so die Beratungskapazität verdoppelt werden.
Vier konkrete Vorhaben für 2024
Für das neue Jahr plant Knörr nach eigenen Angaben „viel“. Er nennt konkret vier Bereiche, in denen es Ergänzungen geben soll – auf globaler, europäischer, aber auch auf regionaler Ebene:
Zum einen sei man nun ja auch Anbieten generativer KI-Funktionen, der neue Workday AI Marketplace führe die besten KI-Lösungen von Workday und von Drittanbietern zusammen und helfe so Kunden, zertifizierte KI- und ML-Partnerlösungen zu finden und einzusetzen.
Zum anderen sollen existierende Partnerschaften erweitert werden. „Bereits Ende 2023 haben wir die erweiterten Partnerschaften mit ADP und Alight angekündigt, die 2024 noch stärker zum Tragen kommen“, prognostiziert Knörr. Die Partnerschaft mit ADP ziele darauf ab, die Komplexität von HR und Gehaltsabrechnung zu verringern. In die Partnerschaft mit Alight werde insbesondere im Bereich Human Capital Management und Gehaltsabrechnung durch die Bereitstellung einer standardisierten, globalen Lösung für komplexes Workforce Management investiert. Der erste Rollout soll in sechs europäischen Schlüsselregionen, namentlich sind das Benelux, Deutschland, Italien, Skandinavien, Spanien und die Schweiz – durchgeführt werden.
Darüber hinaus strebe Workday Co-Innovation mit Partnern an. „Systemintegrationspartner haben unsere Kunden bei der Einführung von Workday hervorragend unterstützt, aber wir können noch mehr tun, um gemeinsam mit ihnen zu innovieren“, so Knörr. Es gehe darum, Möglichkeiten in der Branche zu erweitern, zu skalieren und eine Präferenz für Workday zu schaffen.
Stand: 08.12.2025
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Und schließlich offeriere man durch Partner Zusatzangebote für kleinere und mittelständische Unternehmen. Neben den hauseigenen Offerten „Workday Launch“ und „Workday Launch Express“ soll auf Länderebene, u.a. in der DACH-Region, das neue Angebot „Spark&Grow“ mit Kainos etabliert werden. Dieses soll es Unternehmen ermöglichen, in weniger als vier Wochen mit der Workday-Technologie in Betrieb zu gehen und dabei „Managed Services“ von Kainos in Anspruch zu nehmen.
Hauptsache Workday-Knowhow
„So unterstützen wir unsere Kunden auch 2024 bei der Digitalen Transformation in den Bereichen Personal- und Finanzwesen, der Produktauswahl, dem Change Management, bei der Implementierung der Lösung oder Einführung neuer Workday-Funktionalitäten sowie bei der Integration von Workday mit anderen Softwarelösungen. Unsere Partner verfügen über tiefes Workday-Knowhow sowie branchenspezifisches Fachwissen“, so der Group Vice President DACH bei Workday abschließend.
„Unsere Partnerschaften sind geprägt von der großen Leidenschaft und das gemeinsame Engagement, Kunden auf dem Weg in die ‚Zukunft der Arbeit‘ zu unterstützen. Die Zusammenarbeit zeichnet sich durch eine hohe Servicequalität aus, wie sie bei Workday selbst gelebt wird.“