Komplettpaket für den Ernstfall Das Geschäft mit der begründeten Ransomware-Angst

Von Dr. Stefan Riedl 3 min Lesedauer

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Ransomware ist fies. Der Schadcode nimmt sich Dateien, verschlüsselt diese, benennt sie dabei um und löscht dann die Ursprungsdatei. Anbieter versuchen sich an so etwas wie Rundum-Sorglos-­Paketen. Bei Veeam spielen SWAT-Teams, „schwarze Gürtel“, IT-Architekturplanung und bis zu fünf Millionen US-Dollar versicherte Kosten für die Datenwiederherstellung rein.

Wenn Ransomware zuschlägt, rinnt der Angstschweiß.(Bild:  jamdesign - stock.adobe.com)
Wenn Ransomware zuschlägt, rinnt der Angstschweiß.
(Bild: jamdesign - stock.adobe.com)

Wer die Datensicherung vernachlässigt, bekommt schon mal zu hören: „Kein Backup – kein Mitleid!“ Die Frage ist in Zeiten von omnipräsenten Ransomware-Angriffen daher keine Frage des Budgets, schon gar keine des „ob“, sondern nur noch des „wie“.

Veeam versucht ein Rundum-Sorglos-Paket auf die Beine zu stellen, wobei es ohne Sorgen im Ransomware-Kontext nicht geht.

Versicherung und Support

Das „Veeam Cyber Secure Program“ gibt Systemhäusern und Resellern ein Paket an die Hand, bei dem Experten von Veeam eingebunden werden, um Vorbereitung, Schutz und Wiederherstellung rund um Ransomware zu gewährleisten. Auch so eine Art Versicherungsschutz, der die vom Unternehmen geleisteten Vorsorgemaßnahmen einpreist, ist im Paket enthalten. So wird schon im Vorfeld eines Angriffs die Architekturplanung einbezogen, genauso wie Support bei der Implementierung. Zudem sind vierteljährliche Sicherheits­bewertungen vorgesehen.

Wir wissen, dass 76 Prozent der Unternehmen in den letzten zwölf Monaten mindestens einmal angegriffen wurden.

John Jester, Chief Revenue Officer, Veeam

Der Fall der Fälle

Im Falle eines Angriffs – also dann, wenn es schnell gehen muss und Panik fehl am Platz ist – werden die Kunden mit einem spezialisierten Ransomware-Response-Team von Veeam verbunden, das weiß, was zu tun ist. So geht es nach dem „Redscreen-Vorfall“ um die schnelle Wiederherstellung von Daten und der Produktivsysteme.

John Jester, Chief Revenue Officer, Veeam(Bild:  Veeam)
John Jester, Chief Revenue Officer, Veeam
(Bild: Veeam)

76 Prozent der Unternehmen wurden in den letzten 12 Monaten mindestens einmal angegriffen, weiß man bei Veeam aus eigenen Erhebungen. 26 Prozent davon gaben an, mindestens viermal in der Jahresfrist angegriffen worden zu sein. Disaster Recovery, also die Wiederherstellung laufender Systeme auf Basis bestehender Daten, ist in solchen Fällen nach wie vor ein großes Problem. Nur 13 Prozent der Befragten glauben, dass sie ihre Systeme im Fall der Fälle erfolgreich wiederherstellen können, erläutert John Jester, Chief Revenue Officer von Veeam. Freilich ist das auch aus Sicht des Umsatzpotenzials ein Riesenmarkt.

Schwarze Gürtel im SWAT-Team

Das Cyber Secure Program basiert auf Best Practices aus dem Veeam-Portfolio und ist auf eine möglichst kurze Zeitspanne zwischen Vorfall und Wiederherstellung ausgelegt. Es umfasst Disaster-Recovery-Dienste wie erweitertes Onboarding, Design- und Implementierungsunterstützung sowie vierteljährliche Statusprüfungen. Während eines Cyber-Vorfalls haben Kunden Zugang zu einem dedizierten Support Account Manager und einem Ransomware Response Team mit 30-­minütigen Service Level Agreements (SLAs). Das Wording und Branding ist offensichtlich bewusst auf Action-Assoziationen ausgelegt. Von einem „SWAT-Team“ ist die Rede, welches aus sogenannten ­„Ransomware Recovery Black Belts“ besteht, die innerhalb der Halbstundenfrist reagieren. Den Kunden steht ein dedi­zierter Support Account Manager (SAM) für Unterstützung zur Verfügung. Darüber hinaus haben die Kunden Zugang zu spezialisierten Senior Support Engineers, die fundiertes Produktwissen mit wichtigen Erkenntnissen aus erfolgreichen Unternehmensimplementierungen kombinieren.

Kein Backup – kein Mitleid!

Letzten Endes werden vor allem saubere Backups entscheidend sein. Dass man sich im Notfall darauf verlassen kann, will man im Rahmen des Programms dadurch gewährleisten, dass bereits in der IT-­Architekturplanung angesetzt wird. Das Sahnehäubchen soll die „Veeam Ransomware Recovery Warranty“ bilden – eine inkludierte Versicherungsleistung, die bis zu fünf Millionen US-Dollar Kostenerstattung für die Datenwiederherstellung im Falle eines verifizierten Angriffs abdeckt.

Wertschöpfung, die man gerne abgibt

Im Channel wird es zwar grundsätzlich kritisch beäugt, wenn Wertschöpfung – ­also zu erbringende Dienstleistungen – aus dem eigenen Tätigkeitsbereich hin zum Hersteller wandert, doch im Ransomware-Kontext dürfte die Abwägung eine andere sein. Die Abwicklung einer Krisensituation in die Hände eines spezialisierten „SWAT-Teams“ mit „schwarzem Gürtel in IT-Verteidigung“ abgeben zu können, dürfte eher verlockend als ­abschreckend sein.

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