Kubermatic Container-Rangieren für große Cluster

Von Alexander Siegert 3 min Lesedauer

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Sebastian Scheele von Kubermatic gab auf der Hannover Messe Auskunft über die Herausforderungen beim Arbeiten mit komplexen Clustern. Auch die schwierige Situation mit den neuen VMware-Lizenzen lässt sich durch Containerisierung entschärfen.

Container-Management mit Kubernetes eignet sich auch für die Verwaltung großer Cluster.(Bild:  Copilot/ KI-generiert)
Container-Management mit Kubernetes eignet sich auch für die Verwaltung großer Cluster.
(Bild: Copilot/ KI-generiert)

Die wachsende Komplexität treibt vielen Unternehmen den Schweiß auf die Stirn. Sie müssen immer mehr Software bei gleichbleibendem Personal betreiben. Bei dem anhaltenden Fachkräftemangel in der IT wird diese Aufgabe nicht leichter. In letzter Zeit lässt sich ein Trend in Richtung Containerisierung mithilfe von Open Source Kubernetes-Produkten beobachten.

Der Hamburger Anbieter für Kubernetes-Management-Lösungen Kubermatic hat sich zum Ziel gesetzt, eine standardisierte Plattform zu bieten, um Kubernetes und Cloud Native Workloads sowohl in der Cloud als auch im eigenen Datacenter bis zur Edge zu betreiben. Mit der Kubermatic Kubernetes Platform sollen verschiedenste Cluster verwaltet werden: „Wir wollen dem Kunden helfen, möglichst effizient und skalierend hunderte oder tausende Cluster zu managen“, erklärt Kubermatic-CEO Sebastian Scheele.

„Kubermatic ist von Grund auf multi-tenancy-fähig“, betont Scheele die Vorzüge seiner Plattform. Kubermatic hat mit KubeLB ein Werkzeug entwickelt, das speziell für Kubernetes-Umgebungen in Multi-Cloud- und On-Premise-Szenarien konzipiert ist, um Lastausgleichsprobleme zu lösen. Diese Lösung adressiert insbesondere die Anforderungen von Anbietern von Multi-Tenant-Services. Die zentralisierte Architektur von KubeLB basiert auf SDN-Prinzipien und ermöglicht eine flexible Skalierung der Lastverteilungsdienste über Rechenzentren und Cloud-Standorte hinweg. So sollen Skalierungseffekte entstehen und Ausfallzeiten reduziert werden.

„Mit Containern bin ich eben agnostisch unterwegs.“ Kubermatic-CEO Sebastian Scheele(Bild:  Vogel IT-Medien)
„Mit Containern bin ich eben agnostisch unterwegs.“ Kubermatic-CEO Sebastian Scheele
(Bild: Vogel IT-Medien)

KubeLB besteht aus zwei Kernkomponenten: dem Consumer Cluster Manager (CCM) und dem zentralen Manager. Der CCM in den Nutzer-Clustern leitet Änderungen an Services und Nodes an den zentralen Manager weiter. Dieser passt die Lastausgleichskonfiguration entsprechend an. Die Lösung ermöglicht echte Multi-Tenant-Isolation durch die Bereitstellung mehrerer Load Balancer pro Tenant. Dadurch bleiben Zugriffe und Datenverkehr strikt voneinander getrennt, und Ressourcenkonflikte werden vermieden.

Die Übernahme von VMware durch Broadcom hat für reichlich Unruhe gesorgt, insbesondere wegen der jüngsten Änderungen bei Lizenzen und Produkten. Die Suche nach Alternativen hat begonnen, denn Preiserhöhungen und die eingeschränkte Produktpalette haben dazu geführt, dass Kunden ihre Software-Assets anderswo unterbringen möchten. Laut Scheele gibt es hier Möglichkeiten, denn für bestimmte Workloads können Container eine Alternative zu VMs sein: „Man sollte analysieren, wo man mit seiner Landschaft steht und was man in Container packen kann. So kann ich meinen Footprint mit VMware erheblich reduzieren und meine Lizenzkosten verringern.“ Es ist immer ungünstig, sich in die Abhängigkeit eines einzigen Herstellers zu begeben und sich kommerzielle Handschellen anzulegen. Wird eine Migration zu einem Mitbewerber zu aufwendig oder zu teuer, steckt man in der Falle und muss neue Lizenzbedingungen zähneknirschend akzeptieren. Eine Cloud-Native-Strategie und die Migration zu Open-Source-Produkten bieten viele Vorteile, um die bestehende Infrastruktur optimal zu nutzen. Eine Kubernetes-Management-Plattform kann Unternehmen dabei helfen, sich von einem diktierten Ökosystem mit Anbieterbindung zu lösen und eine zukunftssichere Ausrichtung ihrer Infrastruktur zu gewährleisten. Weiterhin kann Kubernetes Provider-unabhängig betrieben werden. Auch das schafft weiteren Freiraum und es ist daher keine Überraschung, dass Kubernetes inzwischen zu einem wesentlichen Bestandteil der Infrastrukturstrategie vieler Organisationen geworden ist.

Vertrieben werden die Kubermatic-Lösungen neben dem direkten Geschäft unter anderem durch Partner wie die SVA, die die Produkte in größere Lösungen implementieren und bei Kunden platzieren. Dieser Kurs soll laut Scheele fortgesetzt werden: „Auf dem Channel liegt ein großes Augenmerk und wir sind aktiv dabei, das Geschäft auszubauen.“

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