IT-Trends 2025 CompTIA: IT-Channel blickt optimistisch ins neue Jahr

Von Heidi Schuster 3 min Lesedauer

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IT-Experten und IT-Channel-Unternehmen sind gleichermaßen optimistisch, was ihre Aussichten für das Jahr 2025 betrifft, so der IT Industry Outlook 2025, den CompTIA, ein gemeinnütziger Verband und Fürsprecher der IT-Industrie und IT-Fachkräfte, jetzt herausgegeben hat.

Der Optimismus überwiegt gegenüber Sorgen und Unsicherheit. Der Ausblick für 2025 lässt hoffen.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Der Optimismus überwiegt gegenüber Sorgen und Unsicherheit. Der Ausblick für 2025 lässt hoffen.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Der jährlich erscheinende globale Bericht „IT Industry Outlook 2025“ von CompTIA untersucht zehn Trends, die die IT-Branche und die Menschen, die in der Technologiebranche arbeiten, im kommenden Jahr prägen werden, und enthält Einschätzungen von IT-Fachleuten und Channel-Unternehmen.

10 Trends für 2025

  • 2. Unternehmen beginnen, die Kosten von KI zu berechnen
  • 3. Technologieanbieter gehen neue Wege, um Kunden den ROI zu beweisen
  • 4. Der Wert von Partnerschaften steigt mit der Erweiterung des Channel-Ökosystems
  • 5. Maßgeschneiderte Plattformen rücken in den Mittelpunkt der Softwareentwicklung
  • 6. Cybersicherheitsrisiken führen erneut zu Forderungen nach strengeren MSP-Kontrollen
  • 7. Bildung von Datenteams ermöglicht Analyse und KI
  • 8. Kompetenzbasierte Bewerberbeurteilung fördert HR-Innovationen
  • 9. KMU setzen auf Mitarbeiterentwicklung, um Wettbewerbsvorteile zu erreichen
  • 10. Weitreichende globale Probleme beeinflussen die Entscheidungen in der IT-Branche

Die CompTIA-Studie zeigt, dass 78 Prozent der IT-Fachkräfte ihre Karrierechancen im Jahr 2025 optimistisch einschätzen.

„Die Nachfrage nach technischem Knowhow bleibt in allen Branchen hoch, und technische Berufe eignen sich gut für flexible Arbeitsmodelle“, so Seth Robinson, Vice President Industry Research bei CompTIA. „IT-Fachkräfte haben enorme Möglichkeiten, ihre Unternehmen bei der Beschleunigung der Digitalen Transformation zu unterstützen.“

IT-Fachkräfte sind besorgt über die zunehmenden Gefahren durch Cyberkriminalität, müssen mit weniger Budget mehr erreichen, und befürchten, dass Unternehmen IT-Aufgaben auslagern. Diesen Faktoren steht ein Optimismus gegenüber, der sich aus mehreren Quellen speist. Zu diesen Quellen gehören die hohe Nachfrage nach technischen Fertigkeiten, die Wahrnehmung, dass Technologie der Gesellschaft nützt, und die Chance durch IT, eine gute Work-Life-Balance zu erreichen.

Auch für das Jahr 2025 sind 75 Prozent der im IT-Channel Beschäftigten optimistisch

„Der IT-Channel und das breitere Ökosystem der Technologieunternehmen spielen eine entscheidende Rolle bei der Stärkung der digitalen Wirtschaft“, sagt Carolyn April, Vice President of Industry Research bei CompTIA. „Die Branche wird sich weiterentwickeln, da eine neue Dynamik zwischen Anbietern, Händlern und Lösungsanbietern entsteht.“

Channel-Unternehmen sind optimistisch, dass sie neue Kundensegmente erschließen und ihre internen Abläufe sowie ihre Vertriebs- und Marketingaktivitäten verbessern können. Negativ ins Gewicht fallen Bedenken hinsichtlich sinkender Technologieausgaben der Kunden, schrumpfende Gewinnmargen sowie Kosten und Verfügbarkeit von Arbeitskräften.

Sowohl Channel-Unternehmen als auch IT-Fachleute werden sich in einem Umfeld bewegen, in dem IT-Investitionen genau darauf überprüft werden, ob die gewünschten Ergebnisse erzielt werden. Eine Schlüsselkompetenz für IT-Fachkräfte im Jahr 2025 wird denn auch darin liegen, den Nutzen von IT-Investitionen verständlich zu kommunizieren.

Weitere wichtige Ergebnisse des Berichts:

  • Im deutschsprachigen Raum gibt es in jedem Bereich Qualifikationslücken bei IT-Fachkräften, den größten Schulungsbedarf sehen KMUs aus der DACH-Region in Disziplinen wie Cybersicherheit (39 %), IT-Support (37 %) und Infrastruktur (36 %).
  • Während die meisten Unternehmen im neuen Jahr einen maßvolleren Umgang mit Technologie bei der Bewältigung von KI-Herausforderungen wählen, wollen weltweit 26 Prozent der kleinen und 30 Prozent der großen Unternehmen eine offensiveren Ansatz verfolgen. Im deutschsprachigen Raum ist ein viel vorsichtigeres Vorgehen angesagt. Hier favorisieren lediglich 11 Prozent eine forcierte Einführung von Technologie.
  • Höhere Effizienz bei der Automatisierung von Prozessen und Arbeitsabläufen wird als wichtigster Vorteil von KI gesehen, auch wenn Bedenken hinsichtlich Cybersicherheit, Datenschutz und Kosten fortbestehen.
  • Die größten Herausforderungen bei der KI-Einführung sehen Unternehmen im deutschsprachigen Raum bei Cybersicherheits- und Privacy-Bedenken (31 %), dem Definieren der Anwendungsfälle (29 %) und der Arbeitsverteilung zwischen Mensch und KI (29 %). An vierter Stelle rangieren unzureichende technische Qualifikationen (25 %).
  • Channel-Unternehmen nennen als Hauptgründe für die Technologiebegeisterung der Kunden, das Potenzial von KI, Innovationen zu ermöglichen und Prozesse zu optimieren, sowie die Kosteneinsparungen, die sie generell mit IT in Verbindung bringen.
  • 90 Prozent der Channel-Unternehmen arbeiten mit Partnern zusammen, um die zunehmende Komplexität der Technologie zu bewältigen, und 81 Prozent berichten, dass sich diese Beziehungen positiv entwickelt haben.
  • Die Personalplanung bleibt stabil, wobei 39 Prozent der Unternehmen davon ausgehen, dass sie 2025 neue Mitarbeiter einstellen werden, gegenüber 41 Prozent im Jahr 2024.
  • 66 Prozent der Unternehmen beabsichtigen, ihre Mitarbeiter zu schulen, um Qualifikationslücken bei Cybersicherheit, Software, Daten und anderen IT-Disziplinen zu schließen. Dies entspricht einem Anstieg gegenüber 59 Prozent im Jahr 2024.

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