Weltweit verzeichnen öffentliche wie private Unternehmen eine zunehmende Akzeptanz von Cloud-Diensten. Die lange rückständige Datenverwaltung ist inzwischen integraler Bestandteil des allgemeinen Trends. Dennoch ist das Datenmanagement immer noch eine große Herausforderung für Unternehmen.
Die Entwicklung von Plattformen und Anwendungen, die von Grund auf für die Cloud optimiert sind und deren Verbrauchs- und Abrechnungsmodelle berücksichtigen, hat viele Vorteile.
(Bild: Bo Dean - stock.adobe.com)
Früher waren Unternehmen zögerlich, ihre Daten Dritten anzuvertrauen, doch diese Zurückhaltung ist auf dem Rückzug. Aktuell befinden sich bereits 52 Prozent der Daten von Unternehmen bei Cloud-Speicheranbietern, und dieser Anteil wird voraussichtlich im laufenden Jahr noch um weitere zehn Prozent zunehmen. Zusätzlich erwägen 50 Prozent der Unternehmen, ihre sensiblen Daten in die Cloud zu verlagern.
Der Trend geht aktuell hin zu Multi-Cloud-Konzepten, bei denen Unternehmen verschiedene Anbieter nutzen. Insbesondere große Unternehmen verfolgen diese Strategie und arbeiten mit durchschnittlich drei Anbietern zusammen, um Abhängigkeiten von Providern zu minimieren. Bemerkenswert ist zudem, dass 63 Prozent der Unternehmen mindestens 25 Prozent ihrer Workloads in Public Clouds hosten. Das entspricht einer Steigerung um zehn Prozent innerhalb von drei Jahren.
Gründe für die Cloud-Migration
Die Beweggründe für die Migration in die Cloud sind im Wesentlichen die gleichen, die der Cloud im Lauf der Zeit zum Erfolg verholfen haben: gesteigerte Agilität, betriebliche Effizienz, Ausfallsicherheit und vermeintliche Kostensenkungen. Doch die Integration von (Multi-)Cloud-Systemen in die eigene Unternehmens-IT-Strategie wird zunehmend komplizierter.
Die Vorteile der Agilität treffen auf eine zunehmende Komplexität, die durch den Mangel an qualifizierten Mitarbeitern verschärft wird. Tatsächlich berichten 45 Prozent der CIOs, dass diese Komplexität sich negativ auf die Rendite auswirkt. Denn die bestehenden Tools zur Erstellung und Pflege hybrider oder Multi-Cloud-Infrastrukturen sind weiterhin schwer zugänglich und schwierig zu managen.
Bemühungen um betriebliche Effizienz stoßen auf technische Herausforderungen bezüglich Sichtbarkeit und Überwachung von Cloud-Daten. 58 Prozent der Unternehmen geben an, dass sie lediglich einen begrenzten Überblick über ihre Daten haben, sobald diese ihre lokalen Umgebungen verlassen. Dieser Umstand erhöht die betriebliche Komplexität zusätzlich und verstärkt den notwendigen Aspekt zur Risikobetrachtung.
Stolpersteine bei Cloud-nativen Zusatzdiensten
Unternehmen wählen Cloud-Service-Provider (CSPs) oft aufgrund von Faktoren wie Nutzerfreundlichkeit, Flexibilität und Wirtschaftlichkeit. Dabei setzen Unternehmen oft darauf, dass CSPs nativ alle Aspekte wie Sicherheit, Backup und Wiederherstellung zentral und reibungslos abdecken und abwickeln. Dennoch gerät die Public Cloud trotz ihrer vielen Vorzüge beim Datenmanagement oft an ihre Grenzen.
Die wachsende Komplexität von Multi-Cloud-Umgebungen ist ein Beleg dafür, wie viele Unternehmen auf die Standard-Zusatzdienste der CSPs für Datensicherheit, Backup und Wiederherstellung setzen. Allerdings können diese Services trügerische Sicherheit vermitteln, da sie keine umfassende Transparenz und Kontrolle über den gesamten Datenbestand und die Anwendungen über die Grenzen der CSPs hinaus oder teilweise einzelner Services eines Cloud-Anbieters bieten, ebenso wenig wie kontinuierlichen Datenschutz. Zudem nehmen Ransomware-Angriffe stetig zu, während es den von CSPs bereitgestellten Tools vielfach an der notwendigen Widerstandsfähigkeit, an Funktionen zur unveränderlichen Datenspeicherung, sowie zuverlässiger Disaster Recovery mangelt.
Viele Unternehmen haben dieses Risiko erkannt und können daher Gegenmaßnahmen ergreifen. Über die Hälfte der befragten Unternehmen (60 %) gibt an, dass sie sich der bestehenden Sicherheitslücken bewusst sind. Fast die Hälfte – 49 Prozent – sieht ihr Unternehmen durch Ransomware-Angriffe bedroht. Trotzdem nutzen fast die Hälfte der Unternehmen weiterhin voreingestellte Konfigurationen anstatt individuell anpassbarer Cloud-nativer Tools, die einen sogenannten Air-Gap der Daten ermöglichen. Die Gefahr: Standard-Einstellungen bieten meist keinen ausreichenden Schutz und verschärfen sogar das Sicherheitsrisiko.
Doch auch Cloud-native Tools bewirken nicht sofort, was sich viele User von ihnen versprechen. Obwohl sie anfänglich einfache Implementierung und vermeintlich niedrige Kosten versprechen, bergen sie langfristig ein gefährliches und möglicherweise kostspieliges Risiko. Solange die Unternehmen ihre Abhängigkeit von mehreren inkompatiblen CSP-Tools nicht überdenken, haben sie nur einen begrenzten Einblick in die Widerstandsfähigkeit ihrer Geschäftsprozesse. Das macht sie anfälliger für Ransomware-Angriffe, potenzielle Daten- und Finanzverluste, Ausfallzeiten, Image-Schäden, sowie Compliance-Probleme. In puncto Kostenkontrolle ist die Erfolgsbilanz durchwachsen: 93 Prozent der Unternehmen geben zu, dass sie am Ende mehr ausgeben als ursprünglich geplant, im Durchschnitt sogar 42 Prozent mehr.
Stand: 08.12.2025
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Die Faktoren für Erfolg
Um die derzeitigen Herausforderungen rund um das Datenmanagement in der Cloud zu meistern, ist es entscheidend, auf nativ optimierte Lösungen zu setzen und eine umfassende Automatisierung – sowohl für Plattformen als auch für Tools zur Verwaltung und Handhabbarkeit – zu implementieren. Die Entwicklung von Plattformen und Anwendungen, die von Grund auf für die Cloud optimiert sind und deren Verbrauchs- und Abrechnungsmodelle berücksichtigen, steigert Leistung, sowie Sicherheit und reduziert zugleich die Kosten. Diese neuen Lösungen tragen dazu bei, böse Überraschungen bei den Kosten zu vermeiden, die oft durch Ansätze wie „Lift and Shift“, beziehungsweise dem Rehosting von Anwendungen und Workloads entstehen. Zudem verringern sie die Komplexität des Datenmanagements, insbesondere bei der Schaffung komplexer (Multi-)Cloud-Ökosysteme innerhalb der Unternehmens-IT.
Die Einführung weitgehend autonomer Datenmanagement-Tools reduziert den Bedarf an hochqualifizierten Fachkräften, die fortlaufend knapp sind, deutlich. Unternehmen können die Gesamtbetriebskosten senken, indem sie auf diese Plattformen setzen, und zugleich die Ausfallsicherheit erhöhen. Nicht zuletzt erleichtert der Einsatz neuer, weitgehend autonomer Datenmanagement-Plattformen die Sichtbarkeit, die Einhaltung von Vorschriften und die Handhabbarkeit – Aspekte, die für Unternehmen heute wichtiger sind, denn je zuvor.
* Der Autor Patrick Englisch ist Regional CTO DACH bei Veritas Technologies.