Salesforce-Chef im Interview

Cloud Computing und die Existenzängste in der IT-Branche

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ITB: Für salesforce.com zählen Aktivitäten im Social-Media-Bereich zu CRM. Konsequenterweise bietet das Unternehmen daher auch Analysemöglichkeiten in diesem Umfeld, beispielsweise mit der Plattform Salesforce Radion6. Unter dem Begriff „Insights-Technologien“ wurden hier eine Menge neuer Funktionen bereitgestellt, die Aktivitäten im Social-Media-Umfeld untersuchen: Sentiment-Analyse, die Analyse von Absichten und die Analyse demografischer Daten. Haben Sie ein Praxisbeispiel parat, worum es hier geht?

Schreiner: In der vernetzten Welt, nehmen wir als Beispiel Facebook oder Twitter, da wird mit sehr kurzen Sätzen gearbeitet. Mittels Sentiment-Analyse kann automatisch beurteilt werden, ob im Unternehmenskontext eine positive oder negative Bemerkung abgegeben wurde, auf die entsprechend reagiert werden muss.

ITB: Ich schätze mal, dass Sarkasmus hier das große Problem sein wird …

Social Business heißt auch, dass User und deren Klicks durchleuchtet werden.
Social Business heißt auch, dass User und deren Klicks durchleuchtet werden.

Schreiner: So ist es. Bei sarkastischen Bemerkungen ist es nicht einfach, zu beurteilen, ob sie negativ oder positiv waren. Wir schaffen es dennoch mit einer sehr hohen Trefferquote und in allen weit verbreiteten Sprachen, dem Kunden auszuweisen, wie und wo über ihn gesprochen wird.

ITB: Social Communities wie Facebook stellen nur Schnittstellen für die Bereiche bereit, die auch öffentlich sind. Kommunikation, wie beispielsweise Facebook-Nachrichten unter Freunden, kann daher nicht ausgewertet werden. Und das ist auch gut so, denn es geht hier um das Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Aber Sie müssen zugeben – dadurch bleibt ein Großteil der Kommunikation in einer Black Box.

Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr zur informationellen Selbstbestimmung im Netz und zur Relevanz von Postings.

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