Wenn Software aus der Wolke kommt »Cloud Computing« erfordert neue Modelle für das Software-Geschäft
Ob man es nun ASP, SaaS oder »Cloud Computing« nennt – das Modell, Software via Web zu vermieten, wirft Gewohntes über den Haufen. IT-BUSINESS wagt eine Zukunftsprognose.
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Mit Software, die via Web zur Verfügung gestellt wird, rollt eine der ganz großen und einschneidenden Entwicklungen in der Informationstechnologie auf die Welt zu. Insbesondere im Fachhandel wird dieser Trend einiges über den Haufen werfen und neue Geschäftsmodelle und Services forcieren.
Provisionsgetriebenes Geschäft
Während im klassischen Software-Vertrieb über Handelsmarge und Service-Vergütungen Geld verdient wird, ist das SaaS-Geschäft geprägt von Provisionen. Aber auch von zusätzlichen Beratungsleistungen im Hinblick auf die konkrete Umsetzung. So wird es auch in Zukunft nicht für jede Software sinnvoll sein, sie aus dem Netz heraus zu nutzen. Die großen Software-Hersteller werden Tools zur Verfügung stellen, die Bedarf und Einsatzmöglichkeiten der Online-Angebote beim Kunden ausloten und Lösungsszenarien vorschlagen.
Sobald sich der Kunde für seine unternehmensspezifische Kombination aus lokal installierter Software sowie online genutzten Services entschieden hat, beginnt die eigentliche Arbeit für den Channel. Sie wird durch die Migration auf die Online-Services, die Integration der Services auf vorhandene Systemen und dem Training der Mitarbeiter bestimmt.
Rasantes Wachstum
Das Wachstum in diesem Umfeld ist jedenfalls enorm: Die Marktforscher von Gartner wagten bereits die Prognose: »Bis zum Jahr 2012 wird mindestens ein Drittel der Ausgaben für Geschäftsanwendungen auf Software auf Software-as-a-Service basieren anstatt auf Produktlizenzen«. Den deutschen Markt für On-Demand-Software hat die Experton Group unter die Lupe genommen: 2007 betrug er nach Schätzungen der Marktauguren etwa 270 Millionen Euro, was in Relation zum Software-Gesamtmarkt (18,8 Milliarden Euro) relativ wenig ist, aber mit einem enormen Wachstumspotenzial aufwartet. Die Experton Group taxiert den jährlichen Zuwachs bei konservativer Schätzung auf gegenwärtig 30 Prozent pro Jahr.
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