Digitalpakt Schule: Client-Geräte Clients und digitale Tafeln: Nur ein erster Schritt

Von Klaus Länger

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Während der Pandemie wurde der Digitalpakt um Sonderprogramme für Tablets und Notebooks ergänzt. Nun geht die Ausstattung der Klassenräume weiter. Hier fehlt es immer noch an digitalen Tafeln.

Die Ausstattung der Schulen mit Geräten wie Notebooks, Tablets und digitalen Tafeln ist noch längst nicht abgeschlossen. Allerdings reichen dafür die Mittel aus dem DigitalPakt Schule nicht aus.(Bild:  David Fuentes - stock.adobe.com)
Die Ausstattung der Schulen mit Geräten wie Notebooks, Tablets und digitalen Tafeln ist noch längst nicht abgeschlossen. Allerdings reichen dafür die Mittel aus dem DigitalPakt Schule nicht aus.
(Bild: David Fuentes - stock.adobe.com)

Ursprünglich ging es beim Digitalpakt Schule um die Ausstattung der Schulen mit Netzwerk­infrastruktur und mit digitalen Tafeln. Die Anschaffung von Tablets und Notebooks stand nicht auf dem Plan, wurde aber mit Sonderbudgets eilends in Angriff genommen, um während der Pandemie einen Distanzunterricht oder wenigstens Hybridunterricht zu realisieren. 500 Millionen Euro bewilligte der Bund für Notebooks oder Tablets, die Schüler als Leihgeräte erhalten, die selbe Summe gab es nochmal für die Ausstattung der Lehrkräfte mit Mobilgeräten. Der erste Topf ist zu bereits 95 Prozent ausgeschöpft, der zweite zu 85 Prozent.

Für die Lehrergeräte reicht die Fördersumme halbwegs aus, für die Ausstattung der Klassen ­keineswegs. Der Großteil der Geräte muss weiterhin durch die Eltern finanziert werden. Damit setzt sich in vielen Schulen der Wildwuchs unterschiedlicher Geräte und Betriebssysteme fort, der den Support und die Unterrichtsvorbereitung komplizierter macht. Anne Dederer, Leiterin für das Bildungsmanagement beim Systemhaus Rednet, plädiert daher dafür, dass es eine sinnvolle Vorauswahl zulässiger ­Geräte geben sollte. Passende Kandidaten sind hier neben dem im Bildungssektor starken iPad vor allem für den Schulbetrieb entwickelte Convertibles. Idealerweise sollten Geräte und Services verknüpft werden. Hilfreich können alternative Finanzierungsmöglichkeiten wie Device-as-a-Service sein, sagt ­Andreas Schur, Key Accout Manager Education bei Acer. Zudem sollte es Finanzierungshilfen durch die Länder geben, so Schur weiter. Zumindest Bayern hat mit „Digitale Schule der Zukunft” ein Pilotprojekt auf den Weg gebracht.

Priorität hat für die Schulen die Ausstattung der Klassenräume mit digitalen Tafeln in Form von interaktiven Großformatdisplays oder Projektionslösungen. Denn hier sind noch längst nicht alle Gelder abgerufen. Wichtig sind Komplettlösungen, die über das bloße Display hinausgehen und beispielsweise eine für den Unterricht ausgelegte Whiteboard-Software sowie die Möglichkeit des Spiegelns von Mobilgeräten bieten. Sinnvoll ist zudem ­eine einfache Integration von Videokonferenzlösungen für den hybriden Unterricht. Technik-Trends sind zudem integrierte Umweltsensoren und antibakterielle Oberflächen.

Ein großes Problem stellt hier oft das Vergaberecht dar, so Alexander Theemann vom Displayhersteller Benq. Zwar müssen durch die Schulen umfangreiche Medienentwicklungspläne eingereicht werden, die Schulträger ordern dann aber oft die billigsten Geräte, auch wenn sie letztlich die ­Anforderungen nicht erfüllen. Hier sollten die Ausschreibungen die realen Erfordernisse reflektieren. Christian Kotulla, Head of Education bei Viewsonic, sieht das Problem ähnlich und plädiert zudem für offene Lösungen.

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