Subscription-Modell statt ewiger Lizenz

Bei Software-Abos scheiden sich die Geister

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Konkurrenz

Auch wenn der Name des Konkurrenten Adobe bei der Präsentation der Studienergebnisse nicht gefallen ist, könnte man sie als Seitenhieb in diese Richtung betrachten. Denn schneller als erwartet ist Adobe komplett in die Wolke abgehoben. Die neue Version der Creative Cloud (CC) mit Programmen wie Photoshop, Indesign, Illustrator und Dreamweaver wird noch für das Abo-Modell weiterentwickelt.

All diese Programme, die bislang unter der Marke Creative Suite (CS) erhältlich waren, werden ab Juni 2013 ausschließlich als Creative-Cloud-Version angeboten und in CC umbenannt. Adobe wird zwar für die Creative Suite 6 weiter Support anbieten und diese auch verkaufen, eine neue Version wird es aber nicht geben.

Relativierung

Allerdings bezog sich die Corel-Umfrage mit cloud-kritischen Ergebnissen auf Consumer. Im Unternehmensumfeld ist man tendenziell aufgeschlossener gegenüber dem Abo-Modell. Außerdem bietet gerade die Cloud-Software von Adobe zahlreiche Neuerungen, die in Arbeitsgruppen einen echten Vorteil darstellen, nämlich in Hinblick auf die gemeinschaftliche Arbeit an Projekten (Collaboration-Funktionen). Außerdem gilt hier mehr wie im Consumer-Segment, dass gerne mit den neuesten Versionen gearbeitet wird. Im Subscription-Modell mit Abo-Gebühren statt Lizenzpreis ist diese stets dabei. Das eröffnet den Herstellern, die im Abo-Modell ausliefern auch den Vorteil, sich nicht mit Versionsüberspringern auseinandersetzen zu müssen und Support nicht für viele verschiedene Versionen leisten zu müssen.

Fazit

Es gibt Gründe, warum Consumer skeptisch gegenüber Software-Abos sind, aber insbesondere für Firmenkunden und Arbeitsgruppen auch gute Gründe, warum sie gerne auf das Cloud-Modell umschwenken. Aus Herstellersicht ist es verständlich, warum Abo-Software forciert wird: Das Geschäft wird wegen der laufenden Einnahmen planbarer (Stichwort Versionsüberspringer) und der Support ist tendenziell mit geringeren Kosten verbunden.

Beim Thema Software-Abos scheiden sich eben die Geister. □

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