Distribution im Übernahme-Fieber Arrow-Tochter DNS schlägt bei Centia und AKS zu
Die US-amerikanische Arrow-Gruppe macht ihr Versprechen wahr und landet einen weiteren Coup. Mit ungebremster Expansionlust lässt sie ihre in Fürstenfeldbruck ansässige Tochter DNS freie Hand bei der Akquise ergänzender Distributionspartner. In deren Visier stehen jetzt die britische Centia und die skandinavische AKS.
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Der europaweit tätige Value-Added-Distributor DNS hat erneut zugeschlagen. Er will sich den britischen Server-Based-Computing-Spezialisten Centia und die skandinavische AKS-Gruppe angeln, die ebenfalls Access- und Virtualisierungslösungen anbietet.
Centia und AKS arbeiten mit eben jenen Herstellern zusammen, die DNS bereits im Portfolio führt: Citrix, IBM-Software, RSA, TrendMicro, VMware und Wyse. »Die beiden Unternehmen passen daher hervorragend in unser Portfolio und ergänzen somit unsere Präsenz in Großbritannien und Skandinavien wesentlich«, erklärt DNS-Vorstand Manfred Moullion.
Noch steht der Segen der europäischen Kartellbehörden aus, doch problematisch dürfe dieser nicht werden.
Moullion hatte es in der jüngsten Vergangenheit mehrfach wiederholt: Man halte weiter Ausschau nach interessanten Übernahme-Kandidaten, mit denen die Muttergesellschaft Arrow ihr europäisches Geschäft im High-End-Segment sinnvoll erweitern könne. »Wir sind ausschließlich an Firmen mit großem Zukunfts-Potenzial interessiert«, so Moullion Ende 2006, befragt nach dem möglichen Interesse an Security-Distributor Noxs, den sich schließlich Westcon schnappte. Bei AKS und Centia hat DNS jetzt zugegriffen.
Eigenständigkeit behalten
Wie bei DNS-Akquisitionen üblich, sollen auch die jüngsten angehenden Töchter AKS und Centia weiter unter eigenem Namen firmieren und ihre angestammten Märkte bedienen.
Centia ist mit eigenen Filialen in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden vertreten, die alle übernommen werden sollen. AKS und Centia beschäftigen insgesamt 120 Mitarbeiter und erwirtschafteten 2006 einen kumulierten Umsatz von über 80 Millionen Euro. Beide Unternehmen sollen durch die Übernahme neben dem erweiterten Portfolio und damit größeren Märkten durch den Zugriff auf die DNS-Infrastruktur profitieren.
»Unser ausgezeichneter Ruf für unsere umfassende technische Erfahrung ist über 25 Jahre gewachsen«, kommentiert Yuri Pasea, Gründer und Centia-CEO. »Wir freuen uns, durch die Übernahme durch einen paneuropäischen Distributor wie DNS-Arrow Zugang zu umfassenden Ressourcen und einer breiten Kundenbasis zu erhalten. Diese Partnerschaft ist eine große Chance für weiteres Wachstum.«
AKS-CEO Robert Wadstein ergänzt: »Diese Transaktion und die Integration der nordischen Länder in die DNS unterstreichen unsere Ambitionen als der Distributor anerkannt zu sein, der den Resellern entscheidend hilft, in diesen interessanten und schnell wachsenden Märkten im Access- und Virtualisierungs-Umfeld erfolgreich tätig zu sein.«
DNS bleibt hungrig
Arrow-Tochter DNS wird die eingeschlagene Expansionsstrategie fortsetzten. »Seit der Übernahme durch Arrow verfolgen wir konsequent einen soliden Wachstumskurs in ganz Europa«, führt Moullion aus. Diese Akquisition von AKS und Centia sei ein weiterer wichtiger Schritt in der Umsetzung dieser Strategie.
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