Studie zur Arbeitszeiterfassungspflicht Arbeitszeiterfassung – gut für alle?

Von Heidi Schuster 2 min Lesedauer

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Es besteht die generelle Pflicht zur systematischen Arbeitszeiterfassung. Das stellte das Bundesarbeitsgericht (BAG) Ende 2022 fest. Tisoware fragte Arbeitnehmer und Arbeitgeber, was sie davon halten. Das Ergebnis: Einigkeit sieht anders aus.

Nur jeder dritte Teilnehmer der Tisoware-Studie sieht keinen Sinn in der Arbeitszeiterfassung.(Bild:  kirill_makarov - stock.adobe.com)
Nur jeder dritte Teilnehmer der Tisoware-Studie sieht keinen Sinn in der Arbeitszeiterfassung.
(Bild: kirill_makarov - stock.adobe.com)

Die Politik diskutiert zwar noch über die konkrete Ausgestaltung der Gesetzesnovelle zur Arbeitszeiterfassungspflicht. Fest steht aber: Sie ist verpflichtend. Tisoware, Experte für Zeiterfassung, hat 1.000 Beschäftigte im Mittelstand in Deutschland hinsichtlich ihrer Erfahrungen und Meinungen zur Arbeitszeiterfassung befragt. Offensichtlich war der Paukenschlag des Bundesarbeitsgerichts zur Arbeitszeiterfassung nicht laut genug, denn nur 55 Prozent der Befragten wissen über das BAG-Urteil Bescheid – und 34 Prozent haben noch nichts von der Arbeitszeiterfassungspflicht gehört. Die Studie zeigt auch, dass Arbeitnehmer, die sich über die gesetzliche Verpflichtung im Klaren sind, ein höheres Engagement bei allen Fragen rund um die Umsetzung einer Arbeitszeiterfassung in ihrem Unternehmen aufweisen.

„Arbeitgebende sollten ihre Mitarbeitenden über die neue Gesetzeslage informieren und bei der Ausgestaltung der Arbeitszeiterfassung in ihrem Betrieb miteinbeziehen“, so Rainer Füess, Leiter Partnervertrieb und Marketing bei Tisoware. „Unsere Umfrage zeigt ganz klar: Je höher die Awareness der Arbeitnehmenden zur Arbeitszeiterfassungspflicht ist, desto engagierter sind sie hinsichtlich Ausgestaltung, Aufwand und offener Fragen.“

Wie kommt die Arbeitszeiterfassung eher an?

Die überwiegende Mehrheit (89 %) der Arbeitnehmer erfasst bereits die Arbeitszeit. 69 Prozent der Beschäftigten sind zudem der Meinung, dass durch das Eintragen der Arbeitszeit die eigenen Überstunden für den Arbeitgeber sichtbar werden; währenddessen befürchten nur 34 Prozent, dass die Dokumentation der Arbeitszeit sie zum gläsernen Arbeitnehmer macht. Auch sieht nur jeder Dritte (33 %) keinen Sinn in der Arbeitszeiterfassung.

Allerdings sind 38 Prozent der Befragten der Meinung, dass ihr jetziges System zur Arbeitszeiterfassung dringend verbessert werden muss. Nahezu jeder Zweite (47 %) Arbeitnehmer findet auch eine korrekte Arbeitszeiterfassung im Homeoffice extrem schwierig und 31 Prozent sind der Meinung, dass die Arbeitszeiterfassung für sie viel Mehraufwand bedeutet.

„Laut unserer Umfrage dominieren Stift und Papier bei der Arbeitszeiterfassung gegenüber modernen Ansätzen wie Apps und Browser-basierten Lösungen“, so Füess. „Arbeitgebende und Arbeitnehmende profitieren am meisten, wenn sie moderne Lösungen zur Erfassung ihrer Zeiten einsetzen – beispielsweise im Homeoffice über eine App oder den Browser. Unternehmen sollten abseits der vom Gesetzgeber geforderten Regularien bei der Implementierung der Zeiterfassung generell die Erfordernisse des New Work verstärkt in ihre Überlegungen und die Umsetzung einer modernen Zeiterfassung miteinbeziehen.“

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