HPE Proliant Gen13 AMD-Epyc-Venice-Server mit Sicherheitsfunktionen von HPE

Von Klaus Länger 3 min Lesedauer

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HPE kündigt die ersten Modelle der 13. Proliant-Generation an. Die mit AMD-Epyc-Prozessoren der sechsten Generation bestückten Server sollen neben einer höheren Leistung noch neue Funktionen für den Schutz von Daten und Systemintegrität bieten.

Die vier von HPE angekündigten Proliant-Server basieren auf den neuen AMD-Epyc-Prozessoren der Venice-Generation mit Zen-6-Architektur. Die Bandbreite der Server reicht vom 1U-Modell Proliant DL525 Gen13 bis hin zum massiven Proliant DL585a Gen13 mit Platz für bis zu acht Dual-Slot-GPU-Karten.   (Bild:  HPE)
Die vier von HPE angekündigten Proliant-Server basieren auf den neuen AMD-Epyc-Prozessoren der Venice-Generation mit Zen-6-Architektur. Die Bandbreite der Server reicht vom 1U-Modell Proliant DL525 Gen13 bis hin zum massiven Proliant DL585a Gen13 mit Platz für bis zu acht Dual-Slot-GPU-Karten.
(Bild: HPE)

Bei HPE schlägt es 13: Die ersten vier Modelle der inzwischen 13. Generation der Proliant-Server kommen auf den Markt. Die Basis für die vier neuen Proliant-Server, zwei davon für herkömmliche 19-Zoll-Racks und zwei für Datacenter nach den Vorgaben des Open Compute Project, bilden die im Juli von AMD vorgestellten Epyc-Prozessoren der Venice-Generation mit Zen-6-Architektur.

Proliant DL525 Gen13 und DL585a Gen13

Der Proliant DL525 Gen13 und der DL585a Gen13 sind zwei sehr unterschiedliche Server für jeweils spezifische Aufgaben. Der DL525 Gen13 belegt nur eine Höheneinheit im Rack. Er ist HPE zufolge für Anwendungen bestimmt, die große Datenmengen in kurzer Zeit verarbeiten, wie bei der Verarbeitung von Marktdaten, Risiko- und Preismodelle, Betrugserkennung, Chipentwurf, Simulation und KI-Inferenz. Um diese Aufgaben zu erledigen, kann der Server mit einem EPYC-9006-Prozessor mit Sockel-SP7-Interface bestückt werden. Trotz der geringen Bauhöhe sind so bis zu 256 Cores und 512 Threads möglich. Zudem bietet der Server 16 Speicherkanäle für schnellen DDR5-SDRAM und Platz für bis zu 20 NVMe-SSDs im E3.S-Format. Der mit Luft oder direkter Flüssigkeitskühlung lieferbare Server soll noch dieses Jahr erscheinen.

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Im kommenden Jahr bringt HPE den für anspruchsvollere KI-Aufgaben wie Inferenz im größeren Maßstab, Agentic AI, RAG oder das Feintuning von Modellen ausgelegten DL585a Gen13 auf den Markt. Er bietet Platz für bis zu acht PCIe-GPU-Karten mit voller Höhe und doppelter Breite sowie bis zu 16 E3.S-SSDs. Daher belegt der luftgekühlte und mit zwei Venice-SP7-Prozessoren sowie 32 DIMM-Slots ausgestattete Rechner auch 10 Höheneinheiten im Rack. Die Stromversorgung übernehmen 3.200-Watt-Netzteile für die CPUs sowie bis zu 12 Netzteile mit ebenfalls 3.200 Watt für die GPUs.

Zwei Gen13-Server nach OCP-Standard

Für rechenintensive Anwendungen im großen Maßstab hat HPE die Proliant-Modelle XD245 Gen13 und XD285 Gen13 entworfen. Beide Systeme sind nach den Anforderungen des Open Compute Project gebaut und nutzen mit mehreren Serverknoten Teile der Stromversorgungs- und Kühlungsinfrastruktur gemeinsam. Beide Systeme belegen zwei Höheneinheiten in einem 21-Zoll-OCP-Rack. Der Proliant XD245 nimmt vier flüssigkeitsgekühlte Nodes mit jeweils zwei AMD-Epyc-Venice-SP7-Prozessoren auf und ermöglicht so bis zu 2.048 Prozessorkerne und 4.096 Threads auf minimalem Raum. Zudem bietet jeder Node 32 Slots für DDR5-Speichermodule sowie zwei PCIe-Gen6-x16-Slots. Der XD285 Gen13 ist für noch nicht auf eine direkte Flüssigkeitskühlung ausgelegte OCP-Rechnenzentren geeignet. Hier sitzen zwei Nodes mit jeweils zwei luftgekühlten Epyc-Prozessoren im 2U-Gehäuse. Die beiden OCP-Systeme sollen im Laufe des kommenden Jahres verfügbar sein.

Mehr Sicherheit mit iLO 8

Mit der 13. Proliant-Generation kommt auch eine neue Version 8 von HPE Integrated Lights-Out (iLO 8) sowie ein verbessertes Compute Ops Management. Laut Hersteller automatisiert iLO 8 Sicherheitsfunktionen, die zuvor manuell konfiguriert werden mussten, was aber von den Administratoren nicht unbedingt gemacht wurde. Insgesamt nennt HPE drei Funktionen, die es bisher noch nicht gab: Verschlüsselung ab dem ersten Booten mit automatisch selbstverschlüsselnden Laufwerken (Auto-SED), Multi-Party Authorization (MPA) und Post-Quanten-Kryptografie.

  • Automatisch selbstverschlüsselnde Laufwerke (Auto-SED) sorgen dafür, dass alle auf den Servern gespeicherten Daten vom ersten Start des Systems an verschlüsselt sind, ohne dass dafür etwas manuell konfiguriert werden muss.
  • Multi-Party-Authorization (MPA) sorgt beispielsweise dafür, dass sensible Aufgaben wie die Provisionierung von Schlüsseln und das unwiederbringbare Löschen aller Daten mit Secure Erase nur vollzogen werden können, wenn sie von einem zweiten Berechtigten betätigt werden.
  • Post-Quanten-Kryptografie, bei iLO 7 noch für eine gegen die mögliche Entschlüsselung per Quantencomputer gesicherte Signierung der Firmware genutzt, wird bei iLO 8 nun für die gesamte verschlüsselte Management-Kommunikation innerhalb der Server genutzt.

Darüber hinaus kontrolliert der Server selbst über seine gesamte Lebensdauer hinweg, ob neu eingebaute oder getauschte Komponenten valide sind oder manipuliert wurden.

Bei der neuen Version von HPE Compute Ops Management steht nun ein KI-Agent als Beratungsinstanz zur Verfügung. Die KI soll dabei helfen, Probleme zu erkennen, einzuordnen und zu lösen, bevorzugt durch automatisierte Methoden. Zudem soll Compute Ops Management dafür sorgen, dass sich neue Server deutlich schneller produktiv einsetzen lassen, verspricht HPE.

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