KI-Infrastruktur und Robotik Amazons Pläne: 200 Milliarden Dollar für KI-Infrastruktur

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Tech-Riesen überbieten sich gerade mit gewaltigen Investitionen in KI-Infrastruktur. Amazon will auch bei Satelliten und Robotik mitmischen und KI-Kapazitäten ausbauen. Das geht ins Geld – und die Börse wird nervös.

Amazon plant in diesem Jahr, rund 200 Milliarden US-Dollar in KI-Infrastruktur, Robotik und Satelliten zu investieren.(Bild:  Amazon)
Amazon plant in diesem Jahr, rund 200 Milliarden US-Dollar in KI-Infrastruktur, Robotik und Satelliten zu investieren.
(Bild: Amazon)

Amazon übertrifft bei geplanten Investitionen selbst seine ausgabefreudigen Tech-Rivalen: Der Handelsriese will in diesem Jahr rund 200 Milliarden US-Dollar (aktuell rund 170 Milliarden Euro) in KI, Chips, Robotik und Satelliten stecken. Für Anleger war die Zahl schwer zu verdauen: Die Aktie fiel im nachbörslichen Handel um mehr als zehn Prozent.

Laut Amazon-Chef Andy Jassy soll der Großteil des Geldes in den Ausbau der KI-Infrastruktur gehen. Der Konzern rechne auf lange Sicht mit einer profitablen Geldanlage. Amazon ist stark im Geschäft mit Rechenleistung und Speicher aus der Computer-Cloud - und profitiert damit auch vom Boom bei Künstlicher Intelligenz. Der Umsatz der Cloud-Sparte AWS wuchs im vergangenen Quartal im Jahresvergleich um 24 Prozent auf 35,6 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die durchschnittlichen Erwartungen der Analysten.

KI-Wettlauf der Tech-Riesen

Auch andere Tech-Konzerne investieren massiv in den Ausbau ihrer KI-Kapazitäten. So kündigte der Google-Mutterkonzern Alphabet erst am Vortag für das laufende Jahr Kapitalinvestitionen zwischen 175 und 185 Milliarden US-Dollar an. Der Facebook-Konzern Meta plant mit 115 bis 135 Milliarden US-Dollar. Zugleich ist nach wie vor offen, ob die gewaltigen Investitionen in KI-Technologie und die Infrastruktur dafür überhaupt zurückverdient werden können.

Finanziert wird die Ausgaben-Offensive von Amazon sowohl durch die Cloud-Sparte als auch durch das gut laufende Handelsgeschäft. Im vergangenen Quartal wuchs der Konzernumsatz um 14 Prozent auf 213,4 Milliarden US-Dollar. Unterm Strich gab es einen Gewinn von 21,2 Milliarden US-Dollar. Im Vorjahr waren es 20 Milliarden US-Dollar gewesen.

Gedrückt wurde der Gewinn durch Sonderkosten von 1,1 Milliarden US-Dollar unter anderem für die Beilegung eines Steuerstreits in Italien. Die Schließung von Lebensmittelläden unter den Marken Amazon Fresh und Amazon Go in den USA brachte eine Belastung von 610 Millionen US-Dollar mit sich.

KI und Roboter verändern Amazon

Amazon selbst verändert sich ebenfalls. Der Konzern baut in zwei Wellen rund 30.000 Bürojobs ab – auch unter Verweis auf den Wandel durch Künstliche Intelligenz. Die Streichungen brachten im vergangenen Quartal eine Belastung von 730 Millionen US-Dollar für Abfindungen mit sich.

In den Vertriebszentren werde man zwar immer „eine Menge“ Leute beschäftigen – aber Robotik werde ihnen monotone Tätigkeiten abnehmen, sagte Jassy. Das steigere die Produktivität und mache die Arbeit auch sicherer für Menschen.

Bei der Handelsplattform setzt Jassy auf den Ausbau des Sortiments – unter anderem bei Alltagsartikeln. „Wenn man mehr und mehr bei Amazon bestellen kann, denkt man an Amazon als Erstes“, argumentierte er. Das habe sich in den USA zuletzt auch beim Verkauf frischer Lebensmittel gezeigt.

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