Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit von Netzwerken 800G-Lösungen für mehr Bandbreite und Klimaschutz

Von Bernhard Lück 2 min Lesedauer

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Cisco verdoppelt die Kapazitäten der Netzwerke von Web-Anbietern, Kommunikationsdienstleistern und Rechenzentrumsbetreibern. Mit der 36-x-800G-Line-Card für Cisco-Router der 8000er-Serie könnten Netzwerkbetreiber von 100G oder 400G auf 800G aufrüsten.

Die 36-x-800G-Line-Card für Cisco-Router der 8000er-Serie biete eine Bandbreite von bis zu 28,8 Tbit/s.(Bild:  Cisco)
Die 36-x-800G-Line-Card für Cisco-Router der 8000er-Serie biete eine Bandbreite von bis zu 28,8 Tbit/s.
(Bild: Cisco)

Die zur Hannover Messe präsentierte 36-x-800G-Line-Card für Cisco-Router der 8000er-Serie wird über die Netzwerkarchitektur Cisco Silicon One gesteuert und bietet eine Bandbreite von bis zu 28,8 TBit/s. Netzwerkbetreiber können damit vorhandene Geräte weiterverwenden und im Pay-as-you-grow-Modell schrittweise von 100G oder 400G auf 800G umstellen.

Cisco zufolge zeichnen sich die modularen Router-Systeme der 8000er-Serie auf Basis von Silicon One P100 durch Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit aus. Zudem handle es sich um eine innovative IT-Architektur, die einfach zu betreiben sei.

Wirtschaftlichkeit

Mit einer Platzersparnis von bis zu 83 Prozent könnten Kunden mit einem Großteil der bisherigen Infrastruktur dichtere Netzwerke aufbauen, um Anwendungsfälle wie 5G, IoT, Breitband und AI/ML zu unterstützen:

  • Durch die Verdoppelung der Kapazität bei gleichem Platzbedarf sei die 8000er-Serie zweimal effizienter als 400G-Single-Chassis-Systeme.
  • Die 800G-Single-Chassis-Systeme bieten bis zu 15 TBit/s pro Höheneinheit, wodurch im Vergleich zu 400G-Distributed-Chassis-Lösungen gleiche Verkehrslasten mit bis zu sechsfacher Raumeffizienz unterstützt würden.
  • Dank des geringeren Energiebedarfs bei gleicher Bandbreitenkapazität helfen die modularen 800G-Systeme, Strom- und damit Betriebskosten zu senken.

Nachhaltigkeit

Die 800G-Systeme ermöglichen Cisco zufolge Stromeinsparungen von bis zu 68 Prozent.

  • Verglichen mit einem 400G-System könne ein rund um die Uhr betriebenes 800G-System die Treibhausgasemissionen um bis zu 215.838 CO₂-Äquivalente pro Jahr senken. Diese Menge an eingespartem CO₂ entspreche in etwa den Emissionen beim Laden von 40 Mio. Smartphones oder bei der Verbrennung von 166 Tonnen Kohle pro Jahr.
  • Beim Upgrade auf 800G-Systeme könnten Kunden vorhandene Geräte weiterverwenden und so zur Verringerung des Elektroschrotts beitragen.

Innovative IT-Architektur

Auf Basis von Silicon-One-P100-ASICs und steckbaren Cisco-Optiken biete die neue Line-Card einen großen Datendurchsatz für modulare Systeme der 8800-Serie. Als wichtigste Funktionen nennt der Hersteller:

  • Die 100G-SerDes-Technologie verdoppelt die aktuelle 400G-Portdichte und erhöht die 100G-Portdichte um das Achtfache bei gleichem Formfaktor, wobei 72 x 400G- und 288 x 100G-Ports pro Slot unterstützt werden.
  • Für die einfache Skalierbarkeit auf bis zu 800G werden die Chassis mit vier, acht, zwölf und 18 Slots angeboten. Mit einem einzigen modularen 800G-System mit 18 Slots sei eine Kapazität von bis zu 518 TBit/s zu erreichen.
  • Mit dem Pay-as-you-grow-Nutzungsmodell könnten Kunden die Kapazität des Netzwerks an ihre Geschäftsentwicklung anpassen.
  • Die neue Generation der steckbaren Optiken biete Investitionsschutz durch Abwärtskompatibilität mit bestehenden steckbaren QSFP-Transceivern.

Einfacher Betrieb

Dank Visualisierungs-Dashboards, Service-Monitoring und Closed-Loop-Netzwerkoptimierung könnten Kunden eine konsistente Servicequalität sicherstellen.

  • Durch die neuesten Erweiterungen der Crosswork Network Automation sei die Geschwindigkeit, mit der Netzwerkelemente und Services hinzugefügt werden können, deutlich höher.
  • Das neue IOS XR Path Tracing biete eine Hop-by-Hop-Transparenz des Datenpaketwegs durch das Netzwerk.

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