Die IT-Systemlandschaft vieler Unternehmen ist Flickwerk. Das ist nicht nur ärgerlich, es kostet Zeit, Geld und kann zum Sicherheitsrisiko werden. Fünf Beispiele zeigen, warum der Einsatz einer einheitlichen Plattform für das Managen von Websites und Web-Applikationen sinnvoll ist.
Fred Plais, CEO von Platform.sh, wirbt für einheitliche, standardisierte Plattformen beim Managen von Websites und Websiteflotten.
(Bild: Platform.sh)
Obwohl niemand in der IT die Absicht hat, einen Flickenteppich zu schaffen: Es passiert einfach. Unternehmen wachsen und investieren über viele Jahre hinweg in verschiedene Dienste, Tools und Softwareanwendungen. Das Ergebnis ist eine IT-Anwendungslandschaft, die auf sehr unterschiedlichen Technologien basiert. Auch beim Entwickeln, Managen oder Skalieren von Websites spielt das ein Rolle. Es kann die Effizienz erheblich beeinträchtigen und im schlimmsten Fall sogar das Wachstum von Unternehmen behindern. Besser ist ein zentraler Ansatz, dessen Vorteile in fünf Bereichen sichtbar werden.
1. Mehr Transparenz durch verringerte Komplexität
Die Vielfalt unterschiedlicher Anbieter bedeutet ein Wirrwarr an Ressourcen, deren Handhabung ein Team hochqualifizierter Mitarbeiter erfordert und deren Koordinierung zusätzlich Zeit in Anspruch nimmt. Zudem kann es schwierig sein, festzustellen, wer tatsächlich verantwortlich ist, wenn etwas schief geht, falls Überwachungstools, das Ticketing-Tool, das Content-Delivery-Network usw. alle von verschiedenen Anbietern stammen. Das Fehlen eines gemeinsamen Bezugspunkts kann selbst das Beantworten einer einfachen Frage wie „Wie viele Besucher hatte ich auf meiner Website?“ fast unmöglich machen. Einheitliche Plattformen vereinfachen die Prozesse und verbessern die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Teams im Unternehmen – das spart Betriebskosten und verringert Ausfallzeiten.
2. Innovation fördern durch verringerten Wartungsaufwand
Patchwork-Systeme können Innovation erschweren. Die Diskrepanz ist oft wie Sand im Getriebe. Der Wartungsaufwand wird dadurch größer. Unternehmen, die viel Zeit investieren müssen, ihre Websites und Anwendungen zu pflegen, haben weniger Ressourcen, um sich weiterzuentwickeln. Dazu kommt die kognitive Belastung: Kann man Experte für 15 verschiedene Systeme sein? Und schafft das am Ende tatsächlich einen Mehrwert für das Unternehmen oder die Kunden, wenn einzelne Mitarbeiter Experten für ganz spezielle DevOps-Tool sind? Je mehr Schnittstellen zwischen den Systemen sind, desto größer ist die Gefahr eines Ausfalls – und das erfordert wiederum eine Planung für den Ausfall, und die wahrscheinliche Lösung besteht oft darin, weitere Systeme hinzuzufügen, was wiederum Zeit verschlingt.
3. Mehr Effizienz dank Automatisierung
Websites benötigen im Schnitt 16 Updates pro Monat. Für viele Unternehmen ist das eine große Herausforderung, die beim aktuellen Fachkräftemangel im Bereich IT kaum zu bewältigen ist. Die Steuerung über eine zentrale Plattform eröffnet Automatisierungspotenziale, die eine erhebliche Zeiteinsparung ermöglichen. Zudem ist so ein schnellerer Rollout neuer Anwendungen und Services möglich.
4. Compliance- und Sicherheitsrisiken
Je mehr Systeme, desto mehr Upgrades sind erforderlich. Nicht selten zögern Unternehmen, auf die neueste Version eines Systems umzusteigen, da es zu Konflikten kommen kann. Doch, wer sich nicht um Patches kümmert, der wird gehackt – das ist nur eine Frage der Zeit. Unternehmen, die Patchwork-Systeme betreiben, sind daher von Natur aus anfällig für Angriffe und die damit verbundenen Kosten, wie z.B. die Zahlung von Ransomware-Forderungen oder die Zeit, die für die Wiederherstellung von Backups aufgewendet wird. Über eine zentrale Plattform und die Automatisierung von Routineaufgaben und Updates lassen sich Compliance- und Sicherheitsrisiken reduzieren.
5. Fokus auf Services, nicht auf Server
Der Zweck einer IT-Infrastruktur ist die Bereitstellung von Services an die Endnutzer. Bei den meisten IT-Organisationen dreht sich die Planung, Verwaltung und Problembehebung in erster Linie um Infrastrukturkomponenten. Um die Anforderungen der Endnutzer erfüllen zu können, sollten Unternehmen ihre Infrastruktur aber mit Fokus auf Services und nicht Komponenten verwalten. Indem die Infrastruktur und Abläufe mithilfe einer einheitlichen Plattform mehr auf Services ausgerichtet werden, können Unternehmen eine höhere Nutzerzufriedenheit sowie eine bessere Ausrichtung mit geschäftlichen Vorgaben realisieren.
Abschließend lässt sich sagen, dass der Einsatz einer einheitlichen, standardisierten Plattform für das Managen von Websites und Websiteflotten viele Vorteile mit sich bringt. Dennoch zögern viele Unternehmen vor der Integration einer einheitlichen Plattform, da sie die Kosten scheuen. Das Analystenhaus Forrester hat kürzlich jedoch das Gegenteil festgestellt: Bei einer dreijährigen Projektlaufzeit kam heraus, dass eine vollständig integrierte Lösung wie Platform.sh bei ihrem zugrunde gelegten durchschnittlichen „Composite-Business“ zu Einsparungen von über 2 Mio. US-Dollar führte. Das sind beachtliche Zahlen – die sich sicherlich nicht auf jedes Unternehmen übertragen lassen. Dennoch sind diese Zahlen groß genug, um eine gründliche Prüfung zu rechtfertigen.
Fred Plais.
(Bild: Platform.sh)
Es gibt tatsächlich Kompromisse, und manchmal ist die Entflechtung des Flickenteppichs nicht wirklich machbar. Wenn es möglich ist, liegen die von Forrester ermittelten Gewinne nicht nur in Dollarbeträgen, sondern auch in Form von schnellerer Innovation und besserer Flexibilität vor.
Stand: 08.12.2025
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