Healthcare Digital und das Netzwerk Wie werden Netzwerke im Gesundheitswesen resilient?

Von Sylvia Lösel 3 min Lesedauer

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Agil, erweiterbar, interoperabel: so sieht das Netzwerk idealerweise aus. Andreas Helling, Systems Engineer und Technical Consultant bei Extreme Networks beschreibt, wie moderne Architekturen die IT-Verantwortlichen entlasten können.

Andreas Helling ist Systems Engineer und Technical Consultant bei Extreme Networks.(Bild:  Faith Ninivaggi)
Andreas Helling ist Systems Engineer und Technical Consultant bei Extreme Networks.
(Bild: Faith Ninivaggi)

ITB: Welche speziellen Anforderungen stellt das Gesundheitswesen in Deutschland an Netzwerk-Anbieter?

Helling: Heute reicht es nicht mehr aus, dass die Netzwerkinfrastrukturen schnell und zuverlässig sind. Medizinische Geräte und IT-Systeme produzieren und nutzen große Mengen an Daten in Echtzeit, treffen datengetriebene Entscheidungen und treiben die Entwicklung medizinischer Innovationen voran. All diese Daten sind besonders zu schützen, da es sich oftmals sensible Patienten- oder Abrechnungsdaten handelt. Richtet ein Netzwerkausfall in einem mittelständischen Unternehmen große wirtschaftliche Schäden an, kann er im Gesundheitswesen zusätzlich lebensbedrohliche Folgen für Patienten haben. Die Verfügbarkeit aller Dienste muss 24/7 gewährleistet sein – hohe Ausfallsicherheit und Redundanz sind unerlässlich. Um die Produktivität und die Zukunftssicherheit zu steigern, setzen Kliniken auf neue Anwendungen und digitalisieren ihre Prozesse. Das braucht eine agile Netzwerkinfrastruktur, flexibel erweiterbar und interoperabel. Last, but not least: Cybersicherheit und Compliance! Die zunehmende Zahl an hochprofessionellen Cyberangriffen erfordert höchste Sicherheitsstandards und dass das Netzwerk gesetzliche Vorschriften und Regularien erfüllt. Am Ende geht es immer um das Patientenwohl.

ITB: Welche Lösungen von Extreme werden besonders stark nachgefragt? Und warum?

Helling: Besonders gefragt ist die Cloud-Management-Plattform ExtremeCloudIQ. Sie vereinfacht die Überwachung und Verwaltung von End-to-End- und Edge-to-Data-Center-Netzwerkprozessen und verschafft IT-Teams Einblicke in die Netzwerkaktivitäten, sodass sie die Leistung optimieren und den Betrieb rationalisieren können. Das Konfigurieren, Verwalten und Überwachen aller Netzwerkkomponenten von einer einzigen Plattform aus bietet ein hohes Maß an Transparenz und vereinfacht die tägliche Arbeit des IT-Teams. Darüber hinaus besteht eine große Nachfrage nach Extreme Fabric, ExtremeControl (NAC) und ExtremeWireless. Extreme Fabric Connect ist die hochskalierbare, flexible Netzwerkarchitektur sowie Lösungen, die die Ausfallsicherheit erhöhen und sichere Zugangskontrollen gewährleisten. ExtremeControl stellt sicher, dass nur autorisierte Geräte und Benutzer auf das Netzwerk zugreifen können, was für die Sicherheit und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften von entscheidender Bedeutung ist. Extreme Universal Wireless mit 6-GHz-Technologie sorgt für eine leistungsstarke, stabile und schnelle WLAN-Verbindung.

ITB: Welche Herausforderungen haben Kunden im Umfeld des Gesundheitswesens?

Helling: Verantwortliche stehen unter enormem Druck: Die Krankenhaus-IT soll effizienter, wettbewerbsfähiger und sicherer werden. Die Integration neuer Technologien erfordert jedoch Investitionen in Infrastruktur und Personalschulungen. Das ist schwierig angesichts beschränkter Budgets und steigender Kosten. Hinzu kommen der Fachkräftemangel und der demografische Wandel, die zusätzlich an den personellen Ressourcen zerren.

Neben den sehr hohen medizinischen Qualitäts- und Sicherheitsstandards in der Patientenversorgung steigen auch die Erwartungen der Patienten an personalisierte Erfahrungen und mehr Komfort. Das fordert Anpassungen in den Dienstleistungen. Diese Herausforderungen erfordern von den Verantwortlichen eine ganzheitliche und flexible Herangehensweise an die Netzwerkplanung, um die Qualität der Patientenversorgung zu verbessern und die Effizienz zu steigern.

ITB: Wie kann Technologie helfen, diese zu meistern?

Helling: Fabric-basierte Netzwerke bieten hohe Flexibilität und Skalierbarkeit für das schnelle Onboarding von Geräten und Usern. Das erleichtert das Management und bietet Zukunftssicherheit angesichts knapper Budgets. Zero-Touch-Provisioning und automatisierte Hypersegmentierung erleichtern das Netzwerkmanagement und schonen knappe IT-Ressourcen, während moderne Sicherheitsprotokolle und automatisierte Regelwerke vor Cyberangriffen schützen und Datenschutz gewähren. Echtzeit-Überwachung hilft dabei, die Netzwerknutzung zu optimieren und Ausfälle zu minimieren – um nur einige Beispiele zu nennen.

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