Wenn Aufträge wegbrechen und die Liquidität schrumpft Wie Sie die Insolvenz vermeiden – oder bewältigen
Ohne Zweifel sind die Zeiten hart, und immer häufiger verursachen äußere Umstände unverschuldet Liquiditäts-Engpässe. Doch nicht jeder Management-Fehler lässt sich mit diesem Deckmantel tarnen. So manche Ursache für die Schieflage von Unternehmen könnte vielmehr vermieden werden, und selbst im Ernstfall gibt es Hilfe.
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Zahlreiche Insolvenzen der jüngsten Vergangenheit, wie die der Systemhausgruppe TDMi, der COS Distributions GmbH oder des Storage- und CE-Herstellers Trekstor, spiegeln den wachsenden Druck auf IT-Unternehmen wider. Gleichzeitig prognostizieren Insolvenzverwalter eine auf Deutschland zurollende Pleite-Rekordwelle. Fast zwei Drittel der 107 vom Kreditversicherer „Euler Hermes“ und dem „Zentrum für Insolvenz und Sanierung an der Universität Mannheim“ Befragten rechnen damit, dass die Höchstmarke von 39.000 Firmenpleiten aus dem Jahr 2003 spätestens 2010 überschritten wird.
Risiko-Gruppe KMU
Der Beteiligungs- und Treuhandgesellschaft Procon-Treuhand zufolge sind vorrangig kleine und mittelständische Firmen (KMUs), mit einem Jahresumsatz von bis zu fünf Millionen Euro, gefährdet. Der Anteil der KMUs an den Insolvenzen wird auf weit über 80 Prozent geschätzt. Einmal in die Krise geraten, werden mehr als 90 Prozent aller Firmen letztlich geschlossen. Je kleiner der Betrieb, umso eher tendiere mittlerweile die Wahrscheinlichkeit der Rettung gegen Null.
Auch Euler Hermes resümiert, dass inbesondere kleine Mittelständler derzeit schwer zu kämpfen haben. Hauptursachen sind den befragten Insolvenzverwaltern zufolge in erster Linie wegbrechende Aufträge, gefolgt von Projektverzögerungen und Dominoeffekten durch Insolvenzen von Auftraggebern und Lieferanten. Fast ebenso prekär wirkt sich demnach die restriktive Kreditvergabe durch die Banken und die frühere Inanspruchnahme von Private-Equity-Kapital aus.
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