IT-Executive Summit 2021 Wie nachhaltig ist die Digitalisierung?

Von Sylvia Lösel Dieter Stehle

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Hersteller können an vielen Stellen für mehr Nachhaltigkeit sorgen. Das beginnt beim Design der Produkte, geht über ressourcenschonende Verpackungen bis hin zu Kühlung von Rechenzentren. Lenovo macht all dies, wie Dieter Stehle, General Manager ISG DACH in einem Statement erläutert.

Der IT-Executive Summit der Vogel IT-Akademie findet dieses Jahr am 30.9. und 1.10. in Schloss Fuschl statt.(Bild:  Vogel IT-Akademie)
Der IT-Executive Summit der Vogel IT-Akademie findet dieses Jahr am 30.9. und 1.10. in Schloss Fuschl statt.
(Bild: Vogel IT-Akademie)

Der Klimawandel stellt für uns als Menschheit eine große Herausforderung dar, auf die wir gemeinsam reagieren müssen, indem wir als Gesellschaft und als Einzelner die Art und Weise, wie wir leben und wirtschaften hinterfragen und verändern. Eine Maßnahme beim Umbau unserer Gesellschaft, die dabei großes Potential verspricht, ist die Digitalisierung. Aber nur, wenn wir das Thema richtig angehen! Das heißt, indem wir die richtigen Prioritäten mit Blick auf Natur und Umwelt setzen.

Dieter Stehle, General Manager Lenovo ISG DACH(Bild:  Lenovo)
Dieter Stehle, General Manager Lenovo ISG DACH
(Bild: Lenovo)

Für uns als Hersteller bedeutet das zum Beispiel, unsere Produkte im Rahmen einer Kreislaufökonomie ganzheitlich zu denken, indem wir den gesamtem Lebenszyklus von IT-Lösungen betrachten, beginnend mit einem Design, das bereits Fragen des Recyclings mit berücksichtigt.

Auch in den Bereichen Herstellung und Logistik steckt noch sehr viel Potential für mehr Nachhaltigkeit: So ist es uns beispielsweise gelungen, etliche Tonnen Plastik pro Jahr einzusparen, indem wir eine Verpackung für unsere Produkte entwickelt haben, die ganz ohne Klebebänder und Plastikdämmmaterial auskommt.

Zum IT-Executive Summit 2021

Unter dem Motto „Empowering Sustainable Growth“ steht der IT-Executive Summit der Vogel IT-Akademie. Nachhaltigkeit, Einflüsse der Finanz- und Wirtschaftsmärkte, sowie die Verknüpfung von Sustainability mit Herausforderungen im Geschäftsleben sind Themen, die ein spannendes Gipfeltreffen versprechen.

Eingeladen sind Vorstände und Geschäftsführer der wichtigsten Systemhäuser, ITK-Dienstleister, Managed Service Provider und Distributoren. Im Mittelpunkt steht der Austausch mit Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft über nachhaltige Wachstumsstrategien. Der diesjährige IT-Executive Summit findet am 30. September und 1. Oktober im Schloss Fuschl (Österreich) statt. Unterstützt wird die Veranstaltung durch Fujitsu, Hewlett Packard Enterprise (HPE), Kaspersky, Lenovo und Zoi.

Sie haben Interesse an der Agenda des IT-Executive Summit, an Informationen zum Event oder zur Teilnahme? Dann kontaktieren Sie uns bitte per Mail.

Energiebewusste Steuerung

Mit Blick auf den Energieverbrauch birgt der Betrieb von IT-Infrastruktur enorme Möglichkeiten für mehr Nachhaltigkeit. Ein Aspekt ist hier natürlich die Nutzung von erneuerbaren Energien. Ein anderer besteht darin, die Effizienz der Infrastruktur zu verbessern, sowohl mit Blick auf die Hardware-Komponenten, aber auch hinsichtlich der oft weniger berücksichtigten Software. Im Bereich des High Performance Computing – ein naturgemäß sehr Energie-aufwändiges Feld – ist es uns beispielsweise gemeinsam mit unserem Partner Leibniz Rechenzentrum gelungen, die Nutzung des HPC-Clusters SuperMUC-NG mit Hilfe einer energiebewussten Steuerung zu optimieren und so den Energieverbrauch deutlich zu senken, nahezu ohne Performance-Nachteile für die Nutzer.

Eine noch größere Rolle spielt das Thema Kühlung in diesem Zusammenhang. Dabei geht es sowohl um die effiziente Abführung von immer mehr Wärme – denn nur wenn das gelingt, können Prozessoren auch ihre volle Leistung entfalten, die wiederum benötigt wird, um nicht unnötige Kapazitäten vorhalten zu müssen, für deren Herstellung zuvor wertvolle Rohstoffe und Energie aufgewendet wurden. Außerdem erhöht sich durch ein gut funktionierendes Wärmemanagement die Lebensdauer der Komponenten.

Abwärme-Nutzung

Aber es stellt sich auch die Frage der Nutzung von Abwärme mit Blick auf den nachhaltigen Betrieb von Rechenzentren. Hier gibt es bereits einige sehr interessante Projekte wie beispielsweise die Einspeisung von warmem Kühlwasser in Fernwärmenetze oder der Betrieb von Gewächshäusern und Algenfarmen über Nahwärmenetzen. Mit Luftkühlung wird die Abwärme wortwörtlich zum Fenster hinausgeblasen und geht ungenutzt verloren.

Das Beispiel flüssigkeitsgekühlter Server macht aber auch deutlich, dass nicht nur Hersteller eine Verantwortung haben, eine nachhaltigere IT-Wirtschaft aufzubauen. Bislang spielen Fragen der Energieeffizienz und der Nachhaltigkeit bei den meisten IT-Projekten und Ausschreibungen noch keine bzw. nur eine untergeordnete Rolle, Preis und Leistung dominieren noch immer beim Thema IT-Beschaffung.

Damit die Digitalisierung tatsächlich zu mehr Nachhaltigkeit beitragen und so helfen kann, dem Klimawandel entgegen zu wirken, müssen Hersteller und Kunden offen sein für Veränderungen und neue Lösungen.

Zur Person: Dieter Stehle

Dieter Stehle leitet seit 2015 die ISG-Sparte von Lenovo in der DACH-Region. Zuvor war er sechs Jahe bei IBM in unterschiedlichen Positionen tätig.

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