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Studie der Universität Koblenz Was Projekte beflügelt und ausbremst

Autor: Katrin Hofmann

Wie stark der Einfluss bestimmter Faktoren auf die Erfolgsaussichten für Projekte ist, haben die Gesellschaft für Projektmanagement und die Hochschule Koblenz untersucht.

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Wenn alles Gute zusammen kommt, wird daraus das Beste.
Wenn alles Gute zusammen kommt, wird daraus das Beste.
(Bild: Pixabay)

Manches IT-Projekt dauert länger als geplant oder scheitert letzten Endes sogar, sei dass der Start ganz ausfällt oder Erwartungen der Auftraggeber nicht erfüllt werden. Deshalb ist es für Projektleiter gut zu wissen, wie sie selbst am ehesten zum Erfolg eines Vorhabens beitragen können.

Die Universität Koblenz und die Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement haben 400 Projekte untersucht, die als erfolgreich oder weniger erfolgreich eingestuft waren. Im Rahmen der Umfrage unter Projektleitern wurden rund 200 Faktoren abgefragt, die in Projekten eine Rollen spielen. So konnte festgestellt werden, welche Muster bei erfolgreichen oder nicht erfolgreichen Projekten regelmäßig auftraten.

Bildergalerie

Die größten „Effektstärken“ (siehe auch Grafiken in der Bildergalerie) und damit die stärksten Auswirkungen auf einen Projekterfolg stellte die Studie beim „frühzeitigen Managen der Risiken“, „zeitnahen Entscheidungen“ sowie der „Rollendefinition und Kompetenzklärung in der Projektorganisation“ fest. „Zusammengefasst dominieren bei den Kernfaktoren also vor allem Klarheit, Funktionieren der Aufgabenverteilung, zeitnahes Handeln, Fehler- und Konfliktkultur und schließlich Reflektion der Projektzielsetzungen“, fasst Prof. Dr. Komus von der Hochschule Koblenz zusammen. Faktoren wie Nutzung quantitativer Analysen haben der Studie zufolge hingegen nur einen geringen Einfluss.

Weitere Einflussfaktoren

Dagegen wird ein Misserfolg umso wahrscheinlicher, wenn zwischen Auftraggeber und Projektteam oder zwischen Internen und Externen eine Lagerbildung stattfindet. Ein effektives Risikomanagement ist demnach ein wichtiger Baustein, der zwar noch kein Projekt erfolgreich macht, dessen Vernachlässigung jedoch das Vorhaben trotzdem in Schieflage bringen kann. Begeisterung kann zudem auslösen, wenn niemand ausgegrenzt wird oder der Projektleiter grundsätzlich gut ist. „Diese Faktoren machen anscheinend oft den Unterschied zwischen akzeptablen und sehr guten Projektergebnissen“, erläutert Prof. Dr. Komus.

Die komplette Studie finden Sie hier.

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Über den Autor

 Katrin Hofmann

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Editor, IT-BUSINESS