Definition Was ist ISO?

Autor / Redakteur: Christian Schreiber / Sarah Böttcher

Mit der internationalen Organisation für Normung (ISO) existiert ein weltweit operierender Verband zur Einführung bestimmter Standards. Mit Ausnahme der Elektrotechnik und der Elektronik erstreckt sich die Arbeit der ISO auf praktisch alle Produktbereiche.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Die Internationale Organisation für Normung (International Organization for Standardization) ist der gemeinsame Verbund nationaler Normungsorganisationen. Aktuell (2021) sind unter dem Dach der in Genf ansässigen ISO-Institute und -Vereinigungen zur Normgebung aus insgesamt 165 Ländern vereint. Für die Bundesrepublik Deutschland ist das Deutsche Institut für Normung e. V. (DIN) seit dem Jahr 1951 Mitglied. Die Aufgabe der internationalen Organisation für Normung besteht in der Ausgestaltung von Standards für viele Bereiche des Wirtschafts- und Handelssektors. Ziel ist die weltweite Erleichterung der Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen sowie deren einfacher Vertrieb.

Internationale Kompatibilität als Ziel

Bislang sind von der internationalen Organisation für Normung über 22.000 internationale Standards und zugehörige Dokumente veröffentlicht worden. Diese stellen weltweit anerkannte Richtlinien und Rahmenbedingungen auf der Grundlage internationaler Zusammenarbeit dar. Alle Standards basieren auf einer einvernehmlichen Entscheidung der ISO-Mitglieder und können daher als solide Basis gelten, um eine internationale Produktkompatibilität zu erreichen und innovative Entwicklungen zu ermöglichen. ISO-Standards decken nahezu alle denkbaren Bereiche ab – von technischen Lösungen bis hin zu Systemen, die Prozesse und Verfahren organisieren.

ISO-Zertifizierungen als Schlüssel zum Qualitäts- und Umweltmanagement

Die internationalen Organisation für Normung wird weitgehend von ihren Mitgliedern selbständig kontrolliert. Sämtliche relevanten internationalen Standards werden freiwillig angewendet. Gleichwohl gibt es Unternehmen oder auftraggebende Dienststellen, die von Herstellern und Lieferanten eine spezifische Zertifizierung verlangen. Dies ist meist eine ISO 9001-Zertifizierung oder eine ISO 14001-Zertifizierung. Während die Norm 9001 eine Zertifizierung für effektives Qualitätsmanagement darstellt und dem Ziel einer erhöhten Kunden- bzw. Nutzerzufriedenheit dient, handelt es sich bei der Norm 14001 um ein Umweltmanagementsystem, welches Unternehmen bei der Durchführung strukturierter und effizienter Risikosenkung unterstützen soll. Sowohl die Norm 9001 als auch die Norm 14001 konzentriert sich auf die kontinuierliche Verbesserung der Arbeitsorganisation. Optimierungsmöglichkeiten sollen dabei umfassend identifiziert und realisiert werden.

Zertifizierungsprozess nach einheitlichem Schema

ISO-Zertifizierungen können Unternehmen dabei behilflich sein, die Verlässlichkeit und Qualität ihrer Produkte und Dienstleistungen hervorzuheben. Deutsche Zertifizierungsstellen für ISO-Normen sind beispielsweise der TÜV oder die DEKRA. Der gewöhnliche Ablauf einer ISO-Zertifizierung (beispielsweise der ISO 9001) folgt dabei einem einheitlichen Schema:

  • Das optionale Vor-Audit,
  • Das eigentliche Zertifizierungs-Audit,
  • Die Erteilung des Zertifikats nebst Eintrag in die Online-Zertifikatsdatenbank.

Jährliche Überwachungs-Audits sowie eine Re-Zertifizierung nach drei Jahren gehören ebenfalls zum Prozess.

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