Definition Was ist eine Lieferkette?

Autor / Redakteur: Andi_dd / Andreas Bergler

Eine Lieferkette umfasst sämtliche logistischen Prozesse von den Zulieferern bis zum Endkunden. Mit moderner Software optimieren Unternehmen die Supply Chain und reduzieren zum Beispiel den Lagerbedarf sowie die Beschaffungskosten.

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Grundlagenwissen zum IT-Business
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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Die Lieferkette, die auch als Supply Chain bezeichnet wird, ist im täglichen Wirtschaften zentral. Nur professionell organisierte Lieferketten stellen sicher, dass Firmen reibungslos produzieren und Händler ausreichend Waren bieten können. Unterbrechungen in der Supply Chain haben Produktionsstillstände und Lieferschwierigkeiten im Groß- beziehungsweise Einzelhandel zur Folge. Darüber hinaus wollen sämtliche Akteure ihre Kosten und Risiken reduzieren. Innovative Softwarelösungen ermöglichen eine zuverlässige Planung und Steuerung dieser Prozesse.

Unternehmerische Ziele bei der Lieferkette

Die Vermeidung von Mangel ist eine wesentliche Zielstellung der Organisation von Lieferketten. Ein Produktionsbetrieb muss zum Beispiel sicherstellen, dass er jederzeit über die notwendigen Rohstoffe, Halberzeugnisse und andere Komponenten für die Fertigung verfügt. Ein Händler muss mit seiner Beschaffungspolitik erreichen, dass Kunden alle gewünschten Artikel unmittelbar kaufen können oder zumindest mit kurzen Lieferzeiten erhalten. Die Kosten spielen bei der Supply Chain ebenfalls eine zentrale Rolle. Berücksichtigung verdienen insbesondere:

  • Kosten für die Lagerung
  • Transportkosten
  • Preise bei der Beschaffung

Die Beschaffung stellt eine enorme Herausforderung dar. Wichtig ist, Waren zu möglichst niedrigen Preisen zu kaufen. Zugleich minimieren kluge Unternehmen ihren Lagerbedarf, um Kosten für die Lagerhaltung einzusparen. Auch beim Transport gibt es beachtliche Einsparungs- und Optimierungspotenziale.

Softwarelösungen im Bereich Supply Chain

Die komplexen Aufgaben bei der Planung und der Steuerung von Lieferketten lassen sich mit leistungsstarker Software weitgehend automatisch bewältigen. Grundsätzlich kommen dafür ERP-Systeme infrage, allerdings erfüllen diese nur in einem begrenzten Maß die gewünschte Funktion. Mit Warenwirtschaftssystemen können Unternehmen insbesondere die Beschaffung automatisieren und einen Mangel an Waren verhindern. Sie haben die aktuellen Warenbestände im Blick, die Software weist auf Beschaffungsbedarf hin oder löst Bestellungen automatisiert aus. Eine langfristige Planung der Lieferkette ist mit diesen ERP-Systemen jedoch nicht möglich. Hierfür empfehlen sich umfangreiche Supply-Chain-Management-Systeme oder entsprechende Add-ons für vorhandene Softwareprogramme wie ERP-Systeme.

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