Definition Was ist eine Festplatte?

Von malimo

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Die Festplatte ist die Hardware, die das Speichern von Daten auf einem Computer überhaupt erst ermöglicht. Es wird unterschieden zwischen Hard-Disk-Drive (HDD), dem gängigen Festplattenlaufwerk, und Solid-State-Disk (SSD), die Flashspeicher nutzen.

Grundlagenwissen zum IT-Business(Bild:  © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)
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Jede HDD-Festplatte enthält magnetische Scheiben, die sich mit hoher Geschwindigkeit drehen und „Platters“ genannt werden. Je höher die Rotationsgeschwindigkeit ist, desto schneller erfolgt der Zugriff auf die gespeicherten Information. Die Bandbreite liegt zwischen 5.400 bis 15.000 Umdrehungen pro Minute.

Beim Verfassen von Informationen magnetisiert ein Träger mit Schreib- und Lesekopf die Oberfläche der Scheiben entsprechend des Binärcodes - und zwar dauerhaft und berührungslos. Beim Lesen der Daten kehrt sich der Prozess um: Der Sensor ermittelt die Magnetisierung der Scheibe und verwandelt die erhaltenen Werte zurück in lesbare Informationen. Werden Daten einer Datei geändert, so passt der Sensor die magnetische Ladung des entsprechenden Scheibenfragments an.

Auf der Festplatte werden die gespeicherten Daten in Blöcken separiert, die unterschiedlich groß sind. Gängig sind 512 oder 4096 Byte. Die Speicherkapazität der Festplatte resultiert demnach aus der Multiplikation der jeweiligen Größe mit der Anzahl der vorhandenen Blöcke. Je weiter die Blöcke voneinander entfernt liegen, umso länger dauert ein Lesevorgang. Deshalb empfiehlt es sich, die Festplatte in regelmäßigen Abständen zu defragmentieren. Damit werden die Blöcke in der Reihenfolge auf der Festplatte optimiert.

Interne und externe Festplatten

Die interne Festplatte im Computer ist das Speichermedium, auf dem alle Dokumente, Fotos, Videos und Apps langfristig gesichert werden. Sie ist zudem mit dem Motherboard, meint: der Hauptplatine, des Computers direkt verbunden. Eine externe Festplatte kann per USB hingegen prinzipiell an jedes beliebige Gerät angeschlossen werden und dient vorrangig der Sicherung persönlicher Dateien. Externe Festplatten verfügen über Speicherkapazitäten von derzeit bis zu 20 TB (Terabyte).

Hauptnachteil von HDDs als externer Festplatte: Die vielen mechanischen Teile, die für ein einwandfreies Funktionieren erforderlich sind, begünstigen eine hohe Anfälligkeit für Schlag- und Stoßschäden.

Die elektronische Variante: Wie arbeitet eine SSD-Festplatte?

Solid-State-Disks, kurz SSDs, sind inzwischen der bevorzugte Datenträgertyp in hochwertigen Laptops und verrichten Ihren Dienst - in einer speziellen Ausprägung - auch in allen Smartphones und Tablets. Eine SSD-Festplatte verwendet keine Magnete, sondern nutzt Halbleiter: Diese speichern Daten, indem sie den elektrischen Zustand von Billionen interner Schaltkreise verändern.

Der wohl größte Vorteil von SSDs liegt in der nennenswert kürzeren Zugriffszeit. Da es keine mechanischen Teile in der Festplatte gibt, entfällt die Wartezeit beim Auslesen bis eine Scheibe sich in die entsprechende Position gedreht hat. Eher die Regel als die Ausnahme sind bis zu fünffach höhere Geschwindigkeiten als bei klassischen HDD-Festplatten. Normalerweise arbeiten SDDs lautlos, da sie keine mechanischen Teile besitzt. Jedoch durch elektronische Bauteile können Vibrationen entstehen, die dann als Töne wahrgenommen werden können.

Allerdings ist die SSD-Festplatte sowohl in der Herstellung als auch im Verkauf deutlich teurer.

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