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Definition Was ist eine DXF-Datei?

Autor / Redakteur: Updater / Margrit Lingner

Kompatibilität spielt in der IT-Branche eine wichtige Rolle. Innerhalb des CAD-Bereiches (Computer Aided Design) sorgt das so genannte Drawing Interchange File Format (DXF) für friktionsfreien Datentransfer.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Für den problemlosen Datentransfer im CAD-Umfeld hat sich das so genannte Drawing Interchange File Format durchgesetzt.

Was versteht man unter DXF?

Das von dem Software-Unternehmen AutoDesk offen dokumentierte DXF-Format stellt aufgrund seines umfassend beschriebenen sowie logisch strukturierten Datenaufbaus den quasi Industriestandard für den programm- und systemübergreifenden Datenaustausch innerhalb von CAD-Systemen dar. Import und Export von DXF-Dateien sind heute mit jeder CNC- oder CAD-Software möglich. Das Format unterstützt sämtliche Elemente, die für technische Zeichnungen geeignet und implementierbar sind. DXF-Dateien verfügen grundsätzlich über keine Dimension, so dass dem Nutzer einer "fremden" DXF-Datei die zur Erstellung der Zeichnung verwendete Einheit bekannt sein muss. Mittels eines sogenannten DWG-Viewers (DWG = Datenaustauschprogramm für AutoCAD-Dateien) ist es möglich, auch 2D/3D-Dateien einzulesen.

Was die Bezeichnung DXF betrifft, so wird diese nicht – wie oft irrtümlich angenommen – von dem Begriff "Data eXchange Format" hergeleitet. Der Gründer von AutoDesk, John Walker, veranlasste die Umbenennung der Bezeichnung von DIF (für "Drawing Interchange File Format") in DXF, um Verwechslungen mit dem Tabellenkalkulationsprogramm Visicalc zu vermeiden.

Wie ist eine DXF-Datei aufgebaut?

Die Gliederung von DXF-Dateien wird hauptsächlich von den vier Elementen, Kopf, Tabellen, Blöcke und Geometrie bestimmt, welche mit den entsprechenden englischen Bezeichnungen versehen sind. Diese Bausteine dienen zur Speicherung des geometrischen Content sowie diverser Zusatzinformationen.

Der Aufbau im Detail:

  • Kopf: Im Kopfbereich werden grundlegende Eigenschaften, die der Definition der Arbeitsumgebung dienen, gespeichert. Dazu zählen unter anderem die Assozierungsfähigkeit von Bemaßungen, Maßketten-Attribute, Parameter für Rundungen und Schraffuren sowie Angaben zur Position der globalen bzw. lokalen Koordinatensysteme.
  • Tabellen: Der Tabellensektor dient der Ablage verschiedener Informationen über geometrische Elemente – z.B. Farbe oder Strichstärke - sowie deren Visualisierung am Bildschirm.
  • Blöcke: DXF bietet die Möglichkeit, Elemente wie Schraffuren, Maßketten oder frei definierte Geometrieelemente zu Blöcken zusammenzufassen und deren Eigenschaften in sogenannten Blockdefinitionen zu speichern.
  • Geometrie: In diesem Abschnitt werden geometrische Formen (z.B. Linien, Polygone oder Kreise) zusammen mit Texten und anderen Attributen, wie Farbe, Strichstärke oder Linienart, abgespeichert. Wird die Anzahl der Informationen in diesem Bereich auf das Wesentliche beschränkt, können eventuell auftretende Probleme bei der Darstellung vermieden werden.

DXF Dateien – welche Möglichkeiten einer Versionierung bestehen?

Jede Version einer DXF-Datei verfügt über eine eigene Versionsnummer (Format: ACnnn), wodurch die zum Einlesen benötigte AutoCAD-Version ermittelbar ist. Sowohl DXF-Dateien der eigenen Version als auch jene einer früheren AutoCAD-Version sind in AutoCAD einlesbar. DXF zeichnet sich durch unbeschränkte Abwärtskompatibilität aus, auch wird der Funktionsumfang mit jeder neuen Version stets nur erweitert, niemals jedoch reduziert.

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