Definition Was ist ein Mainboard?

Autor Klaus Länger

Das Mainboard, oft auch als Motherboard oder Systemboard bezeichnet, ist die Hauptplatine eines Rechners. Sie dient als Basis für Prozessor und Speicher und stellt die Verbindung zu den unterschiedlichen Schnittstellen her.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Der Begriff steht für eine durch weitere Komponenten erweiterbare Hauptplatine in einem Rechner. Sie besteht aus einer Leiterplatte (Printed Circuit Board – PCB) die mit unterschiedlichen Bausteinen bestückt ist. Dazu zählen etwa der Sockel für den Prozessor und die Steckplätze für Speicher und Erweiterungskarten. Teilweise sind die CPU und der Speicher auch direkt auf die Hauptplatine gelötet. Weitere Bauteile sind der Chipsatz, soweit vorhanden und nicht in der CPU integriert, Schnittstellenchips, Speicherchips für die Firmware, die Schnittstellen für Massenspeicher, Peripherie und Ein-/Ausgabegeräte sowie diverse passive Komponenten für die Stromversorgung und der Anschluss für das Netzteil. Bei Rechnern wie PCs, Workstations oder Servern kommen Mainboards in standardisierten Formfaktoren wie ATX, EATX, Micro-ATX oder Mini-ITX zum Einsatz, in Notebooks meist Hauptplatinen in proprietären Formaten.

Der Aufbau eines PCB

Die Leiterplatte als Grundkomponente eines Mainboards ist bei Rechnern aus mehreren Lagen aufgebaut, die teilweise mit bedruckten Schaltungen Signale übertragen oder die Spannungsversorgung der Komponenten übernehmen. Größere Bauteile werden meist in Through Hole Technology, THT auf der Platine befestigt, kleinere Bauelemente werden mittels lötfähiger Anschlussflächen (Lötpads) direkt auf eine Leiterplatte gelötet. Während die Durchsteckmontage teilweise noch manuell erfolgt, werden SMD-Bauelemente grundsätzlich automatisch bestückt.

Den Ablauf der Mainboard-Produktion am Beispiel des Fujitsu-Werks in Augsburg zeigt das folgende Video: www.youtube.com/watch?v=nwkr411TYvc.

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