Definition Was ist ein Backbone?

Von andi_dd

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Der Begriff Backbone beschreibt innerhalb von Telekommunikationsnetzen das Basisnetz. Dieses verbindet vielfältige Netzknoten und Netzwerke. Die Leistungsstärke und die Sicherheit dieses Basisnetzes sind von zentraler Bedeutung.

Grundlagenwissen zum IT-Business(Bild:  © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)
Grundlagenwissen zum IT-Business
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Backbone heißt wörtlich übersetzt Rückgrat: Im Zusammenhang mit Telekommunikation bezeichnet Backbone prägnant den Teil des Leitungs- und Satellitennetzes, der für den gesamten Datenaustausch unverzichtbar ist. Im Regelfall verwenden die verantwortlichen Unternehmen hierfür Glasfaser sowie satellitengestützte Elemente, die den Transfer enormer Datenmengen ermöglichen. Eine große Bandbreite ist ein wesentliches Merkmal dieser Basisnetze.

Backbones in verschiedenen Bereichen

Basisnetze gibt es in unterschiedlichen Dimensionen. Auf der größten Ebene handelt es sich um das wichtigste Element der Telekommunikationsinfrastruktur. Durch Glasfasernetze und Co. strömt der Großteil des weltweiten Datenverkehrs. Ohne diese Infrastruktur wären Tätigkeiten wie im Internet Surfen, IP-Telefonie und Streamen nicht möglich.

Darüber hinaus findet die Bezeichnung Backbone im WAN- und LAN-Bereich Anwendung. Bei einem Wide Area Network verbindet das Basisnetz verschiedene Gebäude wie Uni-Einrichtungen auf einem Campus. Bei einem Local Area Network sind zum Beispiel die Leitungen innerhalb eines Mehrfamilienhauses das Backbone.

Backbone: Varianten und Leistungsstärke

Das Basisnetz muss umfangreiche Datenmengen schnell über große Strecken transportieren. Das setzt leistungsfähige Kabel oder Satellitentechnik voraus. Bei Kabeln setzen Betreiber auf Glasfaserkabel, die im Vergleich zu Kupferkabeln eine höhere Bandbreite erreichen. Kupferkabel finden sich dagegen häufig auf dem letzten Teilstück zu den Kunden. Für viele Haushalte und Gewerbekunden ist die Bandbreite dieser Kupferkabel zu gering: Mangels Glasfaseranschlüssen nutzen sie deshalb die Tarife von Kabel-TV-Anbietern, die einen Internetanschluss über TV-Koaxialkabel präsentieren. Die Bandbreite ist größer als bei Kupferkabeln, reicht aber nicht an die Leistungskraft von Glasfaser heran.

Sicherer Datentransport als bedeutendes Kriterium

Die Zuverlässigkeit des Datentransports genießt bei der Konstruktion von Backbones hohe Priorität. Betreiber gestalten diese Basisnetze redundant, indem sie die einzelnen Elemente doppelt installieren. Fällt eine Leitung aus, leiten sie die Datenmenge unmittelbar über das Back-up weiter. Ohne dieses Sicherheitsnetz würde bei Problemen ein großflächiger Ausfall des Internets und insgesamt der Telekommunikation drohen. Zudem treffen Betreiberfirmen Vorkehrungen gegen Sabotage, Hackerangriffe und ähnliche Sicherheitsrisiken.

Leistungsfähiges Backbone als Faktor bei der Digitalisierung

In Deutschland verantworten private Firmen den Ausbau des Basisnetzes. Wichtigster Betreiber von Glasfasernetzen ist die Deutsche Telekom, darüber hinaus engagieren sich weitere Telekommunikationsanbieter, Energieversorger und TV-Kabel-Dienstleister in diesem Bereich. Der Staat fördert diese Aktivitäten insbesondere in Regionen, in denen sich Investitionen aus wirtschaftlichen Gründen nicht lohnen. Ein leistungsstarkes Backbone ist in Zeiten der Digitalisierung ein herausragender Standortfaktor. Wirtschaftspolitiker haben deshalb ein großes Interesse an, dass Betreiber den in Deutschland lange Zeit unzureichenden Glasfaserausbau forcieren.

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