Partnertag bei G Data Vorhang auf für den Tech Day 2023

Von Barbara Gribl 3 min Lesedauer

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Der G Data Campus leuchtete in Rot, als die 200 Teilnehmer den Tech Day 2023 von G Data und Ionos ausklingen ließen. Trends aus IT-Security und Cybercrime prägten den Tag und sorgten für reichlich Gesprächsthemen beim Networking.

Andreas Lüning, Vorstand und Mitgründer von G Data CyberDefense, bei der Eröffnungsrede des Tech Day 2023 in Bochum.(Bild:  G Data CyberDefense)
Andreas Lüning, Vorstand und Mitgründer von G Data CyberDefense, bei der Eröffnungsrede des Tech Day 2023 in Bochum.
(Bild: G Data CyberDefense)

„Mit KI werden wir leben müssen“, so Andreas Lüning, Vorstand und Mitgründer von G Data CyberDefense, in der Eröffnungsrede. Und neben allen Chancen und Fortschrittsglaube könne Künstliche Intelligenz (KI) auch betrügen. „Da müssen wir etwas entgegensetzen und schnell sein. Ich glaube, dass wir mit Pioniergeist etwas zusammenstellen können, um den Anforderungen der Zukunft gerecht zu werden“, betont Lüning. Mit diesen Worten schnitt er ein großes Thema an, dass die (Security-)Welt bewegt – und leitete das Programm des sechsten Tech Day auf dem Bochumer Campus ein.

Auf der Agenda standen der Launch-Report der Managed EDR-Lösung von G Data, Vorträge über das Ionos-Portfolio, Cloud-Security, die Zusammenarbeit zwischen G Data und Ionos, Einblicke in die Arbeit von Malware-Analysten und den Nutzen von Awareness Trainings.

G Data & Ionos Tech Day 2023
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G Data launcht Managed EDR

Ein 24/7-Service sei das, was von Kunden mehr und mehr gefordert ist. Dies möchte G Data mit einem Analysten-Teams gewährleisten. Zu EDR gehört nun auch ein integrierter Experten-Service. Neun Analysten arbeiten in vier Schichten, um dies abzudecken. Zum szenischen Vergleich wird ein Raubüberfall dargestellt. „So muss der Dieb zumindest noch eine zweite Verriegelung überwinden, bevor er mit der Beute rausrennen kann. Und muss daraufhin überhaupt erst als solcher verifiziert werden“, erklärt Sascha Levölger, Business Owner B2B-Lösungen bei G Data CyberDefense.

Das Monitoring übernimmt also das 365-Managed-EDR-Team des Sicherheitsanbieters und wertet Auffälligkeiten aus. Handelt es sich um einen Angriff, wird genau analysiert und das betroffene Unternehmen bei einem ernsten Vorfall umgehend benachrichtigt. Klare Handlungsempfehlungen an die IT-Abteilung folgen. Kunden profitieren von Knowhow – made in Germany. G-Data-Analysten stehen Unternehmen nämlich in Deutsch zur Seite. In Situationen, in denen Verantwortliche einen kühlen Kopf bewahren müssen, kann das durchaus ein Vorteil sein. Und auch das As-a-Service-Businessmodell ist in Zukunft nicht mehr wegzudenken – bestätigt Tim Kartali, Head of Channel Sales bei Ionos.

Erster Tech Day der neuen Partner

„Für uns ist der erste gemeinsame Tech Day mit Ionos eine absolute Besonderheit, weil wir bisher hier noch nie mit einem Partner aufgetreten sind“, erzählt Hendrik Flierman, VP Global Sales & Marketing bei G Data CyberDefense.

Dass beide Unternehmen ein gutes Match sind, „liegt auf der Hand“, bestätigt Kartali. „Wir sind zwei deutsche Unternehmen mit hohen Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen und vertreten die gleichen Werte. Da ist es eigentlich nur logisch, dass wir aus Deutschland heraus zusammenarbeiten.“

Tim Kartali (Ionos) und Hendrik Flierman (G Data).(Bild:  G Data CyberDefense)
Tim Kartali (Ionos) und Hendrik Flierman (G Data).
(Bild: G Data CyberDefense)

Neue rechtliche Anforderungen

Mit NIS2 kommt einiges auf den IT-Markt zu. Die Richtlinie soll bis Oktober 2024 in nationales Recht übertragen werden. Diese Fragen können Unternehmen helfen, das eigene Risiko zu ermitteln: Wie wahrscheinlich ist ein Cyberangriff und was wären die Auswirkungen auf das Unternehmen, auf die Gesellschaft und die Wirtschaft? „Es müssen Maßnahmen getroffen werden, um das Risiko zu senken, darunter die Erstellung eines Notfallplans, das Sorgen für IT-Sicherheit und das Schließen von Schwachstellen. Das Ganze muss immer wieder neu bewertet und nachgebessert werden“, erläutert Lüning.

Sind Security-Awareness-Trainings noch sinnvoll?

Phishing-Reports hin oder her: Es gibt immer einen, der klickt. Christian Laber, Head of E-Learning Development bei G Data CyberDefense, geht in seinem Vortrag auf die interaktiven Schulungsformate ein.

IT-Sicherheit ist Teamwork. Daher muss man auch alle mitnehmen.

Matthias Koll, Business Owner G Data Academy bei G Data CyberDefense

„Das größte Einfallstor ist immer noch der User. Daher muss eine Sensibilisierung stattfinden. Es gibt viele Faktoren, die dazu führen können, dass ein Unternehmen verschlüsselt ist oder nicht mehr arbeitsfähig“, sagt Flierman abschließend. „Aus unserer Sicht ist es schon wichtig, dass die Mitarbeiter eine Grundausbildung bekommen, wie sie mit gewissen Sachen umgehen oder auf diese reagieren können.“

Dr. Christina Reinhard (Ruhr-Universität Bochum) und Andreas Lüning (G Data  CyberDefense).(Bild:  G Data CyberDefense)
Dr. Christina Reinhard (Ruhr-Universität Bochum) und Andreas Lüning (G Data CyberDefense).
(Bild: G Data CyberDefense)

Ein Fall aus der Realität

Der Cyberangriff auf die Ruhr-Universität Bochum (RUB) im Mai 2020 ist da so ein Fallbeispiel, von dem Dr. Christina Reinhardt, Kanzlerin der RUB, auf dem Tech Day 2023 berichtet. Die gesamte IT der Universität und deren Einrichtungen waren durch Ransomware verschlüsselt worden. Dr. Reinhardt sprach über die weitreichenden Folgen des Angriffs für die Beschäftigten sowie die Studierenden und beschrieb, wie das Rektorat und die IT den Krisenfall bewältigten – auch mit Hilfe der Incident-Response-Experten von G Data Advanced Analytics. Die Lehren aus dem Vorfall: „Wichtig ist die Vorbereitung auf einen möglichen Ernstfall und die klare Definition von Verantwortlichkeiten“, so Dr. Reinhardt.

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