Bitkom-Umfrage Von Rezepten bis Musik: Sprachassistenten immer beliebter

Von Alexander Siegert 2 min Lesedauer

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Ob Risotto-Rezept, Musik oder Wanderwege: 12 Jahre nach dem Debüt von Siri haben digitale Sprachassistenten einen festen Platz im Alltag gefunden. Doch es gibt gute Gründe, Alexa und Konsorten nicht alles zu überlassen.

29 Prozent der Nutzer von Sprachassistenten lassen sich laut Bitkom-Umfrage per Spracheingabe Rezeptanweisungen geben oder den Timer stellen, bevor in der Küche das große Chaos ausbricht.(Bild:  AIproduction - stock.adobe.com)
29 Prozent der Nutzer von Sprachassistenten lassen sich laut Bitkom-Umfrage per Spracheingabe Rezeptanweisungen geben oder den Timer stellen, bevor in der Küche das große Chaos ausbricht.
(Bild: AIproduction - stock.adobe.com)

Zu Beginn wurden Sprachassistenten noch oft als witzige Spielerei belächelt, doch laut einer aktuellen Untersuchung des Bitkom werden digitale Sprachassistenten in deutschen Haushalten zunehmend in unterschiedlichen Szenarien eingesetzt und sind inzwischen endgültig im Alltag angekommen.

„Fast alles, was per Fingerklick auf Tastatur, Maus oder Touchscreen möglich ist, lässt sich dank der Sprachassistenten mittlerweile auch per Stimme steuern – und damit noch schneller und bequemer erledigen. Ob zu Hause im Wohnzimmer oder unterwegs im Auto: Entsprechend groß ist die Bandbreite der Bereiche, in denen die Nutzerinnen und Nutzer diese einsetzen und damit die Hände für anderes freihaben“, sagt Dr. Sebastian Klöß, Bereichsleiter Consumer Technology beim Bitkom.

Wofür die Umfrage-Teilnehmer die Sprachassistenten am liebsten nutzen, erfahren Sie in der Bildergalerie.

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Sprachassistenten mit Bedacht einsetzen

Trotz Komfortgewinn, den die Helferlein wie Siri, Google Home oder Alexa bieten, bergen sie doch gewisse Sicherheitsrisiken in sich. Die Anbieter dieser Assistenten nutzen nicht nur frei verfügbare Informationen aus dem Internet zur Verbesserung ihrer Produkte, sondern greifen auch auf Benutzereingaben zurück.

Nicht nur während der Nutzung des Assistenten werden Daten erfasst, sondern auch auf das Webprotokoll zugegriffen, um das Profil zu personalisieren. Suchanfragen, besuchte Websites oder angesehenen YouTube-Videos werden ebenfalls miteinbezogen.

Unberechtigte Zugriffe auf die Geräte sollten ohnehin vermieden werden. Dafür empfiehlt es sich, z.B. Smart Speaker an Orten zu positionieren, die nur den berechtigten Nutzern zugänglich sind. Ein Platz am geöffneten Fenster ist daher tabu, vor allem dann, wenn ein smartes Türschloss mit dem Gerät bedient wird. Des Weiteren ist die Sicherung mit einer PIN oder einem Passwort ratsam, damit kritische Sprachbefehle oder Bestellungen erst nach korrekter Eingabe durchgeführt werden. Auch die Einrichtung von Sprachprofilen für verschiedene Personen ist sinnvoll, um unberechtigten Nutzern den Zugriff zu erschweren. Bei Abwesenheit sollte das Gerät am besten deaktiviert oder komplett ausgeschaltet werden.

Wer für noch mehr Sicherheit sorgen möchte, ist mit der Einrichtung eines separaten WLAN für den digitalen Assistenten gut beraten. Andere Geräte wie Laptops oder Smartphones sind so vom Smart Home getrennt und sensible Daten besser geschützt.

Hin und wieder lohnt es sich auch, die Daten in den Kontoeinstellungen der Sprachassistenten zu überprüfen. Ungewöhnliche Befehle können so schnell erkannt und Schlimmeres verhindert werden. Wer bei den gespeicherten Daten den Überblick behält, kann eine missbräuchliche Verwendung schneller erkennen. Ebenso sollten die Datenschutzeinstellungen regelmäßig kontrolliert und individuell angepasst werden.

Erweiterungen für die Assistenten installiert man am besten nur aus vertrauenswürdigen Quellen. Die Schnittstellen sollten sich auf das Notwendigste beschränken und nur Geräte verbinden, die für das gesamte System wirklich unverzichtbar sind.

Zur Methodik der Befragung

Die Ergebnisse basieren auf einer Umfrage, die von Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt wurde. In diesem Zusammenhang wurden telefonische Befragungen mit 1.159 Personen ab 16 Jahren in Deutschland durchgeführt, wobei 558 Personen Sprachassistenten nutzen. Die Befragung erstreckte sich über den Zeitraum von KW 21 bis KW 24 im Jahr 2023.

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