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20 Jahre Cancom

Vom Apple-Händler zum Dienstleister

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Rettung vor der Pleite

Gleichzeitig begann Apple nun aber auch, Rechner für Sekretariate, Buchhaltungsabteilungen, Warenlager und Achitekturbüros zu produzieren. Für diesen neuen Markt wurden Händler gesucht. Die beiden Firmengründer verhandelten also mit dem Hersteller, mit dem Ergebnis, dass Cancom am 1. Januar 1993 als Apple-Business-Händler autorisiert wurde.

Ein Jahr später eröffnete Cancom die erste richtige Niederlassung, stieg 1996 in das Kataloggeschäft ein und startete im Mai 1998 den ersten Webshop. Der Schritt, Rechner per Versandhandel zu verkaufen, war riskant. Denn damals galt die Auffassung, dass der Kunde etwas zum Anfassen möchte. Doch die Cancom-Gründer hatten wieder den richtigen Riecher, der sie 1999 schließlich an die Börse brachte.

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Es folgten die erste Übernahme der Teampoint AG und die Expansion nach England, beides im Jahr 2000. Das war der Start von Cancoms Einkaufstour und dem damit verbundenen anorganischen Zuwachs. Das rasante Wachstum zwang Cancom aufgrund von Platzmangel zu mehreren Umzügen. 2001 entschloss man sich, die Firmenzentrale nach Jettingen-Scheppach zu verlegen.

Unter den Top drei

Nach eigenen Angaben zählt Cancom mittlerweile zu den Top drei der deutschen Systemhäuser. Die Konzerngruppe hat etwa 30 Standorte in Deutschland, Österreich und Großbritannien und beschäftigt über 2.000 Mitarbeiter. Mit einem vorläufigen Konzernumsatz von 544,1 Millionen Euro und einem vorläufigen Betriebsergebnis in Höhe von 18,5 Millionen Euro konnte das Systemhaus auch im Geschäftsjahr 2011 sein kontinuierliches Wachstum im Umsatz und Ergebnis fortsetzen. Das entspricht einem Plus von 14,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wovon 13,3 Prozent als organisch zu betrachten sind. Insgesamt erreicht das Unternehmen damit eine neue Bestmarke seit seinem Bestehen.

Die Zeiten des Boxen-Schiebens sind angesichts dieser Zahlen längst vorbei. Den Löwenanteil an diesen Zahlen macht das Dienstleistungsgeschäft aus. Dieses lag insbesondere im Bereich der höherwertigen Services bei dem vorläufigen Konzern-EBITDA bei 25 Millionen Euro und stieg damit um 31,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2010: 19 Millionen Euro). Die EBITDA-Marge beträgt für das abgelaufene Geschäftsjahr somit 4,6 Prozent.

Ausgegliederte Cloud

In seiner Rede auf der Jubiläumsfeier bekräftigte Weinmann sein Ziel, zur 25-Jahr-Feier die Milliarden-Hürde beim Umsatz zu knacken. Dabei soll es neben den bisherigen Sparten E-Commerce/Trade und IT-Solution nun auch die Cancom Cloud Solution GmbH geben. Das wurde am Tag der Feier endgültig beschlossen. Mit der Ausgliederung in eine eigene GmbH möchte das Systemhaus den Stellenwert von Cloud Computing in der Konzerngruppe betonen.

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