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Unitymedia verschwindet Vodafone baut 1.300 Stellen ab

Autor: Ann-Marie Struck

Nach der Übernahme des Kabelnetzwerkbetreibers Unitymedia durch Vodafone im Jahr 2018 verschwindet die Marke nun ganz. Wie bereits nach der EU-Genehmigung 2019 angekündigt, wird es zu Gunsten des Netzwerkausbaus Personaleinsparungen geben. Zudem hat Vodafone weitere Fortschritte beim Breitbandausbau eingeleitet.

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Aus zwei wird eins: Unitymedia ist jetzt Vodafone.
Aus zwei wird eins: Unitymedia ist jetzt Vodafone.
(Bild: © SecondSide - stock.adobe.com)

Im Mai 2018 hatte Vodafone Unitymedia aufgekauft. Im Sommer 2019 hat auch die EU-Kommission die Übernahme genehmigt. Ab sofort gibt es die Marke nicht mehr auf dem Markt. Die beiden Konzerne haben ihre Angebote bereits gebündelt. Für die Kunden soll sich, laut Vodafone, außer dem Namen nichts ändern. Mit der Akquisition sollte der Netzwerkausbau, Mobilfunk wie Festnetz, voran getrieben werden. Dieses Vorhaben verlangt jedoch Investitionen.

Bereits 2019 hat Vodafone angekündigt im Zuge der Zusammenlegung in den kommenden beiden Jahre bis zu 135 Millionen Euro Personalkosten einzusparen. Das soll unter anderem durch einen Abbau von rund 1.300 der etwa 16.000 Stellen bei beiden Unternehmen erfolgen, wie ein Vodafone-Sprecher bestätigt.

Vodafone setzt beim Stellenabbau auf sozialverträgliche Lösungen. Ein entsprechender Sozialplan sei bereits mit den Arbeitnehmervertretern vereinbart worden.

Eigenen Angaben zufolge hat Unitymedia etwa 7,2 Millionen Kabel-, Telefon- und Internetkunden in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg. Der Kölner Telekommunikationsanbieter NetCologne hat jetzt Klage beim Gericht der Europäischen Union eingereicht. NetCologne kritisiert eine Wettbewerbsverzerrung zu Lasten der regionalen Anbieter.

Zudem kündigt Vodafone weitere Maßnahmen beim Ausbau schnellerer Internetverbindungen an. Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter verkündet: „Aus unseren wieder vereinten Infrastrukturen haben wir jetzt ein bundesweites Gigabit-Netz geschmiedet. Damit bringen wir auf einen Schlag weitere 5,5 Millionen Haushalte ans Gigabit.“ Damit steigt die Anzahl der Haushalte mit Gigabit-Anschluss von 12 Millionen auf 17 Millionen. Bis Ende 2022 sollen es 25 Millionen sein. Vodafone rüstet dafür zunächst sein bestehendes Kabelnetz auf. Laut Ametsreiter soll auch das bestehende Netz kontinuierlich erweitert werden.

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 Ann-Marie Struck

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Redakteurin