Soti-Studie: IT-Fachkräfte wünschen sich bessere Diagnose-Tools Vielen Unternehmen mangelt es an Operational Intelligence

Von Bernhard Lück 3 min Lesedauer

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Die meisten Unternehmen in Deutschland setzen EMM- oder MDM-Lösungen ein, haben aber Mühe, den größtmöglichen Nutzen aus ihrer mobilen Geräteflotte zu ziehen. Einer Soti-Studie zufolge liegt das u.a. an einem Mangel an Funktionen zur Verbesserung der Operational Intelligence.

Der Drucker ist ein Paradebeispiel für moderne Mobilitätsherausforderungen.(Bild:  © – scharfsinn86 – stock.adobe.com)
Der Drucker ist ein Paradebeispiel für moderne Mobilitätsherausforderungen.
(Bild: © – scharfsinn86 – stock.adobe.com)

Viele Organisationen sind weit von einem funktionalen Gerätemanagement entfernt – ineffiziente Prozesse und mangelnde Expertise schränken den potenziellen Nutzen und die Chancen von Enterprise Mobility Management (EMM) und Mobile Device Management (MDM) ein. Das zeigt die Studie „Mobilität bewegt: Warum Echtzeit-Analysen für die digitale Transformation entscheidend sind“ des Enterprise-Mobility-Experten Soti. Demnach haben 64 Prozent der Unternehmen (73 % weltweit) einen Bedarf an Operational Intelligence zur Messung der Performance ihrer mobilen Geräte, 65 Prozent der IT-Fachkräfte benötigen bessere Tools zur Problemdiagnose (71 % weltweit) und 69 Prozent optimierte Lösungen zur Vorhersage potenzieller zukünftiger Geräteprobleme (74 % weltweit).

Aufgrund der wachsenden Herausforderungen einer voranschreitenden branchenübergreifenden Digitalisierung und der Notwendigkeit, zunehmend dezentrale und verteilte Belegschaften bestmöglich zu unterstützen, sind Unternehmen verstärkt auf der Suche nach besseren Methoden zur Optimierung und Sicherung mobiler Geräte. Über ein Drittel (57 %, weltweit 48 %) aller Unternehmen in Deutschland verfügt über ein entsprechendes IT-Team mit sechs bis 20 Mitarbeitenden – mehr als ein Viertel (26 %, weltweit 33 %) hat sogar Teams mit mehr als 20 Personen im Einsatz. Zwar setzen 93 Prozent (91 % weltweit) der Unternehmen in Deutschland eine Form von EMM- oder MDM-Lösung ein, doch es mangelt an Funktionen zur Verbesserung der Operational Intelligence. Hierzu gehören Lösungen, die einen Einblick in den Gerätezustand, die Bereitstellung von Echtzeitdetails zur App-Nutzung und des Datenverkehrs sowie die Möglichkeit, vollumfänglichen Remote-Supports bieten – was sich wiederum negativ auf die Produktivität auswirkt.

„Die hohe Zahl der implementierten Lösungen für das Management mobiler Geräte ist für Unternehmen ein erster Schritt in die richtige Richtung“, kommentiert Stefan Mennecke, VP of Sales, Middle East, Africa & Central, Southern and Eastern Europe bei Soti. „Dennoch haben viele Unternehmen Mühe damit, daraus den größtmöglichen Nutzen aus ihrer mobile Geräteflotte zu ziehen, weil es an Operational Intelligence mangelt. Hier unterstützen wir mit intelligenten Lösungen wie Soti XSight, damit Unternehmen alle wichtigen Informationen erhalten, um fundierte, datenbasierte Entscheidungen zu treffen, Geräteausfälle zu vermeiden und damit verbundene Kosten zu minimieren.“

Drucker stehen exemplarisch für Herausforderungen mobiler Geräte

In den vergangenen Jahren sind Drucker Teil des dynamischen und geschäftskritischen Logistikprozesses geworden, da sie die dezentrale Erstellung von Etiketten und Belegen ermöglichen. In Deutschland verwenden 93 Prozent (weltweit 94 %) der Unternehmen einen mobilen oder industriellen Drucker. Dabei kommen auch eine Vielzahl neuer, fortschrittlicher Geräte zum Einsatz, sodass oftmals größere Druckerflotten verwaltet werden müssen.

Im Druckermanagement wird die Notwendigkeit einer verbesserten Operational Intelligence besonders deutlich. Wie die Studienergebnisse zeigen, fehlt ein zentralisiertes Echtzeitmanagement zur Überwachung der Anzahl und des Standorts der Drucker im Netzwerk (40 %, weltweit 42 %). Zudem sind keine ausreichenden Echtzeitinformationen über Druckereinstellungen und -status (46 %, weltweit 40 %) verfügbar.

Mehr als die Hälfte der Befragten (57 %, weltweit 51 %) gab zudem an, dass ein Mangel an Tools zur Fehlerbehebung aus der Ferne das größte Problem bei der Druckerverwaltung darstellt. Geräte müssen deshalb zur Diagnose und Reparatur physisch an das IT-Team übergeben werden, was Zeit und Ressourcen in Anspruch nimmt.

Mangel an unternehmensinterner Expertise bietet Chancen für Partner

Unternehmen brauchen einen umfassenden Überblick über den Status ihrer Geräteflotte. Allerdings gibt es aktuell einige Faktoren, die sie daran hindern:

  • fehlendes Budget für Echtzeittransparenz mobiler Geräte (53 % in Deutschland; 52 % weltweit),
  • fehlendes Bewusstsein für Verbesserungsmöglichkeiten hindert Unternehmen am Erreichen von Transformationszielen (54 % in Deutschland; 56 % weltweit),
  • nach Einleitung des Transformationsprozesses benötigen Unternehmen einen Partner zur Unterstützung und Fortführung (43 % in Deutschland; 41 % weltweit),
  • Größe der mobilen Geräteflotte übersteigt Unternehmenskapazitäten und erfordert professionellen Support (54 % in Deutschland; 59 % weltweit).

Ein fachkundiger Blick auf potenzielle Möglichkeiten entsteht häufig in Zusammenarbeit mit dem Partnernetzwerk durch die Bewertung aktuell im Einsatz befindlicher Systeme, Prozesse und Pläne als Teil der jeweiligen Digitalisierungskonzepte.

Ein engagierter Partner für das Enterprise Mobility Management kann Unternehmen helfen zu verstehen, was sie im Rahmen ihres laufenden digitalen Transformationsprozesses implementieren müssen. So können die richtige Strategie in der gesamten Organisation ganzheitlich umgesetzt und nachhaltige Ergebnisse erzielt werden, die den Geschäftsanforderungen des Unternehmens weiterhin gerecht werden.

Über die Studie

Im Rahmen einer Onlineumfrage führte Soti 3.650 Interviews mit IT-Fachleuten (auf dem Niveau von Berufserfahrenen oder höher) aus Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitenden. Alle Teilnehmer sind mindestens 25 Jahre alt. Die Interviews wurden vom 19. bis zum 31. Juli 2023 in neun Ländern durchgeführt: USA (600), Kanada (350), Mexiko (350), Großbritannien (600), Deutschland (350), Frankreich (350), Schweden (350), Niederlande (350) und Australien (350).

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