Erweitertes Portfolio mit Triple- und Quadruple-Play Versatel kauft Kabelnetzbetreiber AKF

Redakteur: Sarah Gandorfer

Mit dem Erwerb des Kabelnetzbetreibers AKF erhofft sich Versatel ein breiteres Angebotsspektrum. Zudem gewinnt der TK-Anbieter in den übernommenen Regionen mehr Unabhängigkeit von der Deutschen Telekom.

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Der deutsche DSL-Markt ist gekennzeichnet durch verlangsamtes Wachstum und harten Konkurrenzkampf. Um den daraus resultierenden Preisdruck und die massiv steigende Kundengewinnungskosten zu entkommen, setzt Versatel auf Konsolidierung. Für 30 Millionen Euro hat das Unternehmen deshalb den Kabelnetzbetreiber AKF Telekabel TV und Datennetze (AKF) gekauft.

AKF unterhält Kundenbeziehungen zu 76.000 Haushalten, die Telekom unabhängig am das Kabelnetz angeschlossen sind. Das Angebot umfasst TV- und Entertainment-Dienste sowie Internet und Telefonie.

Triple- und Quadruple-Play

»Die Akquisition von AKF stellt eine deutlich kostengünstigere und schneller realisierbare Lösung zum Ausbau des eigenen Glasfasernetzes dar«, erklärt Peer Knauer, Vorstandsvorsitzender von Versatel. »Nach dem Erwerb verfügt Versatel als einziger Anbieter über die Kombination engmaschiger City-Netze und eines Kabelnetzes mit direktem Kundenzugang. Die Übernahme der AKF stellt ferner einen risikofreien Einstieg in das TV-Geschäft dar, ohne IP-TV in das Versatel-Produktportfolio aufzunehmen.« Geplant ist eine stärkere Ausrichtung auf Bündelangebote, wie Triple- und Quadruple-Play – die Kombination von Mobilfunk-, Fernseh-, Internet- und Telefon-Dienstleistungen.

Selbst im Visier der Konsolidierer

Auf Konsolidierung setzen auch andere in der Branche: United Internet besitzt bereits rund 25 Prozent der Versatel-Anteile und scheint an einer Komplettübernahme interessiert.

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