Agentic AI in Unternehmen So floppt die Arbeit mit KI-Agenten

Quelle: Pressemitteilung Palo Alto Networks 2 min Lesedauer

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IBM, Palo Alto Networks und Gartner zeigen übereinstimmend: Unternehmen treiben agentenbasierte Künstliche Intelligenz voran, doch ohne klare Ziele, saubere Identitäten und verbindliche Governance steigt das Security-Risiko.

Agentenbasierte KI skaliert rasant und damit wächst auch die Angriffsfläche in Netzwerk-, Cloud- und SaaS-Umgebungen.(Bild: ©  deagreez - stock.adobe.com)
Agentenbasierte KI skaliert rasant und damit wächst auch die Angriffsfläche in Netzwerk-, Cloud- und SaaS-Umgebungen.
(Bild: © deagreez - stock.adobe.com)

Führungskräfte haben 2025 mit einem achtfachen Anstieg KI-gestützter Abläufe gerechnet. 69 Prozent sehen laut einer IBM-Studie darin bessere Entscheidungen als Hauptnutzen.

Gleichzeitig stellt Palo Alto Networks in drei von vier laufenden agentenbasierten Projekten erhebliche Sicherheitsprobleme fest. Der Kern liege allerdings selten im Code, sondern in fehlender Steuerung: unklare Ziele, zu breite Berechtigungen, zu spät eingebundene Fachbereiche.

Fehlende Zieldefinition bremst aus

Viele Initiativen starten technologiegetrieben, doch messbare Geschäftsziele, Risikogrenzen und Benchmarks fehlen. Die Folge: Outcome-Drift, unklare Verantwortlichkeiten, steigende Budgets ohne nachweisbaren Mehrwert. Gartner erwartet bis 2027 Projektabbrüche bei rund 40 Prozent der Vorhaben ohne klare Zielsetzung. Abhilfe schaffe ein rückwärts gedachter Ansatz mit zwei bis drei priorisierten, vom Vorstand freigegebenen Zielen. Architektur und Kontrollen werden daran ausgerichtet, jede Aktion ist einer autorisierten Identität und einem dokumentierten Zweck zuordenbar.

Überprivilegierte Agenten erhöhen Angriffsfläche

In der Praxis erhalten Agenten häufig Vollzugriff oder schwach überwachte Rechte. Das wi­der­spricht dem Aufgabenprofil und öffnet Missbrauchspfaden die Tür. Notwendig sind Leit­planken nach Zero-Trust-Prinzipien. Dazu gehören Identitäts- und Privilegientrennung, kurzlebige An­melde­in­for­ma­tionen, mehrstufige Authentifizierung, verpflichtende Vier-Augen-Freigaben für kritische Ak­tio­nen sowie lückenlose Aktionsprotokolle und kontinuierliche Überwachung. Der Grundsatz sollte laut Palo Alto lauten: Agenten sind als eigene Identitäten zu behandeln.

Governance-Lücken und Schattenprojekte

Agentenbasierte KI wird oft als isoliertes IT-Thema behandelt. Recht, Compliance, Betrieb und Risikomanagement fehlen in frühen Phasen. Das führt zu Schattenprojekten, unklaren Zu­stän­digkeiten und Regelverstößen. Empfohlen wird ein funktionsübergreifendes „Governance Council“ mit klaren Entscheidungsrechten, Board-Anbindung und verbindlichen Standards.

Palo Altos Maßnahmenkatalog für sichere KI-Agenten

Unternehmen, die mit KI-Agenten arbeiten möchten, sollten laut Palo Alto folgende Tipps berücksichtigen:

  • Governance: Council etablieren; zentrales Register für Agenten, Datenzugriffe, Verantwortliche; realistische Szenarien und Stresstests vor Go-Live.
  • Ziele und Grenzen: Je Use Case messbare Ziele und Risikogrenzen definieren und irreversible Entscheidungen an Menschen binden. Jede Aktion sollte eindeutig autorisiert und doku­mentiert werden.
  • Schutzmechanismen: Einheitliche Richtlinie für Identitäten von Menschen, Systemen und Agenten. Unternehmen sollten das Least-Privilege durchsetzen und regelmäßig erneuern sowie ein kontinuierliches Monitoring verbunden mit menschlicher Freigabe bei kritischen Vor­gängen einführen.

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