GfK-Studie im Auftrag der BSA Unlizenzierte Software lässt kleine Unternehmer kalt
Die Nutzung von unlizenzierter Software zieht neben den strafrechtlichen Aspekten auch andere Gefahren wie Viren oder Spyware nach sich. Dies nehmen laut einer GfK-Studie jedoch nur zehn Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland ernst. Die Nürnberger Marktforscher befragten im Auftrag der Business Software Alliance (BSA) 200 kleine und mittelständische deutsche Unternehmen zum Thema unlizenzierte Software.
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In der Studie wurde nach generellen Gefahren für die Unternehmenssysteme gefragt. 94 Prozent der Befragten sehen durchaus die Bedeutung der IT für den Betrieb ihres Geschäfts. Doch bei den Risiken stehen an erster Stelle der Daten- und Systemverlust, knapp vor Viren, Trojanern und Spyware, mit Abstand gefolgt von der Verletzung von Datenschutzvorschriften sowie vom Missbrauch durch Mitarbeiter. Erst an fünfter Stelle wird die Verletzung von Unheber- oder Lizenzrechten von Software genannt, obwohl viele der primär aufgezählten Risiken durch unlizenzierte Software begünstigt werden. Dies ist jedoch 90 Prozent der Befragten nicht klar.
Spezielle Risiken
Im zweiten Teil der Befragung geht es um das spezielle Risiko, das durch den Einsatz unlizenzierter Software droht. Ein Viertel der deutschen Unternehmen befürchtet die Gefahr strafrechtlicher Verfolgung. 18 Prozent sind der Ansicht, der Einsatz birgt keine Gefahr. Viele Unternehmen sind sich auch nicht völlig sicher, ob ihre Software lizenziert ist. Es folgen die Angst vor Geldstrafen sowie das erhöhte Virenrisiko.
»Kleine und mittelständische Unternehmen müssen sich der ernsthaften Risiken klar werden, die sie durch den Einsatz illegaler Software eingehen«, betont Georg Herrnleben, Director Zentral- und Osteuropa bei der BSA. Überführten Firmen drohe durchschnittlich eine Geldstrafe in Höhe von 16.000 Euro für Schadensersatz und Rechtsverfolgungskosten, im Einzelfall aber auch wesentlich mehr. »Unlizenzierte Software kann die Sicherheit eines Netzwerks ernsthaft beeinträchtigen. Sie ist nicht wie Originalsoftware automatisch mit allen sicherheitsrelevanten Programmbestandteilen ausgestattet. Das macht das Unternehmen für Virenangriffe anfällig. Die Systeme, auf die der Betrieb angewiesen ist, bleiben ohne Updates, Patches und wichtigen technischen Support«, erläutert Herrnleben weiter.
Informationen zur Verwaltung von Software stehen bei der Business Software Alliance online. Auf der Homepage www.fragen-sie-sam.de finden sich Richtlinien, Ratgeber sowie der »Gesundheitscheck« zur Analyse der unternehmensinternen Prozesse zur Optimierung der Software-Inventarisierung.
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