Entschieden gegen Technologietransfer TSMC dementiert Joint-Venture-Gerüchte

Von Sebastian Gerstl 2 min Lesedauer

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Seit Februar 2025 hatten sich Gerüchte gehäuft, dass TSMC Gespräche mit amerikanischen Chipherstellern oder gar Intel selbst aufgenommen hätte, um Intels Foundry-Geschäft in einer Joint-Venture-Beteiligung zu übernehmen. Dem hat TSMC-CEO C.C.Wei widersprochen.

Kein Joint Venture, kein Technologieaustausch, kein Wissenstransfer: TSMC-Chef C.C.Wei hat entsprechenden Gerüchten in einer Telefonkonferenz mit Marktanalysten entschieden widersprochen.(Bild:  TSMC)
Kein Joint Venture, kein Technologieaustausch, kein Wissenstransfer: TSMC-Chef C.C.Wei hat entsprechenden Gerüchten in einer Telefonkonferenz mit Marktanalysten entschieden widersprochen.
(Bild: TSMC)

„TSMC führt keine Gespräche mit anderen Unternehmen über Joint Ventures, Technologielizenzen oder Technologietransfer und -austausch“, sagte CEO C.C. Wei in einer Telefonkonferenz mit Investoren und Analysten anlässlich der Vorstellung der ersten Quartalszahlen für 2025. Er wies damit anhaltende Spekulationen zurück, wonach das taiwanesische Unternehmen mit dem angeschlagenen Chiphersteller Intel oder anderen amerikanischen Chipherstellern Vorverhandlungen über ein mögliches Joint Venture in den USA aufgenommen hätte.

„Keine Gespräche über Joint Ventures, Technologielizenzen oder Technologietransfers“

Im Februar dieses Jahres hatten die Nachrichtenagenturen Bloomberg und Reuters gemeldet, dass die US-Regierung auf TSMC zugegangen sei, um sie zu einem Einstieg in das Fertigungsgeschäft des angeschlagenen Chipriesen Intel zu bewegen. Dieses Szenario sollte Intel helfen, da Tausende von Arbeitsplätzen abgebaut werden und Expansionspläne eingeschränkt wurden. In der Folge sei TSMC auf Hersteller wie AMD, Nvidia, Qualcomm und Broadcom zugegangen, um die Möglichkeit eines Joint Ventures auszuloten, das die Foundry-Sparte übernehmen könnte. Diese Meldungen hatten vor allem in taiwanesischen Medien für Aufregung gesorgt. Dort fürchtete man, dass ein solches Joint Venture mit einer Abwanderung von technologischem Knowhow in die Vereinigten Staaten verbunden sein könnte.

Anfang April hatte ein Bericht des auf die amerikanische Tech-Industrie fokussierten Online-Mediums „The Information“ diese Gerüchte weiter befeuert. The Information hatte gemeldet, dass Intel und TSMC Gespräche über ein gemeinsames Joint Venture für den Betrieb der Intel-Fabs aufgenommen hätten. Zahlreiche Medien-Outlets hatten in der Folge diese Meldung weiter verbreitet.

Auf eine entsprechende Frage nach einer möglichen Zusammenarbeit mit Intel wies CEO C.C. Wei in der Telefonkonferenz diese Gerüchte zurück. „TSMC führt keine Gespräche mit anderen Unternehmen über Joint Ventures, Technologielizenzen oder Technologietransfer und -austausch“, erklärte er den Analysten. TSMC konzentriere sich weiterhin auf sein eigenes Geschäft.

TSMC baut Präsenz in den USA weiter aus

CEO C.C. Wei wurde in der Telefonkonferenz auch auf die aktuelle Zollpolitik der Vereinigten Staaten angesprochen. Zu den Auswirkungen der aktuellen reziproken Zölle und möglichen Sondertarife für Halbleiter gab er an, dass TSMC bisher keine Veränderung im Verhalten seiner Kunden festgestellt hatte.

Der weltweit führende Auftragshersteller von Halbleitern baut derzeit seine Fertigungskapazitäten in den USA verstärkt aus. Im März hatte das Unternehmen angekündigt, weitere 100 Mrd. US-Dollar in den Ausbau seiner Fabs in Arizona stecken zu wollen. In der laufenden Woche hatte der TSMC-Kunde AMD angekündigt, seine Prozessoren künftig in den dortigen Werken fertigen lassen zu wollen. 

Dieser Artikel stammt von unserem Partnerportal elektronikpraxis.

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