Geschäftsmodell Ransomware Threat Report 2023: Cyberkriminalität floriert

Von Barbara Gribl

Anbieter zum Thema

Die Cybercrime-Lawine kommt rasant ins Rollen. Ransomware as a Service wird attraktiver. Die Zahl an kriminellen Taten online steigt. Das belegt der Sophos Threat Report 2023 und zeigt auf, wie stark Cyberkriminalität aktuell kommerzialisiert wird.

Cyberkriminalität wird vermehrt zum Geschäft und sogar attraktiven Arbeitsmarkt. Die Komplizen: Ransomware und Diebstahl von Anmeldeinformationen. Dies sind zentrale Themen des Sophos Threat Report 2023.(Bild:  HTGanzo - stock.adobe.com)
Cyberkriminalität wird vermehrt zum Geschäft und sogar attraktiven Arbeitsmarkt. Die Komplizen: Ransomware und Diebstahl von Anmeldeinformationen. Dies sind zentrale Themen des Sophos Threat Report 2023.
(Bild: HTGanzo - stock.adobe.com)

Sophos hat seinen Threat Report 2023 veröffentlicht. Kommerzialisierung von Cyberkriminalität erreicht die nächsthöhere Stufe. Immer mehr Einstiegsangebote sind für potenzielle Angreifer sind verfügbar. Dabei ist die Hürde für Interessenten nicht hoch – ob für den Tech-Profi oder den „Anfänger“. Der Cybercrime-as-a-Service-Markt wird immer umfangreicher und steht einer kriminellen Käuferschaft offen. Fast alle Szenarien sind käuflich.

Aktuelle Themen im Sophos Threat Report

Den Interessenten für Cyberkriminalität bieten sich viele Einstiegsmöglichkeiten. Fortschrittliche Bedrohungstaktiken sind kein rares Gut mehr. Die „Cybercrime-as-a-Service“-Industrie hat eine neue Stufe der Kommerzialisierung erreicht. Ransomware stellt dabei die größte Bedrohung für Unternehmen dar.

Die Angriffs- und Erpressungstaktiken sind bis ins Einzelne ausgefeilt und werden immer wieder erneuert. Nicht zuletzt sind seit Beginn des Ukraine-Krieges neu strukturierte Allianzen und eine sich rasch verändernde Ransomware-Landschaft zu verzeichnen.

Den Höhepunkt erlebt auch der Diebstahl von Zugangsdaten. Immer mehr Cyberkriminelle setzen darauf, an Anmeldeinformationen zu gelangen, um gezielt in Netzwerke eindringen zu können. Mobile Geräte stehen im Mittelpunkt, wenn es um neuartige Cyberkriminalität geht. Das betrifft sowohl Android- als auch iOS-Geräte. Bei Kryptokriminalität ist ein Rückgang festzustellen.

Markttreiber Ransomware

Bis vor zehn Jahren hatte Malware die Nase vorne – bis Ransomware kam. Es hat sich eine ganze Ransomware-as-a-Service-Wirtschaft herausgebildet, die bei Cyberkriminellen an Beliebtheit stößt. „Einmal Ransomware zum Mitnehmen, bitte“, heißt es sprichwörtlich seitdem, denn fast jeder Aspekt in der Cyberkriminalität ist käuflich erwerblich.

Wer da passendes Personal „sucht“, findet dieses auf den cyberkriminellen Marktplätzen. Einige haben sogar Recruiting-Seiten eingerichtet, auf welchen Arbeitssuchende ihre Qualifikationen angeben können.

Ransomware bleibt also innovativ. Im vergangenen Jahr haben die Betreiber daran gearbeitet, ihren potenziellen Angriffsdienst zu erweitern, indem sie andere Plattformen als Windows ins Visier genommen haben oder neue Sprachen wie Rust und Go eingeführt haben, um unentdeckt zu bleiben.

Zugangsdaten begehrt wie warme Semmeln

Neben dem Wachstum von Ransomware und der „As-a-Service“-Industrie erhöhte sich auch die Nachfrage nach gestohlenen Zugangsdaten. Der Diebstahl von Anmeldedaten ist die einfachste Möglichkeit für Kriminelle, ihre „Karriere“ zu starten. Cookies können beispielsweise genutzt werden, um in den Netzwerken tiefer Fuß zu fassen und sogar Multifaktorauthentifizierung zu umgehen.

Den gesamten Report finden Sie hier.

(ID:48758777)

Wissen, was läuft

Täglich die wichtigsten Infos aus dem ITK-Markt

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung