Prozessoren der Generationen 13 und 14 Stabilitätsprobleme bei Intel-Core-Prozessoren sind behoben

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

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Intel hat die Ursache für Instabilitäten bei den „Core“-Prozessoren der 13. und 14. Generation identifiziert und entsprechende Lösungen durch Mikrocode-Updates bereitgestellt. Der Fehler liegt in einem Clock Tree Circuit im IA-Kern.

Störungen der Taktzyklen waren die Ursache für die Instabilität der „Intel-Core“-Prozessoren der 13. und 14. Generation. (Bild:  Intel)
Störungen der Taktzyklen waren die Ursache für die Instabilität der „Intel-Core“-Prozessoren der 13. und 14. Generation.
(Bild: Intel)

Intel hat nach Analyse des „Vmin Shift Instability“-Problems bei den Intel-CoreProzessoren der 13. und 14. Generation die Ursache für diese Instabilität identifiziert. Der Fehler liegt in einem Clock Tree Circuit im IA-Kern, der unter erhöhten Spannungen und Temperaturen besonders anfällig für Alterungsprozesse ist. In solchen Bedingungen verschiebt sich der Duty Cycle der Taktzyklen, was zu Systeminstabilitäten führt.

Vier Hauptszenarien verursachen diese Vmin-Verschiebung:

  • Überschreitung der Intel-Richtlinien zur Stromversorgung: Wenn die Motherboard-Stromversorgungseinstellungen die Vorgaben von Intel überschreiten, kann dies die Stabilität beeinträchtigen. Intel empfiehlt die Nutzung der Standard-Einstellungen, um dieses Problem zu vermeiden.
  • „eTVB“-Mikrocode-Algorithmus: Dieser Algorithmus ermöglicht es „Intel Core i9“-Prozessoren der 13. und 14. Generation, selbst bei hohen Temperaturen in höheren Leistungszuständen zu arbeiten. Dies führt zu einer thermischen Belastung und Spannungserhöhungen. Das im Juni 2024 veröffentlichte Mikrocode-Update „0x125“ behebt dieses Problem und optimiert den Algorithmus.
  • „SVID“-Mikrocode-Algorithmus: Dieser Algorithmus fordert Spannungen an, die in Häufigkeit und Dauer die Vmin-Verschiebung begünstigen können. Das Mikrocode-Update „0x129“ aus dem August 2024 löst dieses Problem und reduziert unnötige Spannungserhöhungen.
  • Erhöhte Kernspannungen bei Leerlauf und leichter Aktivität: Bei diesen Prozessoren können während ruhiger Phasen unerwartet hohe Spannungen angefordert werden, was ebenfalls die Vmin-Verschiebung fördert. Intel arbeitet an der Veröffentlichung des neuen Mikrocode-Update „0x12B“, das alle vorherigen Updates zusammenführt und dieses Spannungsproblem adressiert.

Keine Leistungseinbußen

Tests zeigen, dass das Update „0x12B“ im Vergleich zu „0x125“ keine spürbare Leistungsminderung verursacht. Auf einem „Intel Core i9-14900K“ mit DDR5-Speicher (5200MT/s) liegen die Leistungsergebnisse in Benchmarks wie „Cinebench R23“ oder „WebXPRT4“ im normalen Bereich. Auch bei Gaming-Anwendungen wie „Cyberpunk 2077“ oder „Total War: Warhammer II zeigt sich kein signifikanter Performance-Verlust, solange die Konfiguration des Systems optimiert bleibt.

Intel bestätigt, dass diese Instabilitätsprobleme ausschließlich die Desktop-Modelle der 13. und 14. Generation betreffen. Mobile Prozessoren sowie zukünftige Generationen wie „Lunar Lake“ und „Arrow Lake“ zeigen keine derartigen Probleme.

Intel arbeitet eng mit seinen Partnern zusammen, um die entsprechenden BIOS-Updates schnellstmöglich bereitzustellen. Diese BIOS-Updates basieren auf dem 0x12B-Mikrocode und werden von den Herstellern validiert, bevor sie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Für Besitzer von Systemen mit Intel Core Prozessoren der betroffenen Generationen steht das BIOS-Update kurz vor der Veröffentlichung. Intel empfiehlt, die Websites der System- oder Mainboard-Hersteller regelmäßig auf Updates zu prüfen. Alternativ bietet Intel ein Tool zur Überprüfung der Kompatibilität mit den neuesten BIOS-Versionen an.

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