ISC2 Cybersecurity Workforce Study 2025 Angespannte Budgets und wachsender Bedarf an Fachkräften

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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2024 sorgten Entlassungen und Budgetkürzungen für Unsicherheit in der Cybersicherheitsbranche. 2025 zeigen sich jedoch stabilisierte Bedingungen. Zwar treiben Budgetengpässe den Fachkräftemangel an, doch KI soll neue Chancen schaffen.

IT-Sicherheitsexperten berichten von stabilisierten Bedingungen, sind jedoch durch Budgetengpässe und einen wachsenden Fachkräftemangel belastet, während sie gleichzeitig die Chancen erkennen, die KI für ihre berufliche Weiterentwicklung bietet.(Bild:  Midjourney / Paula Breukel / KI-generiert)
IT-Sicherheitsexperten berichten von stabilisierten Bedingungen, sind jedoch durch Budgetengpässe und einen wachsenden Fachkräftemangel belastet, während sie gleichzeitig die Chancen erkennen, die KI für ihre berufliche Weiterentwicklung bietet.
(Bild: Midjourney / Paula Breukel / KI-generiert)

Der ISC2 Cybersecurity Workforce Study 2025 zufolge war 2024 von einer Welle von Entlassungen, Budgetkürzungen sowie Einstellungs- und Beförderungsstopps geprägt. Die Daten für 2025 zeigen jedoch, dass sich die wirtschaftlichen Bedingungen stabilisiert haben. Demnach haben 43 Prozent der deutschen Befragten Budgetkürzungen und 23 Prozent Entlassungen gemeldet. Weltweit gaben dies 36 sowie 24 Prozent der insgesamt 16.029 Befragten an.

Fehlendes Budget treibt Fachkräftemangel an

Der Studie zufolge sind Budgetengpässe bei der Cybersicherheit einer der großen Trei­ber für Personalmangel. 38 Prozent der deutschen Befragten gaben an, dass ihre Orga­ni­sa­tio­nen nicht genügend Talente findet, um ihre Teams adäquat zu besetzen. Weitere 25 Prozent sagen, dass sie es sich nicht leisten können, Personal mit den benötigten Fähigkeiten einzu­stellen, um ihre Organisationen angemessen abzusichern.

Infolgedessen sind 72 Prozent der deutschen Befragten der Meinung, dass eine Reduzierung des Sicherheitspersonals das Risiko eines Sicherheitsvorfalls erheblich erhöht. 93 Prozent der Be­frag­ten in Deutschland (global 88 Prozent) berichteten von mindestens einem bedeutenden Cybersecurity-Vorfall aufgrund eines Fachkräftemangels. Weitere 77 Prozent (global 69 %) gaben mehr als einen Vorfall an.

„Es findet ein Wandel statt“, kommentiert Debra Taylor, kommissarische CEO und CFO von ISC2. „Die Daten des diesjährigen Berichts machen deutlich, dass die drängendste Sorge für Cyber­se­curity-Teams nicht die Anzahl der Mitarbeiter, sondern die Fähigkeiten der Mitarbeiter ist. Mangelnde Fähigkeiten erhöhen das Cybersicherheitsrisiko und stellen die Geschäfts­kon­ti­nui­tät infrage.“

KI schafft neue Karriereoptionen

Neue Technologien wie KI werden der Studie zufolge weniger als Bedrohung für die Arbeits­plätze wahrgenommen als erwartet. Stattdessen sehen viele Cybersecurity-Profis die KI als eine Chance für ihre berufliche Weiterentwicklung. Sie würden KI-Tools einsetzen, um Aufgaben zu automatisieren, und Zeit investieren, um mehr zu lernen und ihre Expertise im Umgang mit KI-Systemen und ihrer Absicherung zu erweitern.

35 Prozent der deutschen Befragten (weltweit 28 %) haben bereits KI-Tools in ihre Abläufe integriert. Auch haben sich Cybersicherheitsexperten in Deutschland häufiger als ihre Kollegen weltweit mit der Einführung von KI befasst (77 % in Deutschland gegenüber 68 % weltweit), zum Beispiel durch Integration, aktives Testen oder erste Evaluierung. Zudem gehen laut ICS2-Studie deutsche Cybersecurity-Profis davon, dass KI neue Fähig­keiten und Perspektiven in der Cybersecurity erforderlich machen werden.

  • 75 Prozent (global 73 %) glauben, dass KI spezialisierte Cybersecurity-Fähigkeiten schaffen wird.
  • 71 Prozent (global 72 %) sagen, dass KI mehr strategische Cybersecurity-Denken erfordert.
  • 69 Prozent (global 66 %) sind der Ansicht, dass KI breitere Fähigkeiten innerhalb der Belegschaft verlangt.

Aussichten am Jobmarkt

Trotz der wirtschaftlichen Unsicherheit und des Arbeitsdrucks bleiben deutsche Cybersecurity-Profis optimistisch in Bezug auf ihre Rolle in der Branche. Die Studie zeigt, dass:

  • 87 Prozent in Deutschland und global der Meinung sind, dass es immer einen Bedarf an Cybersecurity-Profis geben wird.
  • 84 Prozent (global 81 %) zuversichtlich sind, dass der Beruf stark bleiben wird.
  • 69 Prozent (global 68 %) mit ihrem aktuellen Job zufrieden sind.
  • 72 Prozent (global 75 %) wahrscheinlich bereit sind, im nächsten Jahr in ihrer aktuellen Organisation zu bleiben.

Obwohl die meisten Arbeitnehmer zufrieden zu sein scheinen, fühlen sich 44 Prozent der Deutschen erschöpft, durch das Schritthalten mit den neuesten Cybersecurity-Bedrohungen und -Technologien. Und 46 Prozent der Deutschen fühlen sich von der Arbeitsbelastung über­wältigt. Wichtige Faktoren für die Zufriedenheit der Experten sind ISC2 zufolge Kar­riere­wachstum und Anerkennung. 31 Prozent der deutschen Befragten nennen Aufstiegs­mög­lich­kei­ten als wichtigen Aspekt für ihr berufliches Engagement, während 25 Prozent unplanmäßige finanzielle oder leistungsbezogene Belohnungen in den Vordergrund für ihr Engagement rücken.

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