Auf der Hausmesse .conf25 in Boston zeigte Splunk, wie sich Maschinendaten mit einer neuen Data-Fabric-Architektur, KI-Agenten und Security-Tools gezielt für KI-Anwendungen nutzen lassen – und wie Unternehmen so ihre IT sicherer und widerstandsfähiger machen können.
Splunk feuerte in Boston nicht nur T-Shirts in die Menge, sondern kündigte einige Neuerungen im Portfolio für die Plattform, Security und Observability an.
(Bild: Splunk)
KI ist nur so gut wie die Daten, die sie antreiben – und genau hier setzt Splunk an. Auf seiner Hausmesse .conf25 in Boston präsentierte die Cisco-Tochter den 6.000 Teilnehmern, wie sich Maschinendaten mit einer neuen Data-Fabric-Architektur, intelligenten KI-Agenten und erweiterten Security-Tools deutlich effizienter nutzbar machen lassen. Ziel sei nichts weniger als das Security Operations Center (SOC) der Zukunft und mehr Resilienz für komplexe IT-Landschaften.
Die neuen Lösungen sollen Unternehmen KI-Werkzeuge an die Hand geben, die Verwaltung und Absicherung digitaler Systeme vereinfachen, Prozesse beschleunigen und Ausfälle vermeiden. Laut Splunk sollen die Kosten, die durch Downtime entstehen, allein für die Global-2000-Unternehmen jährlich 400 Milliarden Dollar betragen.
Mit der Cisco Data Fabric wurde eine neue dezentrale Datenarchitektur auf der Konferenz vorgestellt, die Unternehmen dabei unterstützen soll, ihre Maschinendaten effizienter für KI-Anwendungen zu nutzen. Im Fokus steht die Herausforderung, große, verteilte Datenmengen aus unterschiedlichen Quellen – etwa aus Produktionssystemen, IT-Infrastrukturen oder Edge-Geräten zu verknüpfen.
Statt Daten zentral zu verschieben, setzen Splunk und Cisco auf einen föderierten Ansatz: Informationen bleiben an ihrem Ursprungsort und können dennoch in Echtzeit abgefragt, analysiert und in KI-gestützte Prozesse eingebunden werden. Dadurch sollen Komplexität und Kosten sinken – bei gleichzeitig höherer Datenverfügbarkeit für KI-Modelle.
Integration von Snowflake
Zum Start unterstützt Data Fabric unter anderem Amazon S3 als Datenquelle. Für 2026 ist die Anbindung weiterer Plattformen geplant, darunter Apache Iceberg, Delta Lake, Snowflake und Microsoft Azure. Ergänzt wird die Architektur mit KI-Agenten, die Arbeitsabläufe automatisieren und die Zusammenarbeit zwischen Teams erleichtern sollen. Jeetu Patel, CPO bei Cisco, erklärte: „Unternehmen auf der ganzen Welt sitzen auf einer Goldmine von Maschinendaten, die bisher zu komplex, zu umständlich und zu teuer war, um sie für KI zu nutzen – bis heute.“
Zu den Schlüsselmerkmalen der Cisco Data Fabric gehören Cross-Domain-Suchen und Echtzeitanalysen, die es ermöglichen, Daten schnell zu durchsuchen und zu analysieren, unabhängig von ihrem Speicherort. Die flexible, offene Architektur erlaubt eine Anpassung an verschiedene Umgebungen und fördert die Einhaltung offener Standards. Diese Features sollen eine effiziente Interoperabilität zwischen bestehenden Systemen und neuen Technologien ermöglichen. Cisco-Firewall-Daten sind ebenfalls über die Federated Search in der Splunk Cloud analysierbar. Das Einspeisen der Logs ist laut Cisco kostenfrei.
Ergänzend stellte Splunk die Federated Search für Snowflake vor, eine neue Funktion zur Integration von Datenquellen. Diese Verbindung erlaubt es, Daten aus Splunk- und Snowflake-Umgebungen gemeinsam zu analysieren. Ziel dieser Integration ist es, Datensilos aufzubrechen und schnellere geschäftliche Entscheidungen durch einen einheitlichen Datenüberblick zu erleichtern. Die Federated Search für Snowflake soll für Geschäftskunden von Splunk CloudAWS ab Juli 2026 verfügbar sein.
KI-Agenten übernehmen immer mehr Aufgaben
Auch im Security-Angebot von Splunk gab es auf der Hausmesse Neuigkeiten. Mit den Versionen der Splunk Enterprise Security Essentials Edition und der Premier Edition sollen Sicherheitsverantwortliche künftig Bedrohungen schneller erkennen, analysieren und abwehren können. Beide Varianten basieren auf Splunk Enterprise Security 8.2 und integrieren KI-Funktionen, die manuelle Prozesse automatisieren und Sicherheitsanalysen beschleunigen sollen.
In den Keynotes der Veranstaltung wurde deutlich, dass Splunk ein agentenbasiertes Security Operations Center (SOC) etablieren möchte, das nicht nur auf Vorfälle reagiert, sondern aktiv erkennt, priorisiert und Maßnahmen anstößt. Die Premier Edition kombiniert dafür mehrere Komponenten wie SOAR, UEBA und den Splunk AI Assistant in einer zentralen Benutzeroberfläche. Die Essentials Edition richtet sich an Kunden mit schlankeren Anforderungen.
Ein zentraler Baustein ist der Einsatz spezialisierter KI-Agenten. Diese übernehmen Routineaufgaben wie Triage, die Analyse von Schadsoftware oder das Erstellen von Playbooks. Ergänzt wird dies durch Funktionen wie die AI-Enhanced Detection Library oder einen SPL-Generator, der Erkennungsregeln auf die jeweilige SOC-Umgebung zuschneidet. Die Essentials Edition wird ab sofort weltweit angeboten. Die Premier Edition befindet sich aktuell im Early Access. Weitere KI-Funktionen sollen ab 2026 schrittweise ausgerollt werden.
Stand: 08.12.2025
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Observability
Auch eine neue Version der Observability-Plattform von Splunk wurde vorgestellt, die agentenbasierte KI einsetzt. Die Lösung automatisiert Telemetriedatenerfassung, Fehleranalyse und Korrekturvorschläge und liefert so Echtzeit-Einblicke in IT-Umgebungen und Geschäftsprozesse.
Mit Funktionen wie AI Troubleshooting Agents, AI Agent Monitoring und AI Infrastructure Monitoring können Unternehmen Performance, Sicherheit und Kosten von KI-Agenten, LLMs und Infrastruktur gezielt überwachen. Zudem vereint Cisco Splunk AppDynamics und die Splunk Observability Cloud zu einer Plattform, die tiefere Einblicke in Anwendungen und Nutzererfahrungen ermöglicht.
Die vorgestellten Produkte machten deutlich, das der gezielte Einsatz von KI und Datenintegration zunehmend zum Schlüssel für stabile und sichere IT-Landschaften wird. Mit dem rasanten Aufkommen der KI-Agenten stehen Unternehmen nämlich zahlreiche neue Herausforderungen vor der Tür.